Sicherheitsmitarbeiter Objektschutz
Sicherheitsmitarbeiter im Objektschutz bewachen Gebäude, Werksgelände, Behörden oder Baustellen, kontrollieren Zugänge und greifen bei Störungen, Einbruchsversuchen oder Bränden ein. Die Arbeit läuft fast immer im Schichtdienst, auch nachts und am Wochenende.
6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sicherheitsmitarbeiter Objektschutz verdient
2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 3.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.500 € | 2.700 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.700 € | 3.000 € | 32.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.900 € | 3.200 € | 3.800 € | 38.400 € |
Die Bezahlung richtet sich meist nach den Landestarifverträgen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe zwischen BDSW und ver.di, die je nach Bundesland unterschiedliche Stundenlöhne festlegen. Das tatsächliche Monatseinkommen hängt stark von der Stundenzahl sowie von Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschlägen ab, im Werkschutz großer Industriebetriebe mit eigenem Tarif liegt es spürbar höher.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter im Objektschutz?
Sicherheitsmitarbeiter im Objektschutz sorgen dafür, dass ein bestimmtes Gelände oder Gebäude geschützt bleibt. Das kann ein Industriebetrieb sein, ein Bürokomplex, ein Krankenhaus, eine Behörde, ein Rechenzentrum oder eine Baustelle. Ein großer Teil der Arbeit findet am Empfang oder an der Pforte statt: Besucher anmelden, Ausweise ausgeben, Lieferfahrzeuge kontrollieren, Schlüssel verwalten. Dazu kommen Kontrollgänge über das Gelände, bei denen Türen, Fenster, Zäune und technische Anlagen geprüft werden. In vielen Objekten gehört das Überwachen von Videobildern und Alarmmeldungen dazu. Kommt es zu einem Alarm, einem Einbruchsversuch oder einem Brand, leiten die Mitarbeiter erste Maßnahmen ein, informieren Polizei oder Feuerwehr und dokumentieren den Vorfall. Jede Schicht endet mit einem Bericht im Wachbuch oder einer digitalen Software. Lange Phasen, in denen nichts passiert, wechseln sich mit Situationen ab, in denen schnell und richtig reagiert werden muss.
Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter im Objektschutz?
Der häufigste Weg ist der Quereinstieg. Gesetzlich vorgeschrieben ist mindestens die Unterrichtung nach § 34a der Gewerbeordnung, ein Kurs von 40 Unterrichtsstunden bei der IHK. Für bestimmte Einsatzbereiche, etwa Kontrollgänge im öffentlichen Raum, Einlasskontrollen in Diskotheken oder den Schutz von Flüchtlingsunterkünften, ist die anspruchsvollere Sachkundeprüfung nach § 34a Pflicht. Viele Arbeitgeber verlangen sie inzwischen generell. Außerdem prüft die Behörde die Zuverlässigkeit, und jeder Beschäftigte wird im Bewacherregister eingetragen. Wer einen geregelten Berufsabschluss möchte, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolvieren. Berufserfahrene können sich zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (IHK) weiterbilden.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet im Schichtdienst statt, häufig in Zwölf-Stunden-Schichten, nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Das belastet Schlaf, Gesundheit und Familienleben. Viele Stunden werden im Stehen, Sitzen oder Gehen verbracht, bei Außenobjekten auch bei Kälte und Regen. Die Monotonie ist für viele schwerer auszuhalten als gefährliche Situationen, denn trotz Routine muss die Aufmerksamkeit hoch bleiben. Im Kontakt mit Besuchern, Beschäftigten oder unerwünschten Personen sind Ruhe, Durchsetzungsvermögen und sichere Deutschkenntnisse gefragt. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, und gute Monatseinkommen entstehen oft erst durch viele Stunden und Zuschläge. Die Fluktuation in der Branche ist hoch, Arbeitsbedingungen unterscheiden sich stark zwischen Firmen.
Aussichten
Die Nachfrage nach Sicherheitspersonal ist seit Jahren hoch und wächst weiter, unter anderem durch den Schutz kritischer Infrastruktur, von Rechenzentren und öffentlichen Einrichtungen. Viele Unternehmen suchen ständig Personal, vor allem mit Sachkundeprüfung. Wer sich bewährt, kann zum Schichtführer oder Objektleiter aufsteigen und Personal einteilen, Einsatzpläne schreiben und Kunden betreuen. Weitere Wege führen in die Notruf- und Serviceleitstelle, den Werkschutz großer Industriebetriebe, die Luftsicherheit oder über den Meister für Schutz und Sicherheit in die Einsatzleitung.
Aufgaben
- Besucher und Lieferanten an der Pforte anmelden und Ausweise kontrollieren
- Kontrollgänge über Gelände und durch Gebäude durchführen
- Video- und Alarmanlagen überwachen
- Schlüssel und Zutrittskarten ausgeben und verwalten
- Bei Alarm, Brand oder Einbruch erste Maßnahmen einleiten und Polizei oder Feuerwehr verständigen
- Vorfälle und Schichtverläufe im Wachbuch dokumentieren
- Fahrzeuge bei Ein- und Ausfahrt kontrollieren
Voraussetzungen
- Unterrichtung nach § 34a GewO, für viele Stellen Sachkundeprüfung nach § 34a GewO
- Einwandfreies Führungszeugnis und behördliche Zuverlässigkeitsprüfung
- Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
- Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten
- Ruhiges Auftreten und Durchsetzungsvermögen in Konfliktsituationen
- Körperliche Belastbarkeit für lange Schichten im Stehen und Gehen
- Oft Führerschein Klasse B und Ersthelferausbildung
Wo man arbeitet
- Private Sicherheitsunternehmen
- Werkschutz von Industriebetrieben
- Behörden und öffentliche Einrichtungen
- Krankenhäuser und Kliniken
- Bürogebäude und Rechenzentren
- Baustellen und Logistikzentren
Der Weg in den Beruf
Üblich ist der Quereinstieg über die 40-stündige Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO bei der IHK, die in wenigen Wochen zu schaffen ist. Alternativ gibt es die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit IHK-Abschluss.
Offene Stellen als Sicherheitsmitarbeiter Objektschutz
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Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) Objektschutz
Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) Objektschutz – 18,80 €/h
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- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.500 €
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