Trockenbauer
Stellt Wände, Decken und Vorsatzschalen aus Gipsplatten her – mit Anforderungen an Brand-, Schall- und Feuchteschutz.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Trockenbauer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.550 € | 2.800 € | 3.050 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.950 € | 3.200 € | 3.550 € | 38.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.700 € | 4.200 € | 44.400 € |
Tarifbindung besteht über das Ausbaugewerbe, wird aber nicht überall angewendet. Montagebaustellen bringen Auslösung und Fahrtkosten; Betriebe im Brandschutz zahlen wegen der Nachweispflichten meist über dem Durchschnitt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Trockenbauer baut die Innenräume, nachdem der Rohbau steht. Ständerwerk stellen, beplanken, verspachteln – das ist die sichtbare Seite. Die fachliche Seite besteht aus Anforderungen, die man dem fertigen Bauteil nicht ansieht: Eine Wand hat eine Brandschutzklassifizierung, einen Schalldämmwert und im Bad eine Feuchteschutzanforderung, und alle drei hängen an Details wie Plattentyp, Schraubenabstand, Anschlussfuge und Dämmung im Hohlraum.
Genau das macht den Beruf anspruchsvoller, als er wirkt. Eine F90-Wand ist nur dann eine F90-Wand, wenn sie exakt nach der geprüften Konstruktion gebaut wurde; eine abweichende Ausführung ist im Brandfall wertlos und im Abnahmeprotokoll ein Mangel. Ähnliches gilt für Schallschutz, bei dem eine einzige starre Verbindung den gemessenen Wert zunichtemacht.
Dazu kommen Decken – abgehängt, mit Revisionsöffnungen, Beleuchtung und Lüftungsauslässen – sowie der Objektbau mit Systemwänden. Trockenbau ist der Ausbaubereich mit dem stärksten Termindruck, weil er zwischen Rohbau und allen Folgegewerken liegt.
Aufgaben
- Ständerwerk für Wände und Vorsatzschalen stellen
- Gipsplatten zuschneiden, beplanken und verschrauben
- Decken abhängen und Revisionsöffnungen einbauen
- Dämmung, Brand- und Schallschutz einbauen
- Fugen verspachteln und Oberflächenqualität herstellen
- Anschlüsse an Rohbau, Türen und Durchdringungen ausführen
- Feuchtraumkonstruktionen und Vorwandinstallationen erstellen
Voraussetzungen
- Ausbildung als Trockenbaumonteur oder Ausbaufacharbeiter
- Sicheres Lesen von Ausbauplänen
- Kenntnis der Systemaufbauten für Brand- und Schallschutz
- Genauigkeit beim Spachteln und bei Oberflächenqualitäten
- Körperliche Belastbarkeit
- Bereitschaft zu Montage und Reisetätigkeit
Wo man arbeitet
- Trockenbau- und Ausbaubetriebe
- Innenausbau im Objektbau
- Bauunternehmen mit Ausbausparte
- Messe- und Ladenbau
- Sanierungs- und Brandschutzbetriebe
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die Ausbildung zum Trockenbaumonteur oder zum Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Trockenbau, jeweils dual. Das Gewerk ist zulassungsfrei, der Meisterbrief im Stuckateurhandwerk oder im Trockenbau ist dennoch üblich, wenn eigene Ausführung und Ausbildung geplant sind. Wichtiger als weitere Abschlüsse sind Systemschulungen der Plattenhersteller, die im Brandschutz häufig verlangt werden.
Offene Stellen als Trockenbauer
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