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Sicherheitsmitarbeiter museale Dienste

Sicherheitsmitarbeiter in musealen Diensten bewachen Ausstellungen, Exponate und Besucher in Museen, Galerien und Ausstellungshäusern. Sie beaufsichtigen die Säle, achten auf Hausordnung und Brandschutz und reagieren bei Zwischenfällen.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sicherheitsmitarbeiter museale Dienste verdient

2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.900 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.450 € 2.800 € 29.400 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.100 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 3.900 € 38.400 €

Entscheidend ist, ob das Museum selbst anstellt und nach TVöD oder TV-L bezahlt, was meist deutlich mehr bringt, oder ob ein privater Dienstleister nach den regionalen Entgelttarifverträgen des Bewachungsgewerbes (BDSW mit ver.di) einsetzt. Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit erhöhen das tatsächliche Einkommen spürbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter in musealen Diensten?

Die Arbeit besteht zum größten Teil aus Aufsicht. Sicherheitsmitarbeiter stehen oder gehen in den Ausstellungsräumen, behalten Besucher und Exponate im Blick und greifen ein, wenn jemand ein Gemälde berührt, zu nah an eine Vitrine tritt, mit Blitz fotografiert oder Getränke in den Saal bringt. Sie beantworten Fragen nach Wegen, Toiletten und Garderobe, kontrollieren Taschen am Eingang und achten darauf, dass Fluchtwege frei bleiben. Vor Öffnung und nach Schließung gehen sie Kontrollrundgänge, prüfen Fenster, Türen und Alarmanlagen und schließen das Haus ab. In größeren Häusern sitzen sie zeitweise in der Sicherheitszentrale, überwachen Kamerabilder und Meldeanlagen und koordinieren Einsätze per Funk. Bei Alarm, medizinischen Notfällen oder Diebstahlsverdacht leisten sie Erste Hilfe, sichern den Bereich, verständigen Polizei oder Rettungsdienst und schreiben einen Bericht. Bei Sonderausstellungen, Abendveranstaltungen und Kunsttransporten kommen zusätzliche Aufgaben wie Zugangskontrollen oder die Begleitung von Leihgaben hinzu.

Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter in musealen Diensten?

Eine bestimmte Berufsausbildung ist nicht vorgeschrieben. Wer bei einem privaten Sicherheitsdienst arbeitet, braucht die Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK, die rund 40 Unterrichtsstunden umfasst und mit einer Teilnahmebescheinigung endet. Dazu kommen eine Zuverlässigkeitsprüfung, ein einwandfreies Führungszeugnis und die Eintragung ins Bewacherregister. Viele Arbeitgeber verlangen zusätzlich die Sachkundeprüfung nach § 34a, die mehr Rechtskenntnisse abfragt. Museen, die ihr Aufsichtspersonal selbst anstellen, setzen oft keine Sicherheitsqualifikation voraus, sondern schulen intern. Wer sich beruflich festlegen will, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit machen. Der Beruf eignet sich gut für Quereinsteiger, auch für Menschen, die nach einer Familienphase oder aus einem anderen Beruf wechseln.

Was der Beruf verlangt

Die Belastung ist eher eintönig als hektisch. Stundenlanges Stehen oder langsames Gehen auf hartem Boden ermüdet Beine und Rücken, und an ruhigen Tagen fällt es schwer, aufmerksam zu bleiben. Gleichzeitig muss im entscheidenden Moment schnell und ruhig reagiert werden. Der Umgang mit Besuchern verlangt Freundlichkeit und Bestimmtheit, denn nicht jeder nimmt einen Hinweis gelassen hin. Gearbeitet wird an Wochenenden und Feiertagen, weil Museen dann besonders gut besucht sind, dazu kommen Spätdienste bei Veranstaltungen und in manchen Häusern Nachtwachen. Bei privaten Dienstleistern ist die Bezahlung niedrig, Teilzeit- und Minijobverträge sind verbreitet, und die Einsatzpläne können kurzfristig wechseln. Gute Deutschkenntnisse sind nötig, Fremdsprachen sind in touristisch besuchten Häusern von Vorteil.

Aussichten

Personal wird laufend gesucht, da die Sicherheitsbranche insgesamt unter Fachkräftemangel leidet und viele Museen ihre Aufsicht an Dienstleister vergeben haben. Nach Kunstdiebstählen und Protestaktionen in Ausstellungen sind die Anforderungen an Sicherheitskonzepte gestiegen, was den Bedarf an geschultem Personal eher erhöht. Gleichzeitig übernimmt Technik wie Videoüberwachung und Sensorik einen Teil der Kontrolle, sodass sich die Arbeit zur Leitstelle hin verschiebt. Mit Erfahrung sind Aufstiege zur Schicht- oder Objektleitung möglich. Über die IHK-Fortbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft oder zum Meister für Schutz und Sicherheit öffnen sich Wege in die Einsatzplanung und Führung.

Aufgaben

  • Ausstellungsräume beaufsichtigen und Besucher auf die Hausordnung hinweisen
  • Taschen- und Zugangskontrollen am Eingang durchführen
  • Kontrollrundgänge vor Öffnung und nach Schließung gehen
  • Kamerabilder und Alarmanlagen in der Sicherheitszentrale überwachen
  • Erste Hilfe leisten und Rettungsdienst oder Polizei verständigen
  • Fluchtwege und Brandschutzeinrichtungen kontrollieren
  • Vorfälle dokumentieren und Wachberichte schreiben
  • Veranstaltungen und Kunsttransporte absichern

Voraussetzungen

  • Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung bei privaten Dienstleistern
  • Einwandfreies Führungszeugnis und bestandene Zuverlässigkeitsprüfung
  • Erste-Hilfe-Kurs, oft auch Brandschutzhelfer-Schulung
  • Gute Deutschkenntnisse, Fremdsprachen von Vorteil
  • Ausdauer für langes Stehen und Gehen
  • Aufmerksamkeit, Ruhe und freundliches, bestimmtes Auftreten

Wo man arbeitet

  • Kunst- und Kulturhistorische Museen
  • Galerien und Ausstellungshallen
  • Schlösser und Gedenkstätten
  • Private Sicherheitsdienstleister
  • Wissenschafts- und Technikmuseen

Der Weg in den Beruf

Der übliche Einstieg erfolgt über die rund 40-stündige Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK, die in wenigen Wochen abgeschlossen ist, häufig ergänzt durch die Sachkundeprüfung. Alternativ führt die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit IHK-Abschluss in den Beruf.

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