Sicherheitsmitarbeiter Eingangskontrollen
Sicherheitsmitarbeiter an Eingangskontrollen prüfen Personen, Ausweise und Gepäck am Zugang zu Veranstaltungen, Gebäuden und Betriebsgeländen. Sie setzen Hausordnungen durch und verhindern, dass verbotene Gegenstände oder unbefugte Personen hineingelangen.
14 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sicherheitsmitarbeiter Eingangskontrollen verdient
2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.450 € | 2.750 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.700 € | 3.000 € | 32.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 3.800 € | 38.400 € |
Maßgeblich sind die regionalen Entgelttarifverträge zwischen dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und ver.di, deren Stundenlöhne sich je nach Bundesland und Qualifikationsstufe deutlich unterscheiden; mit Sachkundeprüfung liegt die Eingruppierung höher. Spürbar mehr bringen Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge sowie viele Arbeitsstunden, während Aushilfsjobs im Veranstaltungsbereich oft nahe am Mindestlohn bezahlt werden.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter an Eingangskontrollen?
Sicherheitsmitarbeiter an Eingangskontrollen stehen dort, wo Menschen ein Gelände oder Gebäude betreten: am Stadiontor, am Einlass eines Konzerts oder Clubs, im Foyer eines Gerichts, Rathauses oder Unternehmens. Sie kontrollieren Eintrittskarten, Ausweise und Besucherausweise, tasten Personen ab, durchsuchen Taschen oder bedienen Metalldetektoren und Durchleuchtungsgeräte. Verbotene Gegenstände wie Glasflaschen, Messer oder Pyrotechnik werden abgenommen oder der Zutritt verweigert. Bei Firmen und Behörden gehört das Ausstellen von Besucherausweisen, das Führen von Besucherlisten und das Melden von Auffälligkeiten an die Einsatzleitung dazu. Ein großer Teil der Arbeit ist Kommunikation: Menschen den Ablauf erklären, Diskussionen über verweigerten Einlass führen, Betrunkene oder aggressive Personen abweisen, ohne die Lage eskalieren zu lassen. Körperliche Gewalt ist nur im Rahmen von Notwehr und Jedermannsrechten erlaubt, ansonsten wird die Polizei gerufen.
Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter an Eingangskontrollen?
Der übliche Einstieg ist die Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK, ein Kurs von 40 Unterrichtsstunden ohne Prüfung, der Grundlagen in Recht, Umgang mit Menschen und Unfallverhütung vermittelt. Für den Einlass bei Diskotheken, für leitende Funktionen bei Großveranstaltungen und für einige andere Bereiche ist die anspruchsvollere Sachkundeprüfung nach § 34a vorgeschrieben. Zusätzlich prüft die zuständige Behörde die Zuverlässigkeit, verlangt ein Führungszeugnis und trägt die Person ins Bewacherregister ein. Der Beruf steht damit Quereinsteigern ohne Berufsausbildung offen. Wer sich festlegen will, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolvieren. Später ist die Fortbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft bei der IHK möglich.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet oft stehend statt, über Stunden, bei Veranstaltungen auch draußen bei Regen, Kälte oder Hitze. Schichten von zehn bis zwölf Stunden sind verbreitet, Einsätze liegen häufig abends, nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Im Veranstaltungsbereich wechseln die Einsatzorte, die Planung ist kurzfristig, viele Stellen sind befristet oder als Aushilfe ausgeschrieben. Der Ton am Einlass kann rau sein: Beleidigungen, Drängeln und gelegentlich Angriffe gehören zur Realität, vor allem bei Fußballspielen und im Nachtleben. Gefragt sind Ruhe, Durchsetzungsvermögen ohne Härte und die Fähigkeit, auch in der hundertsten gleichförmigen Taschenkontrolle aufmerksam zu bleiben. Bei Behörden und Unternehmen ist der Dienst ruhiger, dafür eintöniger. Die Bezahlung liegt in der Grundstufe nur wenig über dem gesetzlichen Mindestlohn.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Großveranstaltungen, Stadien, öffentliche Gebäude und Unternehmen haben ihre Sicherheitsanforderungen in den vergangenen Jahren erhöht, gleichzeitig suchen viele Sicherheitsdienste dauerhaft Personal. Ein Arbeitsplatz ist daher meist schnell gefunden, die Fluktuation ist allerdings ebenfalls hoch. Wer die Sachkundeprüfung ablegt, Erfahrung sammelt und zuverlässig arbeitet, kann zum Schichtführer, Einsatzleiter bei Veranstaltungen oder Objektleiter aufsteigen. Weitere Wege führen in besser bezahlte Bereiche wie Werkschutz, Kontrollen an Flughäfen nach Zusatzschulung oder den Geld- und Werttransport.
Aufgaben
- Eintrittskarten, Ausweise und Zugangsberechtigungen prüfen
- Personen abtasten und Taschen durchsuchen
- Metalldetektoren und Gepäckdurchleuchtung bedienen
- Verbotene Gegenstände abnehmen oder den Zutritt verweigern
- Besucherausweise ausstellen und Besucherlisten führen
- Konflikte am Einlass deeskalieren und bei Bedarf die Polizei verständigen
- Vorfälle dokumentieren und an die Einsatzleitung melden
Voraussetzungen
- Unterrichtungsnachweis nach § 34a GewO, für manche Einsätze Sachkundeprüfung
- Einwandfreies Führungszeugnis und behördliche Zuverlässigkeitsprüfung
- Gute Deutschkenntnisse für Gespräche und Berichte
- Ruhiges Auftreten und Fähigkeit zur Deeskalation
- Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Einsätze im Freien
- Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
Wo man arbeitet
- Private Sicherheitsdienstleister
- Stadien und Veranstaltungsstätten
- Clubs und Diskotheken
- Gerichte, Behörden und Rathäuser
- Unternehmen und Industriebetriebe
- Messen und Kongresszentren
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg ist die 40-stündige Unterrichtung nach § 34a GewO bei der IHK, für einige Einsatzbereiche die Sachkundeprüfung nach § 34a, die meist nach einem mehrwöchigen Vorbereitungskurs abgelegt wird. Alternativ gibt es die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit IHK-Abschluss.
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- 7
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.500 €
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