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Sicherheitsmitarbeiter GSSK

Sicherheitsmitarbeiter mit dem IHK-Abschluss Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK) bewachen Gebäude, Betriebsgelände und Veranstaltungen, kontrollieren Zugänge und greifen bei Störungen, Diebstahl oder Notfällen ein.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sicherheitsmitarbeiter GSSK verdient

2.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 4.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.300 € 4.000 € 39.600 €

Die Bezahlung richtet sich meist nach den regionalen Lohntarifverträgen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe zwischen BDSW und ver.di, die je nach Bundesland und Einsatzbereich unterschiedliche Stundenlöhne festlegen. Spürbar mehr gibt es in der Luftsicherheit und im Werkschutz großer Industriebetriebe, das tatsächliche Einkommen hängt zudem stark von Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschlägen ab.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter GSSK?

Sicherheitsmitarbeiter mit GSSK-Abschluss arbeiten im privaten Sicherheitsgewerbe und schützen Personen, Gebäude und Sachwerte im Auftrag von Kunden. Je nach Einsatzort sitzen sie am Empfang oder an der Pforte eines Unternehmens, prüfen Ausweise, geben Besucherkarten aus und führen Besucherbücher. Im Objektschutz laufen sie Kontrollgänge über Firmengelände, prüfen Türen, Fenster und Zäune und dokumentieren Auffälligkeiten im Wachbuch. In Leitstellen überwachen sie Videobilder und Alarmanlagen. Bei Konzerten, Messen oder Fußballspielen übernehmen sie Einlasskontrollen, durchsuchen Taschen und lenken Besucherströme. Im Revierdienst fahren sie nachts mehrere Objekte nacheinander an. Kommt es zu einem Brandalarm, einem Einbruch oder einem medizinischen Notfall, leisten sie Erste Hilfe, alarmieren Feuerwehr oder Polizei und sichern den Ort, bis diese eintreffen. Gegenüber der Polizei haben sie keine hoheitlichen Befugnisse, sondern nur die sogenannten Jedermannsrechte wie Notwehr und vorläufige Festnahme.

Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter GSSK?

Die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft ist eine bundesweit geregelte Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Formale Zulassungsvoraussetzungen gibt es nicht, die meisten Teilnehmenden besuchen aber einen Vorbereitungslehrgang, der in Vollzeit etwa drei bis sechs Monate dauert und häufig von der Arbeitsagentur über einen Bildungsgutschein gefördert wird. Inhalte sind Recht, Unfallverhütung, Umgang mit Menschen, Sicherheitstechnik und Deeskalation. Die Prüfung besteht aus schriftlichen Teilen und einer mündlichen Prüfung. Der Abschluss geht deutlich über die Sachkundeprüfung nach Paragraf 34a Gewerbeordnung hinaus und ersetzt sie. Für den Einsatz verlangt das Gesetz außerdem eine Zuverlässigkeitsprüfung durch die Behörde und die Eintragung ins Bewacherregister. Der Beruf eignet sich gut für Quereinsteiger, auch aus Bundeswehr, Handwerk oder Gastronomie.

Was der Beruf verlangt

Sicherheitsdienste arbeiten rund um die Uhr, an Wochenenden und Feiertagen. Nachtschichten und Schichten von zehn oder zwölf Stunden sind üblich, ebenso kurzfristige Dienstplanänderungen. Viele Stunden bestehen aus Warten und Beobachten, was Konzentration verlangt und auf Dauer ermüdet. Streifendienste führen bei jedem Wetter nach draußen, Pfortendienste bedeuten langes Sitzen oder Stehen. Bei Veranstaltungen oder in Bahnhöfen und Einkaufszentren kommt es zu Konflikten mit aggressiven oder betrunkenen Menschen, gelegentlich auch zu körperlichen Auseinandersetzungen. Wer hier arbeitet, braucht Ruhe, klare Sprache und die Fähigkeit, Situationen zu entschärfen, bevor sie eskalieren. Häufig wird allein gearbeitet. Die Bezahlung liegt trotz Tarifbindung im unteren Bereich, viele Beschäftigte erreichen ein auskömmliches Einkommen nur über Zuschläge und Überstunden.

Aussichten

Die Nachfrage nach Sicherheitspersonal ist hoch und steigt seit Jahren, etwa durch Schutz kritischer Infrastruktur, Flüchtlingsunterkünfte, Veranstaltungen und den Einzelhandel. Viele Unternehmen suchen dringend Personal, die Fluktuation ist allerdings ebenfalls hoch. Mit dem GSSK-Abschluss sind Stellen mit mehr Verantwortung erreichbar als mit der reinen Sachkundeprüfung, etwa als Schichtführer oder im Werkschutz von Industriebetrieben. Weitere Wege führen über Zusatzqualifikationen in die Luftsicherheit, in Leitstellen oder in den Personenschutz. Wer später die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit nachholt oder den Meister für Schutz und Sicherheit ablegt, kann Objektleitungen und Einsatzplanung übernehmen.

Aufgaben

  • Zugänge kontrollieren und Besucherausweise ausgeben
  • Kontrollgänge über Gelände und durch Gebäude laufen
  • Alarmanlagen und Videoüberwachung in der Leitstelle beobachten
  • Einlass- und Taschenkontrollen bei Veranstaltungen durchführen
  • Konflikte mit Besuchern deeskalieren und Hausrecht durchsetzen
  • Bei Notfällen Erste Hilfe leisten und Rettungskräfte alarmieren
  • Vorkommnisse im Wachbuch und in Berichten dokumentieren

Voraussetzungen

  • Bestandene IHK-Prüfung Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft
  • Zuverlässigkeitsprüfung und Eintrag im Bewacherregister
  • Einwandfreies Führungszeugnis
  • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • Belastbarkeit für Nacht- und Wochenendschichten
  • Ruhiges Auftreten und Fähigkeit zur Deeskalation
  • Führerschein Klasse B für den Revierdienst oft erwünscht

Wo man arbeitet

  • Private Sicherheitsdienstleister
  • Werkschutz von Industriebetrieben
  • Veranstaltungsorte und Messen
  • Einkaufszentren und Bahnhöfe
  • Notruf- und Serviceleitstellen
  • Behörden und Unterkünfte im Auftrag öffentlicher Stellen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Vorbereitungslehrgang von drei bis sechs Monaten, oft gefördert über einen Bildungsgutschein, mit anschließender Prüfung vor der IHK zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft. Formale Zugangsvoraussetzungen gibt es nicht, für die Arbeit sind aber eine behördliche Zuverlässigkeitsprüfung und der Eintrag ins Bewacherregister nötig.

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