Assistenzarzt Radiologie
Assistenzärztinnen und Assistenzärzte in der Radiologie sind approbierte Ärzte in der fünfjährigen Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie. Sie führen bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, CT, MRT und Ultraschall durch, befunden sie und übernehmen zunehmend kleinere bildgesteuerte Eingriffe.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Assistenzarzt Radiologie verdient
6.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 5.000 bis 6.900 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 5.000 € | 5.300 € | 5.600 € | 63.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.700 € | 6.000 € | 6.300 € | 72.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.200 € | 6.500 € | 6.900 € | 78.000 € |
An kommunalen Kliniken gilt der TV-Ärzte/VKA, an Universitätskliniken der TV-Ärzte/TdL, bei kirchlichen Trägern die AVR von Caritas oder Diakonie und bei privaten Konzernen eigene Tarifverträge mit dem Marburger Bund; das Grundgehalt steigt dort in festen Stufen nach Berufsjahren. Das tatsächliche Einkommen hängt stark von der Vergütung der Bereitschafts- und Nachtdienste ab, die mehrere hundert Euro im Monat ausmachen kann, während Praxen außerhalb des Tarifs frei verhandeln.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Assistenzarzt in der Radiologie?
Der Arbeitstag besteht zu einem großen Teil aus Befunden am Bildschirm. Assistenzärzte sehen sich Röntgenaufnahmen, Computertomografien und Magnetresonanztomografien an, beschreiben, was sie sehen, und formulieren eine Diagnose oder Differenzialdiagnose für die anfordernden Kolleginnen aus Chirurgie, Innerer Medizin oder Notaufnahme. Sie prüfen vorab, ob eine Untersuchung sinnvoll ist, legen das Untersuchungsprotokoll fest, klären Patienten über Kontrastmittel und Strahlung auf und legen Zugänge. Ultraschalluntersuchungen führen sie selbst durch. Mit wachsender Erfahrung kommen Punktionen, Drainagen, Biopsien und Gefäßeingriffe in der interventionellen Radiologie hinzu. In Röntgenbesprechungen und Tumorkonferenzen stellen sie Befunde vor. Jeder Befund wird in der Weiterbildung von einem Oberarzt oder Facharzt gegengelesen.
Wie wird man Assistenzarzt in der Radiologie?
Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Medizinstudium von mindestens sechs Jahren und drei Monaten mit Staatsexamen und die Approbation als Ärztin oder Arzt. Danach bewirbt man sich auf eine Weiterbildungsstelle an einer Klinik oder in einer Praxis mit Weiterbildungsbefugnis. Die Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie dauert nach der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammern 60 Monate und endet mit einer mündlichen Prüfung vor der Ärztekammer. Ein Teil kann im ambulanten Bereich abgeleistet werden. Während der Weiterbildung ist die Fachkunde im Strahlenschutz zu erwerben. Einen Quereinstieg ohne Medizinstudium gibt es nicht; Ärzte aus anderen Fachrichtungen können wechseln und sich passende Zeiten teilweise anrechnen lassen.
Was der Beruf verlangt
Radiologie gilt als vergleichsweise planbares Fach, ist aber kein Bürojob mit festen Zeiten. In Kliniken gehören Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste dazu, in denen Assistenzärzte oft allein die gesamte Notfallbildgebung befunden, vom Schädel-CT nach Sturz bis zum Polytrauma. Die Verantwortung ist hoch, der Zeitdruck in der Notaufnahme ebenfalls. Stundenlanges konzentriertes Arbeiten vor dem Monitor in abgedunkelten Räumen belastet Augen, Rücken und Aufmerksamkeit. Der direkte Kontakt zu Patienten ist kürzer als in anderen Fächern, was nicht allen liegt. Das Wissen, das verlangt wird, reicht über fast alle Organsysteme, und die Technik ändert sich laufend. Bei Durchleuchtung und Interventionen ist man ionisierender Strahlung ausgesetzt und trägt schwere Bleischürzen. Die Dokumentation von Weiterbildungsinhalten und Untersuchungszahlen kostet zusätzlich Zeit.
Aussichten
Die Nachfrage nach Radiologen ist hoch, weil die Zahl der bildgebenden Untersuchungen stetig steigt und viele Fachärzte in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Weiterbildungsstellen sind trotzdem begehrt, an Universitätskliniken gibt es oft mehr Bewerber als Plätze. Künstliche Intelligenz unterstützt bereits bei der Befundung, ersetzt die ärztliche Beurteilung aber bislang nicht und verändert eher die Arbeitsweise. Nach der Facharztprüfung führen Wege zum Oberarzt, in eine Niederlassung oder Anstellung in einer radiologischen Praxis, in die Teleradiologie oder in Schwerpunkte wie Neuroradiologie und Kinderradiologie. Die Niederlassung ist wegen teurer Geräte meist nur in Gemeinschaftspraxen oder Praxisverbünden möglich.
Aufgaben
- Röntgen-, CT- und MRT-Aufnahmen befunden und schriftliche Befunde erstellen
- Indikation für Untersuchungen prüfen und Untersuchungsprotokolle festlegen
- Patienten über Kontrastmittel, Strahlung und Risiken aufklären
- Ultraschalluntersuchungen selbst durchführen
- Punktionen, Biopsien und Drainagen unter Bildsteuerung vornehmen
- Befunde in Röntgenbesprechungen und Tumorkonferenzen vorstellen
- Notfallbildgebung im Nacht- und Bereitschaftsdienst befunden
Voraussetzungen
- Abgeschlossenes Medizinstudium mit Staatsexamen
- Approbation als Ärztin oder Arzt
- Fachkunde im Strahlenschutz, die während der Weiterbildung erworben wird
- Räumliches Vorstellungsvermögen und sicheres anatomisches Wissen
- Ausdauer bei konzentrierter Bildschirmarbeit
- Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdiensten
- Deutschkenntnisse auf Niveau C1 Fachsprache bei ausländischem Abschluss
Wo man arbeitet
- Universitätskliniken
- Kommunale und konfessionelle Krankenhäuser
- Krankenhäuser privater Klinikkonzerne
- Radiologische Praxen und Medizinische Versorgungszentren
- Teleradiologische Dienstleister
Der Weg in den Beruf
Nach einem Medizinstudium von mindestens sechs Jahren und drei Monaten und der Approbation beginnt die Weiterbildung an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte. Sie dauert 60 Monate und endet mit der Facharztprüfung für Radiologie vor der Landesärztekammer.
Offene Stellen als Assistenzarzt Radiologie
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Assistenzarzt (m/w/d) Radiologie
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Assistenzärztinnen und Assistenzärzte in der Inneren Medizin sind approbierte Ärzte in der Weiterbildung zum Facharzt. Sie betreuen Patienten mit Erkrankungen von Herz, Lunge, Magen-Darm-Trakt, Nieren, Blut und Stoffwechsel, meist auf Station und in der Notaufnahme eines Krankenhauses.
- Offene Stellen
- 12
- Monatsbrutto
- 5.000 – 7.200 €
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- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 6.900 – 16.000 €
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Fachärztinnen und Fachärzte für Strahlentherapie behandeln vor allem Krebserkrankungen mit ionisierender Strahlung. Sie planen die Bestrahlung, überwachen ihren Verlauf und betreuen die Erkrankten vor, während und nach der Therapie.
- Offene Stellen
- 13
- Monatsbrutto
- 7.000 – 16.000 €
Medizinischer Technologe für Radiologie
Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie erstellen Röntgen-, CT- und MRT-Aufnahmen, wirken bei nuklearmedizinischen Untersuchungen mit und führen Bestrahlungen in der Strahlentherapie durch. Sie bedienen die Geräte, lagern die Patienten und sind für den Strahlenschutz verantwortlich.
- Offene Stellen
- 23
- Monatsbrutto
- 3.000 – 5.300 €
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