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Werkstudententätigkeit

Werkstudentinnen und Werkstudenten sind eingeschriebene Studierende, die neben dem Studium in einem Unternehmen mitarbeiten, meist in einem Bereich mit Bezug zum Studienfach. Die Tätigkeit ist kein eigener Beruf, sondern eine sozialversicherungsrechtlich begünstigte Beschäftigungsform mit begrenzter Wochenarbeitszeit.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Werkstudententätigkeit verdient

2.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.600 € 3.300 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.900 € 3.600 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 3.200 € 4.000 € 38.400 €

Werkstudierende werden fast immer pro Stunde bezahlt; die Werte sind auf Vollzeit hochgerechnet, bei den üblichen 20 Wochenstunden liegt das tatsächliche Monatsbrutto etwa bei der Hälfte. Am stärksten zählen Branche und Studienfach: tarifgebundene Industriebetriebe, etwa nach den Tarifverträgen der IG Metall, sowie IT und Beratung zahlen deutlich mehr als Handel, Medien oder Agenturen, wo oft nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn vergütet wird.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Werkstudentin oder ein Werkstudent?

Werkstudierende arbeiten in fast allen Abteilungen mit, in denen auch Fachkräfte mit Hochschulabschluss tätig sind: in Softwareentwicklung und IT, Marketing, Controlling, Personalabteilung, Forschung und Entwicklung, Einkauf oder Beratung. Die Aufgaben reichen von einfacher Zuarbeit bis zu eigenständigen Teilprojekten. Typisch sind Daten auswerten, Präsentationen und Berichte erstellen, Recherchen durchführen, Code schreiben und testen, Social-Media-Kanäle pflegen oder Messungen im Labor vorbereiten. Wie anspruchsvoll die Arbeit ist, hängt stark vom Betrieb ab. Manche Stellen bestehen überwiegend aus Routinearbeit wie Dateneingabe oder Ablage, andere geben echte Verantwortung und dienen als Einstieg in eine spätere Festanstellung. Häufig entsteht aus der Werkstudententätigkeit auch das Thema für die Abschlussarbeit.

Wie wird man Werkstudentin oder Werkstudent?

Voraussetzung ist die Einschreibung an einer Hochschule in einem Vollzeitstudium. Eine Ausbildung gibt es nicht; eingestellt wird per Bewerbung wie bei einer regulären Stelle, meist mit Lebenslauf, Notenübersicht und kurzem Anschreiben. Viele Unternehmen suchen gezielt nach bestimmten Studiengängen und erwarten erste Vorkenntnisse, etwa in Programmiersprachen, Tabellenkalkulation oder Statistik. Wer im Grundstudium ist, hat es oft schwerer als Studierende in höheren Semestern oder im Master. Rechtlich gilt: Während der Vorlesungszeit darf die Arbeitszeit in der Regel 20 Stunden pro Woche nicht überschreiten, damit das Werkstudentenprivileg greift. Dann fallen nur Beiträge zur Rentenversicherung an, nicht zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. In den Semesterferien ist mehr möglich. Wer zu viel arbeitet oder das Studium zu lange ausdehnt, kann den Status verlieren.

Was der Beruf verlangt

Die größte Belastung ist die Doppelrolle. Prüfungsphasen, Pflichtveranstaltungen und Abgabefristen fallen selten günstig mit den Anforderungen im Betrieb zusammen. Gute Arbeitgeber planen das ein und erlauben flexible Arbeitszeiten, andere erwarten feste Präsenztage. Viele Stellen sind befristet, oft auf ein halbes oder ganzes Jahr. Urlaubsanspruch und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bestehen wie bei anderen Beschäftigten, werden aber nicht immer selbstverständlich gewährt. Wer neben Studium und Job noch auf BAföG angewiesen ist, muss Einkommensgrenzen beachten. Das Studium dauert durch die Arbeit häufig ein oder zwei Semester länger. Inhaltlich kann es frustrieren, wenn die Stelle vor allem aus Hilfsarbeiten besteht.

Aussichten

Die Nachfrage nach Werkstudierenden ist in Informatik, Ingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften und Datenanalyse hoch, in geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern deutlich geringer. Viele Unternehmen nutzen Werkstudentenstellen gezielt zur Nachwuchsgewinnung; eine Übernahme nach dem Abschluss ist verbreitet, besonders in Konzernen und im Mittelstand mit Fachkräftemangel. Berufserfahrung aus einer Werkstudententätigkeit verkürzt die Jobsuche nach dem Studium spürbar und wird bei Bewerbungen oft stärker gewichtet als ein Praktikum. Mit dem Ende des Studiums endet der Status zwingend; danach folgt der Übergang in eine reguläre Anstellung, ein Traineeprogramm oder eine Promotion.

Aufgaben

  • Daten erheben, aufbereiten und in Tabellen oder Dashboards auswerten
  • Präsentationen, Berichte und Entscheidungsvorlagen erstellen
  • Programmcode schreiben, testen und dokumentieren
  • Recherchen zu Märkten, Wettbewerbern oder Fachthemen durchführen
  • Fachabteilungen bei laufenden Projekten zuarbeiten
  • Inhalte für Website und Social Media pflegen
  • Versuche und Messungen im Labor vorbereiten und protokollieren

Voraussetzungen

  • Immatrikulation in einem Vollzeitstudium an einer Hochschule
  • Bereitschaft, regelmäßig bis zu 20 Stunden pro Woche neben dem Studium zu arbeiten
  • Fachliche Grundkenntnisse aus dem Studiengang, oft auch höheres Semester
  • Sicherer Umgang mit Office-Programmen, je nach Stelle Programmier- oder Statistikkenntnisse
  • Selbstorganisation, um Studium und Arbeit zu vereinbaren
  • Bei vielen Stellen gute Englischkenntnisse

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen
  • IT- und Softwarefirmen
  • Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
  • Banken und Versicherungen
  • Start-ups
  • Agenturen für Marketing und Kommunikation

Der Weg in den Beruf

Eine Ausbildung ist nicht vorgesehen; Voraussetzung ist ein laufendes Vollzeitstudium an einer Universität oder Hochschule. Die Tätigkeit ist für die Dauer des Studiums möglich und endet spätestens mit der Exmatrikulation oder dem Abschluss.

Offene Stellen als Werkstudententätigkeit

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