Patentanwaltsfachangestellte
Verwaltet Schutzrechte und ihre Fristen: Anmeldungen, Prüfverfahren, Jahresgebühren – in einem Feld, in dem eine Frist ein Recht vernichtet.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Patentanwaltsfachangestellte verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.900 € | 3.200 € | 3.600 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.500 € | 3.900 € | 4.400 € | 46.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 4.700 € | 5.600 € | 56.400 € |
Deutlich über dem allgemeinen Kanzleiniveau, weil der Beruf selten und die Verantwortung hoch ist. Kanzleien mit internationalem Geschäft und Patentabteilungen großer Unternehmen zahlen am besten; Sprachkenntnisse wirken sich unmittelbar aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Patentanwaltsfachangestellte arbeiten in einem Beruf, dessen Kern die Fristenkontrolle ist – mit einer Strenge, die selbst im Vergleich zur Anwaltskanzlei heraussticht. Schutzrechte sind zeitlich gestaffelte Verfahren mit Prioritätsfristen, Erwiderungsfristen, Benennungs- und Zahlungsfristen. Wird eine Jahresgebühr nicht rechtzeitig gezahlt, erlischt ein Patent, das Millionen wert sein kann, und eine Wiedereinsetzung ist nur unter engen Voraussetzungen möglich.
Die Arbeit umfasst die Anmeldung von Patenten, Marken, Gebrauchs- und Geschmacksmustern bei den nationalen Ämtern, beim Europäischen Patentamt und über internationale Verfahren, die Verwaltung der Akten und Fristen, die Korrespondenz mit Ämtern und Auslandsvertretern, die Überwachung und Zahlung von Jahresgebühren und die Abrechnung nach eigenen Gebührenordnungen.
Besonders ist die internationale Dimension: Ein Schutzrecht wird in vielen Ländern parallel verfolgt, jedes mit eigenen Fristen, Sprachen und Formalien, koordiniert über ausländische Kanzleien. Englisch ist deshalb Arbeitssprache. Der Beruf ist klein, kaum bekannt und stark gesucht – wer ihn erlernt, hat auf dem Arbeitsmarkt eine ungewöhnlich gute Position.
Aufgaben
- Anmeldungen von Patenten, Marken und Mustern vorbereiten und einreichen
- Fristen berechnen, überwachen und dokumentieren
- Jahresgebühren überwachen und zahlen
- Korrespondenz mit Ämtern und Auslandsvertretern führen
- Akten und Schutzrechtsbestände verwalten
- Recherchen zu Schutzrechten unterstützen
- Gebührenrechnungen erstellen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Patentanwaltsfachangestellte
- Höchste Genauigkeit und Fristenbewusstsein
- Gute Englischkenntnisse
- Kenntnisse in Schutzrechtsverfahren
- Erfahrung mit Fristen- und Aktenverwaltungssystemen
- Verschwiegenheit
Wo man arbeitet
- Patentanwaltskanzleien
- Patentabteilungen von Unternehmen
- Kanzleien mit internationalem Schutzrechtsgeschäft
- Dienstleister für Schutzrechtsverwaltung
- Forschungseinrichtungen
Der Weg in den Beruf
Dreijährige duale Ausbildung zum Patentanwaltsfachangestellten – ein seltener Ausbildungsberuf, der nur von wenigen Kanzleien angeboten wird. Der Quereinstieg aus dem Anwaltsbereich ist deshalb häufig und verlangt die Einarbeitung in das Schutzrechtsverfahren. Weiterführend gibt es Fortbildungen der Patentanwaltskammer und Spezialisierungen auf europäische und internationale Verfahren.
Offene Stellen als Patentanwaltsfachangestellte
In der Suche fortsetzenPatentanwaltsfachangestellte (m/w/d) – bis 60.000 € & viel Homeoffice
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