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Sicherheitsmitarbeiter / Hundeführer

Sicherheitsmitarbeiter mit Hund bewachen Gelände, Gebäude und Veranstaltungen gemeinsam mit einem ausgebildeten Diensthund. Sie gehen Streife, kontrollieren Zugänge und greifen bei Einbruch, Diebstahl oder Störungen ein.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sicherheitsmitarbeiter / Hundeführer verdient

2.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 3.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.550 € 2.850 € 30.600 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 3.800 € 38.400 €

Die Bezahlung richtet sich meist nach den regionalen Lohntarifverträgen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe zwischen BDSW und ver.di, deren Stundenlöhne je Bundesland und Einsatzart unterschiedlich ausfallen. Das tatsächliche Einkommen hängt stark von den geleisteten Stunden, Nacht- und Feiertagszuschlägen sowie einer Hundezulage für den Einsatz des eigenen Hundes ab.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter / Hundeführer?

Sicherheitsmitarbeiter mit Hund sind dort im Einsatz, wo große oder unübersichtliche Flächen geschützt werden müssen: Industrieanlagen, Logistikzentren, Baustellen, Kasernen, Solarparks oder Lagerplätze. Der größte Teil der Arbeit besteht aus Streifengängen, oft nachts und bei jedem Wetter. Dabei prüfen sie Zäune, Tore, Fenster und Türen, achten auf Spuren von Einbruch und melden Schäden oder Gefahren wie offene Leitungen oder Brandgeruch. Der Hund nimmt Geräusche und Gerüche früher wahr als der Mensch und wirkt abschreckend, was viele Einbrüche schon im Ansatz verhindert. Treffen sie auf Unbefugte, sprechen sie diese an, halten sie im Rahmen der Jedermannrechte fest und rufen die Polizei. Jeder Rundgang und jedes Ereignis wird im Wachbuch oder in einer App dokumentiert. Hinzu kommt die tägliche Versorgung des Hundes: füttern, bewegen, pflegen, trainieren und auf seine Gesundheit achten.

Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter / Hundeführer?

Gesetzliche Mindestvoraussetzung für die Arbeit im Bewachungsgewerbe ist die Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK, ein Kurs von 40 Unterrichtsstunden. Für viele Aufträge verlangen Arbeitgeber die anspruchsvollere Sachkundeprüfung nach § 34a. Außerdem prüft die Behörde die Zuverlässigkeit über das Bewacherregister, wozu ein einwandfreies Führungszeugnis gehört. Für den Einsatz mit Hund kommt eine Ausbildung zum Diensthundeführer hinzu, die meist bei spezialisierten Hundeschulen oder Verbänden stattfindet und mit einer Prüfung des Mensch-Hund-Teams endet. Teils wird mit eigenem Hund gearbeitet, teils stellt der Betrieb das Tier. Wer tiefer einsteigen will, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit machen. Quereinsteiger mit Hundeerfahrung, etwa aus dem Hundesport oder der Bundeswehr, sind verbreitet.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit läuft fast immer im Schichtdienst, mit vielen Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten. Schichten von zwölf Stunden sind in der Branche üblich, ebenso Monatsarbeitszeiten deutlich über einer normalen Vollzeitstelle. Lange Strecken zu Fuß, Kälte, Regen und Hitze gehören dazu. Viele Stunden verlaufen ereignislos, was Aufmerksamkeit über lange Zeit verlangt. Im Ernstfall kann es zu Konfrontationen mit Einbrechern oder aggressiven Personen kommen, wobei ruhiges, rechtssicheres Handeln gefragt ist. Der Hund bedeutet zusätzliche Verantwortung auch außerhalb der Dienstzeit, denn er lebt häufig im Haushalt des Hundeführers. Das schränkt Urlaub und Freizeit ein und kostet Zeit für Training. Die Bezahlung liegt eher im unteren Bereich, viele erreichen ein ordentliches Einkommen nur über Zuschläge und Überstunden.

Aussichten

Sicherheitsdienste suchen bundesweit Personal, und gut ausgebildete Hundeführer sind besonders gefragt, weil Versicherer und Auftraggeber für bestimmte Objekte Hundestreifen verlangen. Kameras und Sensorik ersetzen Streifen teilweise, doch für schnelle Reaktion vor Ort bleiben Teams mit Hund im Einsatz. Mit Erfahrung ist der Aufstieg zum Schichtführer oder Objektleiter möglich. Die Weiterbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft oder zum Meister für Schutz und Sicherheit öffnet Wege in die Einsatzleitung. Manche spezialisieren sich auf Sprengstoff- oder Rauschgiftspürhunde oder machen sich als Hundeausbilder selbstständig.

Aufgaben

  • Streifengänge auf Firmen- und Baustellengeländen mit Diensthund durchführen
  • Zäune, Tore, Türen und Fenster auf Beschädigungen und Einbruchsspuren kontrollieren
  • Unbefugte Personen ansprechen, festhalten und der Polizei übergeben
  • Alarme der Gefahrenmeldeanlage vor Ort überprüfen
  • Ereignisse und Rundgänge im Wachbuch oder per App dokumentieren
  • Zugänge und Fahrzeuge an Einfahrten kontrollieren
  • Hund füttern, pflegen, bewegen und regelmäßig trainieren

Voraussetzungen

  • Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung
  • Einwandfreies Führungszeugnis und Zuverlässigkeitsprüfung über das Bewacherregister
  • Ausbildung und Prüfung als Diensthundeführer mit geeignetem Hund
  • Gute körperliche Verfassung für lange Fußstreifen bei jedem Wetter
  • Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Zwölfstundenschichten
  • Ruhiges Auftreten in Konfliktsituationen und gute Deutschkenntnisse
  • Häufig Führerschein Klasse B für Revierfahrten

Wo man arbeitet

  • Private Sicherheits- und Bewachungsunternehmen
  • Industrie- und Chemieanlagen
  • Logistikzentren und Lagerflächen
  • Baustellen und Solarparks
  • Bundeswehr-Liegenschaften und Behördengelände
  • Großveranstaltungen und Unterkünfte

Der Weg in den Beruf

Der übliche Einstieg führt über die 40-stündige Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK, ergänzt durch eine mehrwöchige Diensthundeführerausbildung mit Teamprüfung. Alternativ gibt es die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit, nach der die Hundeführerqualifikation zusätzlich erworben wird.

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