Zum Inhalt springen
Handwerk & Produktion

Ausbilder für Elektriker

Ausbilder für Elektriker bringen Auszubildenden in Elektroberufen die praktischen und fachlichen Grundlagen bei, von der Installation bis zur Prüfung elektrischer Anlagen. Sie arbeiten in Ausbildungswerkstätten von Industriebetrieben, in Bildungszentren des Handwerks oder bei Bildungsträgern.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Ausbilder für Elektriker verdient

4.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.300 bis 5.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.800 € 4.400 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.300 € 5.000 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 4.900 € 5.800 € 58.800 €

Am stärksten hängt das Gehalt vom Arbeitgeber ab: Industriebetriebe zahlen nach den Entgeltrahmenabkommen der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) am besten, öffentliche Arbeitgeber und Stadtwerke nach TVöD oder TV-V. Bildungszentren und kleinere Handwerksbetriebe liegen oft darunter, private Bildungsträger zahlen teils nur nach dem Branchentarifvertrag Aus- und Weiterbildung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Ausbilder für Elektriker?

Ausbilder für Elektriker führen junge Menschen durch die Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, für Betriebstechnik oder in verwandten Elektroberufen. Im Alltag stehen sie meist in der Lehrwerkstatt: Sie erklären an Übungswänden, wie eine Wechselschaltung verdrahtet wird, lassen Verteilungen aufbauen, prüfen Schutzmaßnahmen mit den Auszubildenden nach und zeigen, wie man nach VDE-Vorschriften misst und dokumentiert. Dazu kommen Unterweisungen zur Arbeitssicherheit, denn Fehler mit Strom haben ernste Folgen. Ausbilder planen den Ablauf der Ausbildung anhand des Ausbildungsrahmenplans, kontrollieren Berichtshefte, bewerten Übungsarbeiten und bereiten gezielt auf die Gesellen- oder Abschlussprüfung Teil 1 und Teil 2 vor. In überbetrieblichen Lehrgängen der Handwerkskammern unterrichten sie wechselnde Gruppen aus vielen Betrieben. Ein erheblicher Teil der Arbeit ist Verwaltung und Gespräch: Abstimmung mit Berufsschule und Betrieben, Elterngespräche bei Minderjährigen, Beurteilungen und manchmal Konfliktklärung, wenn Leistungen oder Pünktlichkeit nicht stimmen.

Wie wird man Ausbilder für Elektriker?

Ein eigener Ausbildungsberuf existiert nicht. Der Weg führt über eine abgeschlossene Ausbildung in einem Elektroberuf und mehrere Jahre Praxis. Wer im Handwerk ausbilden will, braucht in der Regel den Meistertitel im Elektrotechniker-Handwerk, der die berufs- und arbeitspädagogische Eignung bereits einschließt. In der Industrie genügen oft Gesellen- oder Facharbeiterbrief, Berufserfahrung und die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO; viele Arbeitgeber erwarten zusätzlich einen Abschluss als staatlich geprüfter Techniker oder Industriemeister Elektrotechnik. Quereinsteiger aus der Montage oder Instandhaltung wechseln häufig nach einigen Jahren in die Ausbildungswerkstatt, wenn sie Freude am Erklären haben. Ein Studium ist nicht nötig, ein Ingenieurabschluss kommt aber bei leitenden Positionen in Bildungszentren vor.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind meist geregelt und tagsüber, Schicht- oder Baustellenarbeit fällt weitgehend weg. Belastend ist eher der Umgang mit Menschen: Gruppen sind unterschiedlich vorgebildet, manche Auszubildende haben Lücken in Mathematik oder Deutsch, andere sind unmotiviert oder brechen ab. Ausbilder müssen Geduld aufbringen, klare Grenzen setzen und denselben Stoff immer wieder erklären, ohne dass es eintönig wirkt. Sie tragen Verantwortung für die Sicherheit in der Werkstatt und müssen Gefahren sofort erkennen. Fachlich verlangt der Beruf ständige Weiterbildung, weil Normen, Smart-Home-Technik, Photovoltaik, Wallboxen und Gebäudeautomation sich schnell entwickeln. Viel Stehen und Vorführen an der Werkbank gehört dazu, schwere körperliche Arbeit kaum.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis steigend. Die Energiewende sorgt für hohen Bedarf an Elektrofachkräften, und Betriebe wie Kammern bauen Ausbildungskapazitäten aus. Gleichzeitig gehen viele erfahrene Ausbilder in den Ruhestand. Entwicklungswege führen zur Ausbildungsleitung eines Unternehmens, zur Leitung eines Fachbereichs in einem Bildungszentrum, in die Prüfungsausschüsse der Kammern oder als Fachlehrer an eine Berufsschule. Mit einem berufspädagogischen Aufstiegsfortbildung wie dem Geprüften Berufspädagogen lassen sich weitere Leitungsaufgaben übernehmen.

Aufgaben

  • Übungsaufgaben an Installationswänden und Schaltschränken anleiten und kontrollieren
  • Schutzmaßnahmen und Messungen nach VDE mit Auszubildenden durchführen
  • Ausbildungspläne nach dem Ausbildungsrahmenplan erstellen
  • Berichtshefte prüfen und Leistungen beurteilen
  • Auszubildende auf Zwischen- und Abschlussprüfungen vorbereiten
  • Sicherheitsunterweisungen durchführen und Werkstattordnung durchsetzen
  • mit Berufsschulen, Betrieben und Eltern Rücksprache halten
  • Lehrgangsmaterial und Werkzeuge pflegen und beschaffen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung in einem Elektroberuf und mehrjährige Berufserfahrung
  • Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk oder Abschluss als Techniker beziehungsweise Industriemeister
  • Ausbildereignungsprüfung nach AEVO
  • fundierte Kenntnisse der VDE-Normen und der Arbeitssicherheit
  • Geduld, Durchsetzungsvermögen und Freude am Erklären
  • Bereitschaft zur regelmäßigen fachlichen Weiterbildung

Wo man arbeitet

  • Ausbildungswerkstätten von Industrieunternehmen
  • Bildungszentren der Handwerkskammern
  • Innungsbetriebe des Elektrohandwerks
  • Energieversorger und Stadtwerke
  • private Bildungsträger
  • überbetriebliche Ausbildungsstätten

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung in einem Elektroberuf, danach einige Jahre Praxis. Anschließend folgt die Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk oder eine Weiterbildung zum Techniker beziehungsweise Industriemeister, die in Vollzeit etwa ein bis zwei Jahre dauert. Die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO ist Pflicht und in der Meisterprüfung bereits enthalten.

Offene Stellen als Ausbilder für Elektriker

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Techniker Elektrotechnik

Staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik planen, projektieren und betreuen elektrische Anlagen, Steuerungen und Energiesysteme. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Facharbeit und Ingenieurwesen.

Offene Stellen
4
Monatsbrutto
3.300 – 6.400 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz