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Sicherheitsmitarbeiter als Ladendetektiv

Ladendetektive beobachten in Kaufhäusern, Supermärkten und Fachgeschäften verdeckt das Geschehen, stellen Ladendiebe auf frischer Tat und übergeben sie der Polizei. Sie arbeiten meist für Sicherheitsdienstleister im Auftrag des Handels.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sicherheitsmitarbeiter als Ladendetektiv verdient

2.750 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 3.900 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €

Bei Sicherheitsdienstleistern gelten die Entgelttarifverträge für das Wach- und Sicherheitsgewerbe (BDSW), die je nach Bundesland unterschiedliche Stundenlöhne festlegen; im Süden und Westen wird mehr gezahlt als im Osten. Wer direkt bei einer Handelskette angestellt ist, wird teils nach dem Tarifvertrag des Einzelhandels bezahlt und liegt dann meist höher.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Ladendetektiv?

Ladendetektive gehen in ziviler Kleidung durch die Verkaufsräume und verhalten sich wie Kundschaft. Sie achten auf typisches Verhalten: Ware, die in Taschen oder unter Jacken verschwindet, aufgerissene Verpackungen, entfernte Sicherungsetiketten, Personen, die mehr auf das Personal als auf die Regale schauen. Ein Teil der Arbeit findet am Monitor statt, wenn Videoanlagen vorhanden sind. Hat jemand die Kasse passiert, ohne zu bezahlen, sprechen sie die Person an, bitten sie in ein Büro und nehmen den Vorfall auf. Rechtsgrundlage ist das Festnahmerecht nach § 127 der Strafprozessordnung, das für jede Person gilt; mehr Befugnisse als andere haben Ladendetektive nicht. Danach folgen Personalienfeststellung, Anruf bei der Polizei, Protokoll und häufig ein Hausverbot. Zum Alltag gehören außerdem Berichte für den Auftraggeber, Hinweise auf Schwachstellen bei der Warenplatzierung und manchmal Ermittlungen gegen eigene Beschäftigte, wenn Inventurdifferenzen auffallen. Später müssen Ladendetektive gelegentlich als Zeugen vor Gericht aussagen.

Wie wird man Ladendetektiv?

Eine eigene Berufsausbildung gibt es nicht. Für den Schutz vor Ladendieben schreibt § 34a der Gewerbeordnung die Sachkundeprüfung bei der IHK vor, die bloße Unterrichtung reicht nicht. Die Prüfung umfasst Recht, Umgang mit Menschen, Deeskalation und Unfallverhütung; Vorbereitungskurse dauern meist einige Wochen. Dazu kommen ein einwandfreies Führungszeugnis und die Eintragung ins Bewacherregister. Viele Arbeitgeber stellen Quereinsteiger ein und lernen sie im Einsatz an. Wer eine breitere Grundlage will, macht die Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit (zwei Jahre) oder zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit (drei Jahre). Erfahrung im Einzelhandel, bei der Polizei oder der Bundeswehr wird gern gesehen.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf besteht zu großen Teilen aus Gehen, Stehen und Warten, oft acht Stunden lang in derselben Filiale. Konzentration über lange Zeit fällt vielen schwer, und es gibt Tage ohne einen einzigen Vorfall. Die Festnahmen selbst sind der belastende Teil: Ertappte reagieren mit Ausreden, Tränen, Beschimpfungen oder Gewalt, bei organisierten Banden auch mit Flucht und Angriffen. Ruhiges Auftreten und sichere Rechtskenntnis sind wichtiger als Körperkraft, denn wer zu weit geht, macht sich selbst strafbar. Gearbeitet wird zu den Öffnungszeiten, also auch abends und samstags, oft in wechselnden Filialen. Die Bezahlung ist gemessen an der Verantwortung bescheiden, und befristete Einsätze je nach Auftragslage sind verbreitet.

Aussichten

Der Einzelhandel meldet seit Jahren hohe Verluste durch Diebstahl, und die Zahl der angezeigten Ladendiebstähle ist zuletzt gestiegen. Sicherheitsfirmen suchen deshalb laufend Personal, wobei Videotechnik und elektronische Warensicherung einen Teil der Arbeit ersetzen. Mit Erfahrung sind Aufgaben als Revierleitung, Einsatzleitung oder als Fachkraft für Inventurverlustprävention bei einer Handelskette möglich. Über die Weiterbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft und später zum Meister für Schutz und Sicherheit öffnen sich Wege in Führung und Planung innerhalb der Sicherheitsbranche.

Aufgaben

  • Verkaufsräume in ziviler Kleidung unauffällig beobachten
  • Videoanlagen überwachen und Aufzeichnungen auswerten
  • Tatverdächtige nach der Kasse ansprechen und vorläufig festnehmen
  • Personalien feststellen und die Polizei hinzuziehen
  • Vorfälle protokollieren und Strafanzeigen vorbereiten
  • Hausverbote aussprechen und dokumentieren
  • Schwachstellen bei Warenpräsentation und Sicherungstechnik melden
  • Als Zeuge vor Gericht aussagen

Voraussetzungen

  • Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK
  • Einwandfreies Führungszeugnis und Eintrag im Bewacherregister
  • Sichere Kenntnis von Festnahme-, Notwehr- und Datenschutzrecht
  • Ruhiges, deeskalierendes Auftreten in Konfliktsituationen
  • Ausdauer für langes Gehen und Stehen sowie hohe Aufmerksamkeit
  • Gute Deutschkenntnisse für Gespräche, Protokolle und Aussagen

Wo man arbeitet

  • Private Sicherheitsdienstleister
  • Kaufhäuser und Warenhäuser
  • Supermärkte und Drogerieketten
  • Bau- und Elektronikfachmärkte
  • Einkaufszentren
  • Verlustpräventionsabteilungen von Handelsketten

Der Weg in den Beruf

Üblich ist der Quereinstieg mit der IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung, auf die ein mehrwöchiger Kurs vorbereitet. Alternativ führt die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit in den Beruf.

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