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Bau & Immobilien

Acquisition Manager

Acquisition Manager suchen, prüfen und kaufen Grundstücke und Immobilien für Projektentwickler, Investoren oder Fonds. Sie bewerten Objekte wirtschaftlich, verhandeln mit Verkäufern und führen Ankäufe bis zur Unterschrift beim Notar.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Acquisition Manager verdient

6.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 4.000 bis 12.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 4.000 € 4.700 € 5.500 € 56.400 €
Mit Berufserfahrung 5.500 € 6.700 € 8.000 € 80.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 7.500 € 9.000 € 12.500 € 108.000 €

Einen Tarifvertrag gibt es nicht, die Gehälter werden frei verhandelt und hängen stark von der Art des Arbeitgebers ab: Internationale Investoren und Fonds in Frankfurt, München oder Hamburg zahlen deutlich mehr als regionale Wohnungsunternehmen. Hinzu kommen oft erfolgsabhängige Boni, die sich am Ankaufsvolumen orientieren und einen erheblichen Teil des Jahreseinkommens ausmachen können.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Acquisition Manager?

Acquisition Manager sorgen dafür, dass ihr Unternehmen neue Immobilien oder Grundstücke erwirbt, die zur Strategie passen. Das können Bürogebäude für einen Fonds sein, Bauland für einen Projektentwickler, Wohnportfolios für einen Bestandshalter oder Ladenflächen für eine Handelskette. Der Alltag besteht zu einem großen Teil aus Sichten und Aussortieren: Makler, Banken und Eigentümer schicken Angebote, von denen die meisten nach einer ersten Prüfung verworfen werden. Für die übrigen erstellen Acquisition Manager Standort- und Marktanalysen, rechnen Kaufpreise, Mieten, Baukosten und Renditen in Tabellenmodellen durch und besichtigen die Objekte. Wird es ernst, schreiben sie Kaufangebote, verhandeln Preis und Bedingungen, koordinieren die Due Diligence mit Gutachtern, Juristen und Steuerberatern und bereiten Entscheidungsvorlagen für Geschäftsführung oder Investmentkomitee vor. Am Ende stehen Kaufvertragsverhandlungen und der Notartermin. Ein weiterer Teil der Arbeit ist Kontaktpflege: Ohne ein Netz aus Maklern, Eigentümern, Kommunen und Finanzierern kommen gute Angebote gar nicht erst auf den Tisch.

Wie wird man Acquisition Manager?

Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht. Üblich ist ein Studium der Immobilienwirtschaft, Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Immobilien oder Finanzen, Wirtschaftsingenieurwesen, Architektur oder Bauingenieurwesen. Viele steigen als Analyst oder Junior im Transaktions- oder Investmentbereich ein und übernehmen nach einigen Jahren eigene Ankäufe. Quereinsteiger kommen häufig aus der Maklerei, der Bewertung, der Projektentwicklung oder der Immobilienfinanzierung bei Banken. Weiterbildungen wie ein Abschluss an einer Immobilienakademie oder die Zertifizierung der RICS sind verbreitet und erleichtern den Aufstieg. Sehr gute Englischkenntnisse werden bei internationalen Investoren vorausgesetzt.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist Bürotätigkeit mit vielen Terminen außer Haus und Reisen zu Objekten in ganz Deutschland oder darüber hinaus. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Transaktionen: In Bieterverfahren und kurz vor Vertragsabschluss sind lange Abende und Wochenendarbeit üblich. Viel Aufwand fließt in Projekte, die am Ende nicht zustande kommen, weil ein anderer Käufer mehr bietet oder die Prüfung Mängel zeigt. Das muss man aushalten können. Gefordert sind sicherer Umgang mit Zahlen und Excel-Modellen, Verständnis für Baurecht, Mietverträge und Steuern sowie Verhandlungsgeschick. Der Erfolg wird oft am abgeschlossenen Ankaufsvolumen gemessen, was Druck erzeugt. Wer Fehler bei der Bewertung macht, kostet das Unternehmen schnell Millionenbeträge.

Aussichten

Die Nachfrage hängt stark vom Immobilienmarkt ab. In Phasen niedriger Zinsen und hoher Transaktionsvolumina werden Acquisition Manager breit gesucht, bei steigenden Zinsen und stockendem Markt bauen Investoren Ankaufsteams ab oder verlagern Personal ins Asset Management. Gefragt bleiben Profile mit Erfahrung in Segmenten wie Wohnen, Logistik, Gesundheitsimmobilien oder Bestandssanierung. Entwicklungswege führen zum Head of Acquisition, in die Geschäftsführung eines Investors, ins Fondsmanagement oder Asset Management. Manche machen sich später als Berater oder mit eigenen Projekten selbstständig.

Aufgaben

  • Angebote von Maklern und Eigentümern sichten und vorprüfen
  • Standort- und Marktanalysen erstellen
  • Kaufpreise, Mieten und Renditen in Kalkulationsmodellen berechnen
  • Objekte und Grundstücke besichtigen
  • Kaufangebote abgeben und Konditionen verhandeln
  • Due Diligence mit Gutachtern, Juristen und Steuerberatern koordinieren
  • Entscheidungsvorlagen für Geschäftsführung oder Investmentkomitee schreiben
  • Kontakte zu Maklern, Banken und Kommunen pflegen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium in Immobilienwirtschaft, BWL, Wirtschaftsingenieurwesen, Architektur oder Bauingenieurwesen
  • Sicherer Umgang mit Excel und Finanzmodellen
  • Kenntnisse in Immobilienbewertung, Mietrecht und Baurecht
  • Verhandlungsgeschick und sicheres Auftreten
  • Sehr gute Englischkenntnisse, besonders bei internationalen Investoren
  • Reisebereitschaft und Führerschein

Wo man arbeitet

  • Projektentwicklungsgesellschaften
  • Immobilienfonds und Kapitalverwaltungsgesellschaften
  • Wohnungsunternehmen und Bestandshalter
  • Family Offices und Versicherungen
  • Expansionsabteilungen von Handels- und Gastronomieketten

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium mit Immobilien-, Finanz- oder Baubezug, das drei bis fünf Jahre dauert. Danach folgen meist zwei bis vier Jahre als Analyst oder Junior im Transaktionsbereich, bevor eigene Ankäufe verantwortet werden. Quereinstieg aus Maklerei, Bewertung oder Immobilienfinanzierung ist verbreitet.

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