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Abbruch Maschinist in

Abbruchmaschinisten bedienen schwere Abbruchbagger, Longfront-Geräte und ferngesteuerte Abbruchroboter, mit denen sie Gebäude, Brücken und Industrieanlagen kontrolliert zurückbauen. Sie arbeiten auf Baustellen unter Lärm, Staub und hohen Sicherheitsanforderungen.

23 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Abbruch Maschinist in verdient

3.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.700 bis 4.600 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.500 € 4.000 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €

In tarifgebundenen Betrieben gilt der Tarifvertrag zur Regelung der Löhne im Baugewerbe, in dem Geräteführer meist als Facharbeiter oder Spezialfacharbeiter eingruppiert sind. Viele Abbruchfirmen zahlen außertariflich; zusätzlich machen Auslöse bei Montage, Nacht- und Wochenendzuschläge sowie die Erfahrung mit Großgeräten wie Longfront-Baggern einen deutlichen Unterschied.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Abbruchmaschinist?

Abbruchmaschinisten führen die Geräte, mit denen Bauwerke zerlegt werden. Dazu gehören Hydraulikbagger mit Abbruchschere, Pulverisierer, Meißel oder Sortiergreifer, Longfront-Bagger mit Auslegern von 20 Metern und mehr sowie kleine ferngesteuerte Abbruchroboter für Arbeiten in Innenräumen. Vor Arbeitsbeginn wird anhand des Abbruchplans besprochen, in welcher Reihenfolge Decken, Wände und Stützen abgetragen werden, damit nichts unkontrolliert einstürzt. Ein großer Teil der Arbeit ist der selektive Rückbau: Beton, Stahl, Holz und Mauerwerk werden schon an der Maschine getrennt und auf verschiedene Haufen sortiert, weil Entsorgung und Recycling streng geregelt sind. Dazu kommen Wartung und kleine Reparaturen am Gerät, der Wechsel von Anbauwerkzeugen, das Abschmieren und das Prüfen von Hydraulikleitungen. Abbruchmaschinisten arbeiten eng mit Polieren, Sprengmeistern, Schadstoffsanierern und Lkw-Fahrern zusammen.

Wie wird man Abbruchmaschinist?

Eine eigene Ausbildung mit genau diesem Namen gibt es nicht. Der übliche Weg führt über die dreijährige duale Ausbildung zum Baugeräteführer oder zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik. Viele kommen auch als Quereinsteiger aus dem Tiefbau, der Landwirtschaft oder anderen Bauberufen und werden im Betrieb über Jahre auf größere Geräte eingearbeitet. Verlangt wird eine Befähigung zum Führen von Erdbaumaschinen, häufig auch der Lkw-Führerschein der Klasse CE, um Geräte und Material selbst umzusetzen. Für Arbeiten in belasteten Gebäuden ist oft eine Sachkunde für Asbestarbeiten nach TRGS 519 nötig, die in Lehrgängen erworben wird.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist laut, staubig und vibrationsreich. Auch in geschlossenen Kabinen sind Lärm, Erschütterungen und langes Sitzen eine Belastung für Rücken und Gelenke. Gearbeitet wird bei jedem Wetter, im Winter wie im Hochsommer, und Arbeitstage beginnen oft sehr früh. Abbruchfirmen sind überregional tätig, deshalb sind Montagewochen mit Übernachtung im Hotel oder in Unterkünften verbreitet. Bei Brücken- und Gleisabbrüchen kommen Nacht- und Wochenendeinsätze hinzu, weil Straßen und Strecken nur kurz gesperrt werden. Der Beruf verlangt hohe Konzentration: Ein falsch gesetzter Schnitt kann Wände zum Kippen bringen oder Menschen in der Nähe gefährden. Wer an der Maschine sitzt, braucht räumliches Vorstellungsvermögen, ein Gefühl für Statik und die Ruhe, auch unter Zeitdruck sauber zu arbeiten. Schadstoffe wie Asbest, künstliche Mineralfasern oder belastete Altbauteile erfordern Schutzausrüstung und disziplinierte Arbeitsweise.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis steigend. Viele Gebäude aus den 1960er und 1970er Jahren werden zurückgebaut, Brücken müssen ersetzt werden, und Industrieflächen werden neu genutzt. Gleichzeitig fehlen erfahrene Geräteführer, sodass Betriebe gezielt Fachkräfte suchen und Quereinsteiger ausbilden. Wer Erfahrung mit Longfront-Geräten, Abbruchrobotern oder Arbeiten in sensiblen Umgebungen wie Krankenhäusern oder laufenden Industrieanlagen mitbringt, ist gefragt. Entwicklungswege führen zum Vorarbeiter, zum Polier im Abbruch oder über eine Fortbildung zum geprüften Baumaschinenmeister. Mit Zusatzqualifikationen in der Schadstoffsanierung oder im Sprengwesen lassen sich weitere Einsatzfelder erschließen.

Aufgaben

  • Gebäude, Brücken und Anlagen mit Abbruchbagger oder Longfront-Gerät zurückbauen
  • Anbauwerkzeuge wie Schere, Pulverisierer, Meißel und Sortiergreifer wechseln und einsetzen
  • Abbruchmaterial direkt an der Maschine nach Beton, Stahl, Holz und Mauerwerk trennen
  • Ferngesteuerte Abbruchroboter in Innenräumen und engen Bereichen bedienen
  • Abbruchreihenfolge mit Polier und Bauleitung anhand des Abbruchplans abstimmen
  • Maschinen täglich prüfen, abschmieren und kleinere Reparaturen ausführen
  • Lkw beladen und Material auf der Baustelle umsetzen
  • Sicherheitsbereiche absichern und Schutzmaßnahmen gegen Staub und Schadstoffe einhalten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Baugeräteführer oder Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik, alternativ mehrjährige Praxis auf Baumaschinen
  • Befähigungsnachweis zum Führen von Erdbaumaschinen
  • Führerschein Klasse B, häufig auch CE
  • Sachkunde für Asbestarbeiten nach TRGS 519 oder Bereitschaft, sie zu erwerben
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und Grundverständnis für Statik
  • Körperliche Belastbarkeit, Wetterfestigkeit und Bereitschaft zur Montage

Wo man arbeitet

  • Abbruch- und Rückbauunternehmen
  • Bauunternehmen im Tief- und Ingenieurbau
  • Recycling- und Entsorgungsbetriebe
  • Schadstoffsanierungsfirmen
  • Baumaschinenvermietungen mit Fahrerservice

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Baugeräteführer oder zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik mit Abschluss vor der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer. Quereinsteiger mit Baumaschinenerfahrung werden oft im Betrieb eingearbeitet und erwerben die nötigen Nachweise wie Maschinenführerschein und Asbest-Sachkunde in Lehrgängen von wenigen Tagen bis Wochen.

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