Außendienstmitarbeiter SHK
Außendienstmitarbeiter SHK betreuen Installationsbetriebe, Planungsbüros und den Großhandel in einem festen Gebiet und verkaufen Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik eines Herstellers oder Großhändlers. Sie verbinden technische Beratung mit Vertrieb und sind die meiste Zeit mit dem Auto unterwegs.
6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Außendienstmitarbeiter SHK verdient
4.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.300 bis 7.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.800 € | 4.400 € | 45.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.700 € | 5.600 € | 56.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.000 € | 5.900 € | 7.200 € | 70.800 € |
Die Gehälter werden meist frei verhandelt und bestehen aus Fixum plus variablem Anteil aus Provision oder Zielprämie, dazu kommt fast immer ein privat nutzbarer Dienstwagen; Hersteller zahlen in der Regel mehr als der Großhandel, wo teils der Tarifvertrag des Groß- und Außenhandels gilt, Außendienstler aber oft außertariflich bezahlt werden. Am stärksten wirken sich Umsatzerfolg, Größe und Lage des Gebiets sowie ein Meister- oder Technikerabschluss aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Außendienstmitarbeiter SHK?
Außendienstmitarbeiter im Bereich Sanitär, Heizung und Klima arbeiten für Hersteller von Wärmepumpen, Heizkesseln, Armaturen oder Lüftungsanlagen oder für den SHK-Großhandel. Sie betreuen ein festes Verkaufsgebiet, oft mehrere Landkreise groß, und besuchen dort Installationsbetriebe, Planungsbüros, Wohnungsbaugesellschaften und Großhandelsniederlassungen. Bei den Besuchen stellen sie neue Produkte vor, klären technische Fragen, rechnen Angebote für Bauvorhaben durch und verhandeln Konditionen. Ein Teil der Arbeit ist Projektgeschäft: Bei einem Mehrfamilienhaus oder einem Gewerbebau verfolgen sie ein Vorhaben über Monate von der Planung bis zur Bestellung. Dazu kommen Schulungen für Handwerker, Auftritte auf Hausmessen, die Begleitung von Inbetriebnahmen und die Klärung von Reklamationen. Im Büro, meist im Homeoffice, pflegen sie Besuchsberichte im CRM-System, planen Touren und werten Umsatzzahlen aus.
Wie wird man Außendienstmitarbeiter SHK?
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen aus dem Handwerk: Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit einigen Jahren Berufserfahrung, häufig mit Meister- oder Technikerabschluss. Diese Fachleute kennen die Arbeit auf der Baustelle und werden von Installateuren als Gesprächspartner ernst genommen. Ein zweiter Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung im Groß- und Außenhandel, meist mit Stationen im Innendienst eines SHK-Großhändlers. Auch Absolventen der Versorgungs- oder Gebäudetechnik, technische Betriebswirte und Wirtschaftsingenieure steigen ein. Hersteller arbeiten neue Mitarbeitende in der Regel einige Wochen bis Monate in Produktschulungen und gemeinsamen Touren ein. Ein Führerschein der Klasse B ist unverzichtbar.
Was der Beruf verlangt
Der Alltag findet im Auto statt. Jahresfahrleistungen von 40.000 bis 60.000 Kilometern sind üblich, je nach Gebiet auch Übernachtungen außer Haus. Die Tage beginnen oft früh, weil Handwerksbetriebe morgens vor dem Ausrücken erreichbar sind, und Messen, Schulungsabende oder Verbandsveranstaltungen fallen in die Abendstunden. Die Arbeitszeit ist formal frei einteilbar, faktisch aber von Kundenterminen bestimmt. Hinzu kommt Druck durch Umsatzziele: Ein Teil des Einkommens hängt an Provisionen oder Zielprämien, und schwache Bauphasen schlagen direkt durch. Wer im Außendienst arbeitet, muss Ablehnung aushalten, mit selbstbewussten Handwerksmeistern verhandeln und gleichzeitig technisch sattelfest sein, etwa bei Hydraulik, Förderprogrammen und dem Gebäudeenergiegesetz. Die Arbeit ist weitgehend allein, Kollegen sieht man oft nur bei Teamtreffen.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch. Der Umbau der Wärmeversorgung hin zu Wärmepumpen, Hybridsystemen und Wärmenetzen erhöht den Beratungsbedarf, und Hersteller suchen gezielt Leute mit Handwerkshintergrund. Gleichzeitig schwankt der Markt stark mit Förderpolitik und Baukonjunktur, was sich in Absatzeinbrüchen und auch in Stellenabbau zeigen kann. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen als Key-Account-Manager für Großkunden, als Objekt- oder Projektberater für Planungsbüros, als Vertriebs- oder Gebietsleiter mit Personalverantwortung oder im Produktmanagement eines Herstellers.
Aufgaben
- Installationsbetriebe, Planungsbüros und Großhandelsniederlassungen im eigenen Gebiet besuchen
- Heizungs-, Sanitär- und Klimaprodukte vorstellen und technisch erklären
- Angebote für Bauvorhaben kalkulieren und Konditionen verhandeln
- Projekte von der Planung bis zur Auftragsvergabe begleiten
- Produktschulungen für Handwerker und Hausmessen durchführen
- Reklamationen aufnehmen und mit Werkskundendienst klären
- Besuchsberichte und Umsatzdaten im CRM-System pflegen
- Förderprogramme und gesetzliche Vorgaben für Kunden einordnen
Voraussetzungen
- Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder kaufmännische Ausbildung im Groß- und Außenhandel, oft mit Meister, Techniker oder Studium
- Fundiertes Wissen über Heizungs-, Sanitär- und Lüftungstechnik
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu hoher Fahrleistung
- Verhandlungsgeschick und Belastbarkeit bei Umsatzdruck
- Selbstorganisation bei weitgehend eigenständiger Tourenplanung
- Sicherer Umgang mit CRM-Systemen und Kalkulationsprogrammen
Wo man arbeitet
- Hersteller von Heizungs- und Klimatechnik
- Hersteller von Sanitärprodukten und Armaturen
- SHK-Großhandel
- Hersteller von Lüftungs- und Gebäudetechnik
- Homeoffice mit Reisetätigkeit im Verkaufsgebiet
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK mit anschließender Berufspraxis, häufig ergänzt durch die Meister- oder Technikerprüfung, oder eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel mit Erfahrung im SHK-Innendienst. Auch ein Studium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik führt in den Beruf. Die Einarbeitung beim Arbeitgeber dauert meist mehrere Wochen bis Monate.
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Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bauen, warten und reparieren Heizungen, Wärmepumpen, Bäder, Trinkwasser- und Lüftungsanlagen in Wohn- und Gewerbegebäuden. Sie arbeiten auf Baustellen und im Kundendienst direkt bei den Kunden.
- Offene Stellen
- 47
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.600 €
Key Account Manager
Verantwortet die wichtigsten Großkunden eines Unternehmens – mit Jahresgesprächen, Konditionsverhandlungen und Umsatzplanung über Jahre.
- Offene Stellen
- 69
- Monatsbrutto
- 4.000 – 8.500 €
Technischer Vertriebsmitarbeiter
Technische Vertriebsmitarbeiter verkaufen erklärungsbedürftige Produkte wie Maschinen, Bauteile, Messtechnik oder Software an Geschäftskunden. Sie verbinden technisches Fachwissen mit Beratung, Angebotserstellung und Kundenbetreuung.
- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 3.300 – 7.800 €
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