Bodenleger
Verlegt Teppich, Vinyl, Linoleum, Laminat und Parkett – und richtet den Untergrund her, von dem alles abhängt.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Bodenleger verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.750 € | 3.000 € | 33.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.150 € | 3.500 € | 37.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.350 € | 3.650 € | 4.300 € | 43.800 € |
Tarifbindung besteht regional über das Ausbaugewerbe, wird aber nicht überall angewendet. Akkord- und Leistungslöhne sind verbreitet; Objektarbeit und Parkettarbeiten werden besser vergütet als einfache Belagsverlegung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Bodenleger arbeitet auf einer Fläche, die täglich betreten wird und deshalb jeden Fehler zeigt. Der größere Teil seiner Arbeit liegt darunter: Untergrund prüfen, Restfeuchte messen, Altbeläge entfernen, schleifen, grundieren, spachteln. Ein Belag auf einem zu feuchten oder nicht ebenen Untergrund löst sich, wirft Beulen oder zeichnet jede Unebenheit durch.
Die Feuchtemessung ist der Punkt mit der größten Verantwortung. Estrich muss eine bestimmte Restfeuchte unterschreiten, bevor ein dichter Belag darauf darf; wer zu früh verlegt, erzeugt einen Schaden, der erst Monate später auftritt und dann die gesamte Fläche betrifft. Deshalb wird gemessen und dokumentiert – das ist die Absicherung des Handwerkers.
Das Materialspektrum ist breit: textile Beläge, elastische Beläge wie Vinyl und Linoleum, Laminat, Kork, Designbeläge, Parkett mit Schleifen und Versiegeln, dazu Sockelleisten, Treppen und Übergänge. Objektarbeit in Büros, Schulen und Kliniken verlangt zusätzlich Kenntnisse zu Brandverhalten und Rutschhemmung. Die Nachfrage ist stabil, weil Böden in kürzeren Abständen erneuert werden als andere Bauteile.
Aufgaben
- Untergründe prüfen, Restfeuchte messen und dokumentieren
- Altbeläge entfernen und entsorgen
- Untergründe schleifen, grundieren und spachteln
- Textile und elastische Beläge verlegen
- Laminat, Kork und Parkett verlegen
- Parkett schleifen und versiegeln
- Sockelleisten, Treppen und Übergänge ausführen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Bodenleger oder Parkettleger
- Kenntnisse in Untergrundprüfung und Feuchtemessung
- Sorgfalt und Maßgenauigkeit
- Körperliche Belastbarkeit, Knie- und Rückenbelastung
- Zuverlässigkeit im Kundenkontakt
- Führerschein Klasse B
Wo man arbeitet
- Bodenleger- und Parkettbetriebe
- Raumausstatter und Fachhandel mit Montage
- Objekt- und Innenausbauunternehmen
- Wohnungsunternehmen mit Regiebetrieb
- Sanierungsbetriebe
Der Weg in den Beruf
Dreijährige duale Ausbildung zum Bodenleger; der Parkettleger ist ein eigener, zulassungspflichtiger Handwerksberuf mit Meisterpflicht für die Selbstständigkeit. Weiterbildungen gibt es in Untergrundbeurteilung, Estrichtechnik und Objektbelägen; für Sachverständigentätigkeit bei Bodenschäden bestehen eigene Qualifikationen, die wegen der Häufigkeit solcher Schäden gut nachgefragt sind.
Offene Stellen als Bodenleger
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Ausbildung zum Bodenleger (m/w/d)
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