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Innovation Cup

„Innovation Cup“ ist kein anerkannter Beruf, sondern der Name von Innovations- und Ideenwettbewerben in Unternehmen, Hochschulen und Wirtschaftsförderungen. Dahinter steht die Arbeit im Innovationsmanagement: Wettbewerbe planen, Ideen sammeln, bewerten und bis zur Umsetzung begleiten.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Innovation Cup verdient

5.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.600 bis 9.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.600 € 4.200 € 4.800 € 50.400 €
Mit Berufserfahrung 4.600 € 5.400 € 6.500 € 64.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.200 € 9.000 € 86.400 €

Das Gehalt hängt vor allem von Arbeitgeber und Branche ab: Konzerne der Industrie zahlen deutlich mehr als Hochschulen, Kammern oder Wirtschaftsförderungen. Im öffentlichen Dienst gelten TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen 11 bis 13, in tarifgebundenen Industriebetrieben die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie oder Chemie, in der übrigen Privatwirtschaft wird frei verhandelt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man beim Innovation Cup?

Einen Ausbildungsberuf oder Studiengang mit dem Namen Innovation Cup gibt es nicht. Gemeint ist in Stellenanzeigen meist die Organisation solcher Wettbewerbe, und diese Aufgabe liegt bei Innovationsmanagerinnen und Innovationsmanagern, bei Mitarbeitenden in Gründerzentren, Transferstellen von Hochschulen oder Kammern. Die Arbeit beginnt Monate vor dem eigentlichen Wettbewerb: Teilnahmebedingungen formulieren, Kategorien festlegen, eine Jury zusammenstellen, Sponsoren gewinnen und den Aufruf über Intranet, soziale Medien oder Hochschulverteiler verbreiten. Während der Einreichungsphase beantworten sie Fragen von Teams, prüfen Unterlagen auf Vollständigkeit und bereiten Bewertungsbögen vor. Es folgen Workshops, Pitch-Trainings und Jurysitzungen, am Ende eine Preisverleihung. Der wichtigere Teil kommt danach: Gewinnerideen in Pilotprojekte überführen, Budgets beantragen und mit Fachabteilungen klären, wer die Umsetzung übernimmt. Daneben gehören Berichte, Auswertungen und die Pflege von Ideendatenbanken zum Alltag.

Wie wird man Innovationsmanager?

Einen geregelten Weg gibt es nicht. Die meisten haben ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Ingenieurwissenschaften oder Design abgeschlossen, manche einen Master mit Schwerpunkt Innovations- oder Technologiemanagement. Häufig ist der Einstieg über eine andere Rolle im Unternehmen, etwa Produktmanagement, Projektmanagement, Marketing oder Forschung und Entwicklung. Quereinstieg ist möglich, wenn Erfahrung mit Projekten, Veranstaltungen oder Start-ups vorhanden ist. Weiterbildungen in Design Thinking, agilen Methoden oder Lean Startup werden von Kammern und privaten Anbietern angeboten und sind in Bewerbungen nützlich, aber keine Pflicht.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist überwiegend Büro- und Abstimmungsarbeit mit vielen Terminen. Rund um Abgabefristen und Veranstaltungen entstehen Spitzen mit langen Tagen und Abendterminen, auch Reisen zu Standorten oder Messen kommen vor. Schwer fällt vielen, dass der Erfolg von anderen abhängt: Eine prämierte Idee scheitert oft an fehlendem Budget oder Desinteresse der Fachabteilung, und Teilnehmende sind dann enttäuscht. Innovationsabteilungen stehen in wirtschaftlich schwachen Phasen als Erstes zur Disposition, Stellen sind deshalb häufig befristet oder projektgebunden, gerade in öffentlich geförderten Programmen. Gefragt sind Organisationstalent, Geduld mit Hierarchien, sicheres Auftreten vor Führungskräften und die Fähigkeit, Ideen nüchtern zu bewerten.

Aussichten

Die Nachfrage hängt stark von der Konjunktur und von Förderprogrammen ab. Große Konzerne, Mittelständler mit eigenen Innovationsprogrammen, Hochschulen und regionale Wirtschaftsförderungen stellen ein, die Zahl der Stellen ist aber überschaubar und die Konkurrenz um Einstiegspositionen groß. Wer Erfahrung gesammelt hat, kann die Leitung eines Innovationsbereichs übernehmen, in die Strategieabteilung wechseln, als Beraterin oder Berater arbeiten oder selbst ein Unternehmen gründen. Fachwissen in einer Branche, etwa Energie, Medizintechnik oder Software, erhöht die Chancen deutlich gegenüber reinem Methodenwissen.

Aufgaben

  • Wettbewerbsbedingungen, Kategorien und Zeitpläne festlegen
  • Jury, Sponsoren und Fachabteilungen gewinnen und koordinieren
  • Einreichungen prüfen und Bewertungsverfahren organisieren
  • Workshops, Pitch-Trainings und Preisverleihungen durchführen
  • Gewinnerideen in Pilotprojekte überführen und Budgets beantragen
  • Ergebnisse auswerten und Berichte für die Geschäftsleitung erstellen
  • Ideendatenbanken und Kommunikationskanäle pflegen

Voraussetzungen

  • In der Regel abgeschlossenes Studium, etwa Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder Ingenieurwissenschaften
  • Erfahrung im Projekt- oder Veranstaltungsmanagement
  • Kenntnisse in Methoden wie Design Thinking oder Lean Startup
  • Sicheres Auftreten und Moderationsfähigkeit
  • Gute Englischkenntnisse, besonders in internationalen Unternehmen
  • Belastbarkeit bei Terminspitzen und Bereitschaft zu Reisen

Wo man arbeitet

  • Innovations- und Strategieabteilungen großer Unternehmen
  • Mittelständische Industriebetriebe
  • Hochschulen und Transferstellen
  • Wirtschaftsförderungen, Kammern und Gründerzentren
  • Unternehmensberatungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium von drei bis vier Jahren, oft ergänzt durch einen Master in Innovations- oder Technologiemanagement von ein bis zwei Jahren. Viele kommen nach einigen Jahren in Produkt-, Projekt- oder Entwicklungsrollen in die Innovationsarbeit, ein eigener Ausbildungsabschluss existiert nicht.

Offene Stellen als Innovation Cup

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