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Sicherheitsmitarbeiter / Museumsaufsicht

Sicherheitsmitarbeiter und Museumsaufsichten schützen Gebäude, Menschen und Kunstwerke, kontrollieren Zugänge und greifen bei Regelverstößen, Diebstahl oder Notfällen ein. Die Arbeit ist oft ruhig, aber lang und verlangt dauerhafte Aufmerksamkeit.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sicherheitsmitarbeiter / Museumsaufsicht verdient

2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.700 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.450 € 2.800 € 29.400 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.100 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.100 € 3.700 € 37.200 €

Bei Sicherheitsfirmen gelten die regionalen Entgelttarifverträge zwischen BDSW und ver.di, deren Stundenlöhne je nach Bundesland und Tätigkeit (etwa Objektschutz, Luftsicherheit) deutlich auseinanderliegen; Nacht- und Feiertagszuschläge kommen hinzu. Museumsaufsichten, die direkt bei Land oder Kommune angestellt sind, werden nach TV-L oder TVöD bezahlt und verdienen meist mehr als über einen Dienstleister eingesetzte Kräfte.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter oder eine Museumsaufsicht?

Im Museum stehen oder gehen Aufsichtskräfte durch die Ausstellungsräume und achten darauf, dass niemand Exponate berührt, mit Blitz fotografiert, Taschen mitnimmt oder Absperrungen übertritt. Sie beantworten Fragen zu Wegen, Toiletten und Öffnungszeiten, sprechen Besucher an, die zu nah an ein Gemälde treten, und melden Schäden oder auffällige Personen. Beim Öffnen und Schließen kontrollieren sie Räume, Fenster und Alarmanlagen.

Im allgemeinen Sicherheitsdienst kommen Einlasskontrollen, Ausweisprüfungen, Streifengänge über Firmengelände, die Überwachung von Monitoren in einer Leitstelle und der Empfang in Bürogebäuden dazu. Jede Schicht wird in einem Wachbuch oder digital dokumentiert. Bei Feueralarm, medizinischen Notfällen oder Diebstahl sichern die Beschäftigten die Lage, leisten Erste Hilfe, räumen Bereiche und rufen Polizei oder Rettungsdienst. Festnahmen sind nur im Rahmen der Jedermannsrechte erlaubt, polizeiliche Befugnisse gibt es nicht.

Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter oder Museumsaufsicht?

Der häufigste Weg ist der Quereinstieg. Gesetzlich vorgeschrieben ist für die Arbeit im Bewachungsgewerbe mindestens die Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK, ein Kurs von 40 Unterrichtsstunden. Für Einlasskontrollen bei Veranstaltungen, Streifendienste im öffentlichen Raum oder Bewachung von Flüchtlingsunterkünften ist die anspruchsvollere Sachkundeprüfung nötig. Dazu kommen ein einwandfreies Führungszeugnis, eine Zuverlässigkeitsprüfung durch die Behörde und die Eintragung im Bewacherregister.

Wer eine reguläre Ausbildung will, kann Servicekraft für Schutz und Sicherheit (zwei Jahre) oder Fachkraft für Schutz und Sicherheit (drei Jahre) werden. Museen im öffentlichen Dienst stellen Aufsichten oft direkt ein und schulen sie intern, verlangen aber meist eine abgeschlossene Berufsausbildung in irgendeinem Beruf.

Was der Beruf verlangt

Der Alltag ist häufig monoton. Stundenlanges Stehen oder langsames Gehen in denselben Räumen ermüdet Beine und Rücken, und trotzdem muss die Aufmerksamkeit bleiben. Im Objektschutz sind Nachtschichten, Wochenenden und Feiertage normal, Schichten von zwölf Stunden kommen vor. Museen haben gleichmäßigere Zeiten, arbeiten aber gerade an Wochenenden und Feiertagen, wenn die meisten Besucher kommen.

Konflikte gehören dazu: Menschen, die sich nicht gern zurechtweisen lassen, Betrunkene am Einlass, gelegentlich Bedrohungen. Ruhiges Auftreten und klare Sprache sind wichtiger als Körperkraft. Viele Stellen werden über Sicherheitsfirmen besetzt, die Aufträge im Wettbewerb über den Preis gewinnen. Das drückt auf die Löhne und führt teilweise zu befristeten Einsätzen und wechselnden Objekten.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Sicherheitsfirmen suchen fast überall Personal, Flughäfen, Krankenhäuser, Veranstaltungen und kritische Infrastruktur brauchen mehr Kräfte als früher. Wer zuverlässig ist, findet meist schnell eine Stelle.

Aufstiegswege führen über die Ausbildung zur Fachkraft und die Fortbildung zum Geprüften Meister für Schutz und Sicherheit zur Schicht- oder Objektleitung. Spezialisierungen in Luftsicherheit, Leitstellenarbeit, Brandschutz oder Veranstaltungsschutz werden besser bezahlt. Im Museum ist der Aufstieg begrenzt, eine Leitung des Aufsichtsdienstes oder der Wechsel in Besucherservice und Haustechnik sind möglich.

Aufgaben

  • Ausstellungsräume beaufsichtigen und Besucher auf Regeln hinweisen
  • Zugänge kontrollieren, Ausweise und Taschen prüfen
  • Streifengänge über Gelände und durch Gebäude machen
  • Alarmanlagen, Fenster und Türen bei Öffnung und Schließung kontrollieren
  • Videoüberwachung und Meldeanlagen in der Leitstelle beobachten
  • bei Notfällen Erste Hilfe leisten, Räume evakuieren und Rettungskräfte alarmieren
  • Vorfälle und Schichtverlauf im Wachbuch dokumentieren
  • Besuchern Auskunft zu Wegen und Öffnungszeiten geben

Voraussetzungen

  • Unterrichtung nach § 34a GewO oder Sachkundeprüfung bei der IHK
  • einwandfreies Führungszeugnis und behördliche Zuverlässigkeitsprüfung
  • gute Deutschkenntnisse für Gespräche und Berichte
  • ausdauernde Konzentration und Belastbarkeit für langes Stehen und Gehen
  • ruhiges, bestimmtes Auftreten in Konfliktsituationen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
  • Erste-Hilfe-Kenntnisse

Wo man arbeitet

  • Museen und Ausstellungshäuser
  • private Sicherheitsdienstleister
  • Industrie- und Firmengelände
  • Flughäfen und Bahnhöfe
  • Veranstaltungsorte und Messen
  • Behörden, Krankenhäuser und Bürogebäude

Der Weg in den Beruf

Meist führt der Weg über die 40-stündige Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO bei der IHK, beides ist in wenigen Wochen zu schaffen. Alternativ gibt es die duale Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit (zwei Jahre) oder zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit (drei Jahre) mit IHK-Abschluss.

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