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Werkstudenten

Werkstudentinnen und Werkstudenten sind eingeschriebene Studierende, die neben dem Studium in einem Unternehmen oder einer Einrichtung arbeiten, meist mit fachlichem Bezug zum Studienfach. Während der Vorlesungszeit ist die Arbeitszeit in der Regel auf 20 Stunden pro Woche begrenzt.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Werkstudenten verdient

2.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 4.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.600 € 3.100 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.900 € 3.500 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 4.300 € 39.600 €

Werkstudierende werden fast immer nach Stundenlohn bezahlt; die Werte sind auf eine Vollzeitstelle hochgerechnet, bei 20 Wochenstunden liegt der tatsächliche Verdienst bei etwa der Hälfte. Ein eigener Tarifvertrag existiert nicht, der gesetzliche Mindestlohn gilt aber; am meisten zahlen große Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie und der Chemie, die sich oft an IG-Metall- oder IG-BCE-Tarifen orientieren, sowie IT-Firmen, deutlich weniger Agenturen, kleine Betriebe und Hochschulen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Werkstudent?

Werkstudent ist kein Ausbildungsberuf, sondern ein Beschäftigungsverhältnis. Die Tätigkeit hängt vollständig vom Fach und vom Betrieb ab. Eine Informatikstudentin testet Software, schreibt Code oder pflegt Datenbanken. Ein BWL-Student erstellt Auswertungen in Excel, bereitet Präsentationen vor oder unterstützt die Buchhaltung bei der Monatsabrechnung. In Ingenieursfächern geht es um Messreihen, CAD-Zeichnungen oder Prüfprotokolle, im Marketing um Social-Media-Beiträge, Newsletter und Wettbewerbsanalysen. Werkstudierende arbeiten meist einem festen Team zu, übernehmen abgegrenzte Teilaufgaben und wachsen mit der Zeit in eigene kleine Projekte hinein. Nicht selten entsteht aus der Stelle das Thema für die Abschlussarbeit. Ein Teil der Arbeit ist aber auch Routine: Daten pflegen, Dokumente ablegen, Recherchen zusammentragen.

Wie wird man Werkstudent?

Voraussetzung ist eine Immatrikulation an einer Hochschule. Das Studium muss nach Zeitaufwand im Vordergrund stehen, deshalb gilt in der Vorlesungszeit eine Grenze von 20 Wochenstunden. In den Semesterferien darf mehr gearbeitet werden, insgesamt aber nicht länger als 26 Wochen im Jahr über dieser Grenze. Wer sich daran hält, zahlt keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, nur zur Rentenversicherung. Gesucht wird über Stellenbörsen der Hochschulen, Karriereseiten von Unternehmen und Kontakte aus Praktika. Viele Betriebe erwarten erste Fachkenntnisse, Sicherheit in Office-Programmen und für manche Stellen gutes Englisch. Wer Bachelor- oder Masterstudierende aus höheren Semestern einstellt, rechnet mit einer Bindung über mindestens zwei oder drei Semester.

Was der Beruf verlangt

Die eigentliche Schwierigkeit liegt in der Doppelbelastung. Zwanzig Stunden Arbeit pro Woche neben Vorlesungen, Hausarbeiten und Prüfungen sind viel, und in Klausurphasen geraten viele an ihre Grenzen. Studienzeiten verlängern sich dadurch häufig um ein oder mehrere Semester. Gute Arbeitgeber planen Prüfungszeiten ein, andere erwarten feste Anwesenheit unabhängig vom Semesterplan. Wer BAföG bezieht, muss die Hinzuverdienstgrenze beachten, oberhalb derer die Förderung gekürzt wird. Die Verträge sind fast immer befristet und enden spätestens mit der Exmatrikulation. Arbeitsrechtlich haben Werkstudierende Anspruch auf Mindestlohn, Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, was in der Praxis nicht jeder Betrieb von sich aus erwähnt. Die Aufgaben schwanken in ihrer Qualität stark: Manche Stellen bieten echte Verantwortung, andere bestehen überwiegend aus Hilfsarbeiten.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch, besonders in IT, Ingenieurwesen, Datenanalyse, Controlling und Marketing. In Großstädten und Hochschulorten gibt es deutlich mehr Angebote als auf dem Land, zunehmend auch Stellen mit Homeoffice-Anteil. Für Unternehmen sind Werkstudierende ein Weg, Nachwuchs früh kennenzulernen. Ein großer Teil wird nach dem Abschluss übernommen oder bekommt zumindest einen leichteren Einstieg. Berufserfahrung aus einer Werkstudentenstelle zählt bei Bewerbungen nach dem Studium oft mehr als ein kurzes Praktikum. Wer in derselben Firma auch die Abschlussarbeit schreibt, hat gute Chancen auf eine Festanstellung.

Aufgaben

  • Daten erfassen, aufbereiten und in Tabellen oder Dashboards auswerten
  • Präsentationen, Berichte und Protokolle für das Team erstellen
  • Recherchen zu Märkten, Wettbewerbern oder technischen Fragen durchführen
  • Software testen, Code schreiben oder Systeme pflegen
  • Messungen, Versuche oder Prüfungen im Labor oder in der Entwicklung begleiten
  • Kleine Teilprojekte eigenständig bearbeiten und Ergebnisse vorstellen
  • Verwaltungsaufgaben wie Ablage, Terminkoordination und Korrespondenz übernehmen

Voraussetzungen

  • Immatrikulation an einer Hochschule, Studium als Haupttätigkeit
  • Arbeitszeit in der Vorlesungszeit von höchstens 20 Stunden pro Woche
  • Erste Fachkenntnisse aus dem Studium, häufig ab dem dritten Semester erwartet
  • Sicherer Umgang mit Office-Programmen, je nach Stelle auch Programmiersprachen oder Fachsoftware
  • Gute Selbstorganisation, um Studium und Arbeit zu vereinbaren
  • Für viele Stellen gute Englischkenntnisse

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen
  • IT- und Softwarefirmen
  • Banken und Versicherungen
  • Beratungsgesellschaften
  • Agenturen für Marketing und Kommunikation
  • Forschungseinrichtungen und öffentliche Verwaltung

Der Weg in den Beruf

Eine eigene Ausbildung gibt es nicht, Voraussetzung ist ein laufendes Studium an einer Universität oder Fachhochschule. Die Tätigkeit dauert meist zwei bis vier Semester und endet spätestens mit der Exmatrikulation. Ein Abschluss wird nicht erworben, häufig aber ein Arbeitszeugnis und mitunter ein Übernahmeangebot.

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