Social Media Manager
Social Media Manager planen und betreuen die Auftritte einer Marke in sozialen Netzwerken, erstellen Inhalte, moderieren die Community und werten die Ergebnisse aus.
18 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Social Media Manager verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.200 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.000 € | 4.600 € | 5.400 € | 55.200 € |
Ein Tarif gilt nur in Ausnahmefällen, etwa in öffentlichen Einrichtungen oder bei tarifgebundenen Verlagen. Agenturen zahlen meist weniger als Unternehmen mit eigener Marketingabteilung, und die Spanne spreizt sich mit Budgetverantwortung und Teamführung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Social Media Manager verantworten, was ein Unternehmen auf Instagram, TikTok, LinkedIn, YouTube, Facebook und anderen Plattformen zeigt und wie es dort mit Menschen spricht. Das beginnt mit einer Strategie – welche Kanäle, welche Zielgruppen, welcher Ton – und setzt sich im Redaktionsplan fort, der festlegt, was wann veröffentlicht wird. Inhalte werden selbst produziert oder mit Grafikern, Videoteams und Creators erstellt, Kampagnen geplant, bezahlte Anzeigen geschaltet und die Kommentare und Nachrichten beantwortet, die jeden Tag eingehen.
Der Beruf ist handwerklicher, als sein Ruf vermuten lässt. Kurzvideos schneiden, Bildrechte klären, Texte für verschiedene Plattformen anpassen, Kennzahlen auswerten und Berichte schreiben gehören ebenso dazu wie das Reagieren auf einen Shitstorm am Freitagabend. Die Plattformen ändern ständig ihre Regeln und Algorithmen, und was vor einem Jahr funktioniert hat, kann heute ins Leere laufen. Wer in einer Agentur arbeitet, betreut mehrere Kunden parallel; im Unternehmen ist die Arbeit enger mit Marketing, Presse und Kundenservice verzahnt.
Im Bestand kommen die Anzeigen von Marken mit eigenem Onlinehandel und von Social-Media- und Marketingagenturen. Gut die Hälfte ist unbefristet, ein Drittel befristet, einige Stellen sind in Teilzeit ausgeschrieben; die Titel reichen bis zum Senior mit Verantwortung für den deutschsprachigen Raum.
Einen geschützten Berufsweg gibt es nicht, und entsprechend unterschiedlich sind die Hintergründe: Studium in Kommunikation oder Marketing, Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation, Quereinstieg aus Journalismus oder Gestaltung. Entscheidend ist ein Portfolio, das zeigt, was jemand kann. Weiter geht es zur Leitung des Social-Media-Teams, in das Content- oder Kommunikationsmanagement oder in die Selbstständigkeit.
Aufgaben
- Social-Media-Strategie und Redaktionsplan entwickeln
- Beiträge, Kurzvideos und Stories erstellen oder in Auftrag geben
- Inhalte plattformgerecht veröffentlichen und planen
- Kommentare und Nachrichten beantworten, Community moderieren
- Bezahlte Kampagnen aufsetzen und steuern
- Zusammenarbeit mit Creators und Influencern koordinieren
- Kennzahlen auswerten und Berichte erstellen
Voraussetzungen
- Studium oder Ausbildung in Kommunikation, Marketing oder Medien, alternativ vergleichbare Praxis
- Sehr gute Kenntnis der großen Plattformen und ihrer Formate
- Sicheres Schreiben und ein Gespür für Bild und Video
- Erfahrung mit Planungs-, Schnitt- und Analysewerkzeugen
- Grundkenntnisse zu Urheber-, Bild- und Werberecht
- Belastbarkeit und Reaktionsfähigkeit auch außerhalb der Kernzeit
Wo man arbeitet
- Marken- und Handelsunternehmen
- Social-Media-, Werbe- und PR-Agenturen
- Medienhäuser und Verlage
- Verbände, Stiftungen und öffentliche Einrichtungen
- Start-ups
Der Weg in den Beruf
Einen einheitlichen Weg gibt es nicht. Häufig ist ein Studium in Kommunikationswissenschaft, Medien, Marketing oder Journalismus, oft mit Praktika oder Volontariat in einer Agentur. Die Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation oder Mediengestalter ist ein praxisnaher Alternativweg. Private Bildungsanbieter und Industrie- und Handelskammern bieten Zertifikatslehrgänge zum Social Media Manager an; sie helfen beim Quereinstieg, ersetzen aber keine Arbeitsproben.
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