Sicherheitsmitarbeiter / Diensthundeführer
Sicherheitsmitarbeiter mit Diensthund bewachen Gelände, Baustellen, Industrieanlagen und Veranstaltungen gemeinsam mit einem ausgebildeten Schutzhund. Sie gehen Streife, kontrollieren Zugänge und halten den Hund einsatzfähig.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sicherheitsmitarbeiter / Diensthundeführer verdient
2.750 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 3.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.550 € | 2.850 € | 30.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.450 € | 2.750 € | 3.100 € | 33.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.700 € | 3.100 € | 3.600 € | 37.200 € |
Die Löhne richten sich nach den regionalen Entgelttarifverträgen zwischen dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und ver.di, die sich je nach Bundesland und Einsatzart deutlich unterscheiden. Das tatsächliche Einkommen hängt stark von der Zahl der geleisteten Stunden, Nacht- und Feiertagszuschlägen sowie der Hundezulage ab, die in den genannten Werten nicht enthalten sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter mit Diensthund?
Diensthundeführer in der privaten Sicherheitswirtschaft arbeiten dort, wo große oder unübersichtliche Flächen bewacht werden müssen: auf Industriegeländen, Baustellen, Logistikhöfen, in Asylunterkünften, auf Bahnanlagen oder bei Großveranstaltungen. Ein großer Teil der Schicht besteht aus Streifengängen mit dem Hund, oft nachts und bei jedem Wetter. Dabei werden Zäune, Tore, Fenster und Fahrzeuge kontrolliert, Auffälligkeiten dokumentiert und über Funk an die Leitstelle gemeldet. Der Hund wirkt vor allem abschreckend und erkennt Personen früher, als der Mensch es könnte. Kommt es zu einem Vorfall, gilt es, die Lage einzuschätzen, Personen anzusprechen, die Polizei zu rufen und bis zu deren Eintreffen zu sichern. Der Einsatz des Hundes als Zwangsmittel ist nur im engen Rahmen der Jedermannsrechte, also Notwehr und Nothilfe, erlaubt. Zum Alltag gehören außerdem Wachbuch, Schichtberichte und die tägliche Versorgung, Pflege und Übung des Hundes.
Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter mit Diensthund?
Grundlage ist die Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung vor der IHK, die für Streifendienste im öffentlichen Raum, in Unterkünften und bei Veranstaltungen vorgeschrieben ist. Dazu kommen ein einwandfreies Führungszeugnis und eine Zuverlässigkeitsprüfung durch die Behörde. Wer mehr will, absolviert die Fortbildung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Für die Arbeit mit Hund ist zusätzlich eine Diensthundeführerprüfung nötig, die von Fachverbänden, Hundeschulen oder Sicherheitsunternehmen abgenommen wird und sich an der DIN 77200 orientiert. Der Hund muss eine Wesens- und Leistungsprüfung bestehen; je nach Bundesland sind Sachkundenachweise nach dem Landeshundegesetz erforderlich. Häufig bringen Diensthundeführer ihren eigenen Hund mit, der bei ihnen lebt. Quereinsteiger aus Hundesport, Bundeswehr oder Polizei sind verbreitet.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit läuft überwiegend im Schichtdienst, mit Nächten, Wochenenden und Feiertagen. Zwölf-Stunden-Schichten und Monate mit deutlich mehr als 170 Stunden sind in der Branche üblich, auch weil das Grundgehalt allein knapp ist. Viele Stunden verbringt man allein auf einem dunklen Gelände, was Aufmerksamkeit über lange, ereignislose Phasen erfordert. Konflikte mit Eindringlingen oder aggressiven Personen kommen vor und können gefährlich werden. Der Hund bedeutet Verantwortung rund um die Uhr: Er muss auch an freien Tagen gefordert, trainiert und betreut werden, Tierarzt- und Futterkosten werden nur teilweise über eine Hundezulage ausgeglichen. Wer einen Hund nicht dauerhaft im eigenen Haushalt halten kann, wird mit dem Beruf kaum glücklich. Körperliche Fitness, Ruhe in Stresssituationen und ein sicheres Auftreten sind nötig.
Aussichten
Sicherheitspersonal wird bundesweit gesucht, und Diensthundeführer sind für Objekte mit großer Fläche gefragt, weil ein Team aus Mensch und Hund mehrere Wachleute ersetzen kann. Gleichzeitig drücken Kameratechnik und Drohnen auf den Bedarf an reinen Streifendiensten. Aufträge werden oft über den Preis vergeben, was Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen ausübt. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen als Schicht- oder Objektleiter, als Ausbilder für Diensthundeteams oder über die Fortbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit. Spezialisierungen wie Sprengstoff- oder Rauschgiftspürhunde werden besser bezahlt, erfordern aber lange Ausbildung.
Aufgaben
- Streifengänge mit dem Diensthund auf dem bewachten Gelände durchführen
- Zäune, Tore, Türen und abgestellte Fahrzeuge kontrollieren
- Zugänge überwachen und Ausweise prüfen
- Vorfälle über Funk an die Leitstelle melden und die Polizei alarmieren
- Wachbuch und Schichtberichte führen
- Hund füttern, pflegen und täglich trainieren
- Regelmäßige Leistungsüberprüfungen mit dem Hund ablegen
Voraussetzungen
- Sachkundeprüfung nach § 34a GewO vor der IHK
- Einwandfreies Führungszeugnis und behördliche Zuverlässigkeitsprüfung
- Diensthundeführerprüfung und ein geprüfter, geeigneter Hund
- Möglichkeit, den Hund dauerhaft im eigenen Haushalt zu halten
- Körperliche Fitness und Bereitschaft zu Nacht- und Wochenenddiensten
- Führerschein Klasse B, meist mit eigenem Fahrzeug für den Hundetransport
- Gute Deutschkenntnisse und ruhiges, bestimmtes Auftreten
Wo man arbeitet
- Private Sicherheitsunternehmen
- Industrie- und Chemieparks
- Baustellen und Logistikzentren
- Unterkünfte für Geflüchtete
- Bahn- und Hafenanlagen
- Veranstaltungsgelände
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, für die Vorbereitungskurse von etwa zwei bis vier Wochen angeboten werden, ergänzt um eine Diensthundeführerprüfung mit geprüftem Hund. Wer sich breiter aufstellen will, macht die Fortbildung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (IHK) oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit.
Offene Stellen als Sicherheitsmitarbeiter / Diensthundeführer
In der Suche fortsetzenSicherheitsmitarbeiter / Diensthundeführer (m/w/d) – 18,39 €/h – 19,49 €/h
Sicherheitsmitarbeiter / Diensthundeführer (m/w/d) – 17,18 €/h – 19,04 €/h
Verwandte Berufe
Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Fachkräfte für Schutz und Sicherheit schützen Gebäude, Betriebsgelände, Veranstaltungen und Menschen vor Gefahren wie Diebstahl, Brand oder Übergriffen. Sie planen Sicherheitsmaßnahmen, führen Kontrollen durch und greifen im Ernstfall ein.
- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.500 €
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