Sicherheitsmitarbeiter bewaffneter Objektschutz
Sicherheitsmitarbeiter im bewaffneten Objektschutz bewachen mit Schusswaffe besonders gefährdete Anlagen wie Bundeswehrliegenschaften, kerntechnische Einrichtungen oder Behördengebäude. Sie kontrollieren Zugänge, gehen Streife und greifen bei Zwischenfällen nach klaren Dienstanweisungen ein.
15 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sicherheitsmitarbeiter bewaffneter Objektschutz verdient
3.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 4.300 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.900 € | 3.200 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.100 € | 3.500 € | 37.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € |
Die Bezahlung richtet sich nach den Lohntarifverträgen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe, die der BDSW mit ver.di für jedes Bundesland einzeln abschließt; bewaffnete Tätigkeiten und Einsätze in militärischen oder kerntechnischen Objekten sind dort in höheren Lohngruppen eingestuft. Das tatsächliche Monatseinkommen hängt stark von der Zahl der Stunden und den Zuschlägen für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit ab, die in diesen Werten nicht enthalten sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter im bewaffneten Objektschutz?
Die Arbeit findet dort statt, wo der Gesetzgeber oder der Auftraggeber eine bewaffnete Bewachung verlangt: auf Kasernengeländen und Munitionsdepots der Bundeswehr, in Kernkraftwerken und Zwischenlagern, bei Bundesbehörden oder in Einrichtungen mit hohem Sachwert. Ein großer Teil des Dienstes besteht aus Zugangskontrolle. Ausweise und Fahrzeuge werden geprüft, Besucher registriert, Lieferungen kontrolliert. Dazu kommen Streifengänge entlang von Zäunen und Gebäuden, die Überwachung von Kameras und Alarmanlagen in der Leitstelle sowie das Führen von Wachbüchern und Meldungen. Die Schusswaffe gehört zur Ausrüstung, wird im Alltag aber fast nie eingesetzt. Ihr Gebrauch ist rechtlich eng auf Notwehr und Nothilfe begrenzt. Viel häufiger geht es um Routine, Aufmerksamkeit über viele Stunden und den richtigen Ablauf, wenn ein Alarm ausgelöst wird oder sich jemand unbefugt nähert.
Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter im bewaffneten Objektschutz?
Grundlage ist die Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung vor der Industrie- und Handelskammer. Für den bewaffneten Dienst kommt die waffenrechtliche Sachkunde hinzu, außerdem eine Zuverlässigkeitsprüfung durch die Behörden und eine Eintragung im Bewacherregister. Wer in militärischen oder kerntechnischen Anlagen arbeitet, durchläuft zusätzlich eine Sicherheitsüberprüfung, die mehrere Monate dauern kann. Viele Arbeitgeber bilden die Sachkunde selbst aus oder bezahlen die Lehrgänge, sodass ein Quereinstieg möglich ist, etwa nach der Zeit bei der Bundeswehr oder aus anderen Berufen. Wer langfristig im Sicherheitsgewerbe bleiben will, kann die Weiterbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft machen oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolvieren. Regelmäßiges Schießtraining und Wiederholungsschulungen sind Pflicht.
Was der Beruf verlangt
Der Dienst läuft rund um die Uhr, also im Schichtbetrieb mit Nächten, Wochenenden und Feiertagen. Schichten von zwölf Stunden sind in vielen Objekten üblich, die monatliche Stundenzahl liegt oft über einer gewöhnlichen Vollzeitstelle. Lange Phasen, in denen nichts passiert, machen die Arbeit schwer: Wer acht Stunden nachts am Tor steht, muss trotzdem wachsam bleiben. Streifengänge finden bei jedem Wetter statt. Der Umgang mit einer Waffe verlangt psychische Stabilität und die Fähigkeit, in Stresslagen ruhig und rechtlich korrekt zu handeln. Wer vorbestraft ist, Schulden hat oder gesundheitliche Einschränkungen beim Sehen oder Hören mitbringt, wird die Zuverlässigkeits- und Eignungsprüfung oft nicht bestehen. Das soziale Ansehen des Berufs ist überschaubar, und der Druck durch Auftraggeber und knapp kalkulierte Verträge ist im Alltag spürbar.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil bis steigend. Die Bundeswehr vergibt die Bewachung vieler Liegenschaften an private Firmen, und die veränderte Sicherheitslage hat den Bedarf an Schutz kritischer Infrastruktur erhöht. Die Branche sucht dauerhaft Personal, auch weil viele Beschäftigte wegen der Arbeitszeiten wieder aussteigen. Mit Erfahrung sind Aufstiege zum Schichtführer, Wachleiter oder Objektleiter möglich. Über die Meisterprüfung für Schutz und Sicherheit oder ein Studium im Sicherheitsmanagement führt der Weg ins Management von Sicherheitsunternehmen. Manche wechseln später in den Werkschutz großer Industriebetriebe oder in Sicherheitsabteilungen von Behörden.
Aufgaben
- Ausweise, Personen und Fahrzeuge an der Zufahrt kontrollieren
- Streifengänge an Zäunen, Toren und Gebäuden durchführen
- Videoüberwachung und Alarmanlagen in der Leitstelle beobachten
- Bei Alarm oder verdächtigen Vorkommnissen nach Dienstanweisung reagieren
- Wachbuch führen und Meldungen an Auftraggeber oder Polizei schreiben
- Waffe und Ausrüstung übernehmen, prüfen und sicher verwahren
- Am regelmäßigen Schießtraining und an Schulungen teilnehmen
Voraussetzungen
- Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung
- Waffenrechtliche Sachkunde sowie Zuverlässigkeits- und Eignungsprüfung
- Je nach Objekt bestandene Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz
- Einwandfreies Führungszeugnis und geordnete finanzielle Verhältnisse
- Mindestalter von 21 Jahren bei den meisten Arbeitgebern
- Gute körperliche Verfassung, ausreichendes Seh- und Hörvermögen
- Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Zwölfstundenschichten
Wo man arbeitet
- Private Sicherheitsunternehmen mit Bewachungsaufträgen
- Liegenschaften der Bundeswehr
- Kernkraftwerke und kerntechnische Zwischenlager
- Bundes- und Landesbehörden
- Anlagen der kritischen Infrastruktur wie Energie- und Wasserversorger
Der Weg in den Beruf
Der übliche Einstieg führt über die Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK und die waffenrechtliche Sachkunde, was mit Vorbereitungslehrgang einige Wochen dauert und oft vom Arbeitgeber organisiert wird. Für militärische und kerntechnische Objekte kommt eine mehrmonatige Sicherheitsüberprüfung hinzu. Wer sich weiter qualifizieren will, kann die Prüfung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft ablegen oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit machen.
Offene Stellen als Sicherheitsmitarbeiter bewaffneter Objektschutz
In der Suche fortsetzenSicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz - 18,65€/h - 18,84€/h
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz | §34a | 17,99 €/Std.
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – 19,50 €/h
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – bis 4.200 € brutto/Monat
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – bis 4.800 € brutto/Monat
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – 19,24 €/h
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – 19,24 €/h
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – 19,60€/h
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – bis 4.200 € brutto/Monat
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – bis 4.200 € brutto/Monat
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – bis 4.200 € brutto/Monat
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – bis 4.200 € brutto/Monat
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) bewaffneter Objektschutz – bis 4.200 € brutto/Monat
Verwandte Berufe
Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Fachkräfte für Schutz und Sicherheit schützen Gebäude, Betriebsgelände, Veranstaltungen und Menschen vor Gefahren wie Diebstahl, Brand oder Übergriffen. Sie planen Sicherheitsmaßnahmen, führen Kontrollen durch und greifen im Ernstfall ein.
- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.500 €
Passend dazu im Ratgeber
- Bewerbung über Bewerberportale: was dort anders läuft Große Arbeitgeber nehmen Bewerbungen über ein eigenes Portal an, nicht per E-Mail. Was die...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...
- Scheine und Nachweise: was Stellenanzeigen wirklich verlangen In Handwerk, Service, Bau und Logistik entscheidet oft nicht der Abschluss, sondern ein Sc...