Sicherheitskraft
Sicherheitskräfte schützen Gebäude, Gelände, Veranstaltungen und Personen vor Diebstahl, Sachschäden und Übergriffen. Sie kontrollieren Zugänge, gehen Streife und greifen ein, wenn etwas passiert.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sicherheitskraft verdient
2.750 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.250 bis 4.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.250 € | 2.450 € | 2.750 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.450 € | 2.750 € | 3.200 € | 33.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 4.000 € | 39.600 € |
Maßgeblich sind die regionalen Entgelttarifverträge zwischen dem BDSW (Bundesverband der Sicherheitswirtschaft) und ver.di, die je nach Bundesland und Tätigkeit unterschiedliche Stundenlöhne festlegen; Luftsicherheit wird nach eigenen Tarifverträgen deutlich besser bezahlt als einfacher Objektschutz. Das tatsächliche Einkommen hängt stark von der Zahl der Stunden sowie von Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschlägen ab.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Sicherheitskraft?
Sicherheitskräfte sorgen dafür, dass an einem Ort nichts geschieht, was dort nicht geschehen soll. Im Objektschutz sitzen sie am Empfang oder an der Pforte eines Betriebs, prüfen Ausweise, vergeben Besucherkarten und überwachen Kameras und Alarmanlagen. Auf Kontrollgängen prüfen sie Türen, Fenster und Zäune, melden Schäden und dokumentieren jede Runde. Im Revierdienst fahren sie nachts mehrere Objekte an. Bei Veranstaltungen kontrollieren sie Taschen und Eintrittskarten, lenken Besucherströme und gehen bei Streit dazwischen. In Kaufhäusern achten sie auf Ladendiebstahl, in Flüchtlingsunterkünften, Krankenhäusern oder Bahnhöfen auf Ordnung und Konflikte. Bei einem Alarm, einem Brand oder einem medizinischen Notfall leisten sie Erste Hilfe, alarmieren Polizei oder Feuerwehr und sichern den Bereich. Ein großer Teil der Arbeit ist Warten, Beobachten und Schreiben von Berichten.
Wie wird man Sicherheitskraft?
Wer im Bewachungsgewerbe arbeiten will, braucht nach § 34a der Gewerbeordnung mindestens eine Unterrichtung bei der Industrie- und Handelskammer, die rund 40 Unterrichtsstunden umfasst und ohne Prüfung abgeschlossen wird. Für Tätigkeiten wie Kontrollgänge im öffentlichen Raum, Einlasskontrollen in Diskotheken, Ladendetektiv oder den Schutz von Unterkünften ist die Sachkundeprüfung vor der IHK vorgeschrieben. Zusätzlich verlangen die Behörden ein sauberes Führungszeugnis, die Eintragung im Bewacherregister und eine Zuverlässigkeitsprüfung. Der Einstieg ist damit auch ohne Berufsausbildung möglich, viele kommen aus anderen Berufen, aus der Bundeswehr oder nach längerer Pause. Wer eine reguläre Ausbildung möchte, kann Servicekraft für Schutz und Sicherheit (zwei Jahre) oder Fachkraft für Schutz und Sicherheit (drei Jahre) lernen. Für Flughäfen gibt es eine eigene Schulung zur Luftsicherheitskraft mit behördlicher Prüfung.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit läuft im Schichtdienst, oft in Zwölf-Stunden-Schichten, nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Viele Stunden werden im Stehen, im Gehen oder allein in einer Pförtnerloge verbracht, bei jedem Wetter. Monotonie gehört dazu, trotzdem muss die Aufmerksamkeit halten. Wer bei Veranstaltungen oder in sozialen Brennpunkten arbeitet, erlebt Beleidigungen, Bedrohungen und gelegentlich körperliche Angriffe. Gefragt sind Ruhe, ein bestimmtes, aber nicht provozierendes Auftreten und die Fähigkeit, Konflikte mit Worten zu lösen. Sicherheitskräfte haben keine polizeilichen Befugnisse, sondern nur die Rechte, die jeder Bürger hat, etwa Notwehr und vorläufige Festnahme. Diese Grenzen zu kennen, ist Pflicht. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, viele erreichen ein auskömmliches Einkommen nur über lange Wochenarbeitszeiten und Zuschläge. Die Branche ist von Auftragsvergaben geprägt, bei einem Wechsel des Dienstleisters wechselt oft auch der Arbeitgeber.
Aussichten
Personal wird fast überall gesucht, die Fluktuation ist hoch und Stellen gibt es auch für Menschen ohne Berufsabschluss. Kritische Infrastruktur, Großveranstaltungen und Flughäfen sorgen für eine stabile Nachfrage. Besser bezahlt sind Bereiche mit Zusatzqualifikation, etwa Luftsicherheit, Werkschutz in der Industrie, Notruf- und Serviceleitstellen oder Geld- und Werttransport. Mit Erfahrung sind Aufstiege zur Schicht- oder Objektleitung möglich. Über die Weiterbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit oder zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft öffnen sich Stellen in Einsatzplanung, Ausbildung und Betriebsleitung. Manche wechseln später in den Personenschutz oder machen sich mit einer eigenen Bewachungsfirma selbstständig.
Aufgaben
- Zugänge kontrollieren und Besucherausweise ausgeben
- Kontrollgänge über Gelände und durch Gebäude machen
- Videoüberwachung und Alarmanlagen beobachten
- Taschen- und Personenkontrollen bei Veranstaltungen durchführen
- bei Konflikten deeskalieren und Hausrecht durchsetzen
- im Notfall Erste Hilfe leisten und Polizei oder Feuerwehr alarmieren
- Wachbuch führen und Vorfälle in Berichten festhalten
Voraussetzungen
- Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO bei der IHK
- einwandfreies Führungszeugnis und Eintrag im Bewacherregister
- Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten
- gute Deutschkenntnisse für Gespräche und Berichte
- Belastbarkeit, Ruhe in Konfliktsituationen und Durchsetzungsvermögen
- körperliche Fitness für langes Stehen und Gehen
- oft Führerschein Klasse B, vor allem im Revierdienst
Wo man arbeitet
- Sicherheits- und Bewachungsunternehmen
- Industrie- und Logistikbetriebe mit eigenem Werkschutz
- Einkaufszentren und Kaufhäuser
- Flughäfen und Bahnhöfe
- Veranstaltungsorte, Stadien und Messen
- Behörden, Krankenhäuser und Gemeinschaftsunterkünfte
Der Weg in den Beruf
Der übliche Einstieg ist die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO bei der IHK, die sich in wenigen Tagen bis Wochen vorbereiten lässt. Alternativ führt eine duale Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit (zwei Jahre) oder zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit (drei Jahre) mit IHK-Abschluss in den Beruf.
Offene Stellen als Sicherheitskraft
In der Suche fortsetzenSicherheitskraft (m/w/d) für ein modernes Logistikzentrum in Ludwigsfelde
Sicherheitskraft (m/w/d) in Bonn
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Fachkräfte für Schutz und Sicherheit schützen Gebäude, Betriebsgelände, Veranstaltungen und Menschen vor Gefahren wie Diebstahl, Brand oder Übergriffen. Sie planen Sicherheitsmaßnahmen, führen Kontrollen durch und greifen im Ernstfall ein.
- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.500 €
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