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Babysitter /Nanny in und

Babysitter und Nannys betreuen Kinder im Haushalt der Familie, stundenweise am Abend oder als feste Kraft in Teil- oder Vollzeit. Sie übernehmen Aufsicht, Versorgung und Alltagsbegleitung, wenn die Eltern arbeiten oder unterwegs sind.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Babysitter /Nanny in und verdient

2.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.400 € 2.800 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.800 € 3.400 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 4.300 € 39.600 €

Es gibt keinen Tarifvertrag; im Privathaushalt gilt nur der gesetzliche Mindestlohn, alles darüber wird frei verhandelt. Das Gehalt hängt am stärksten von Wohnort, pädagogischer Ausbildung, Sprachkenntnissen und der Zahlungsbereitschaft der Familie ab, und viele Stellen laufen nur als Minijob oder in Teilzeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Babysitter oder eine Nanny?

Babysitter springen meist stundenweise ein: am Abend, am Wochenende oder nach der Schule. Sie passen auf, spielen, bringen die Kinder ins Bett und sind ansprechbar, bis die Eltern zurück sind. Nannys arbeiten dagegen regelmäßig und oft in Vollzeit für eine Familie. Zu ihrem Alltag gehört, Babys zu wickeln und zu füttern, Fläschchen zuzubereiten, Mahlzeiten für die Kinder zu kochen, sie zur Kita oder Schule zu bringen und wieder abzuholen, mit ihnen Hausaufgaben zu machen, auf den Spielplatz zu gehen und Termine beim Kinderarzt oder im Sportverein wahrzunehmen. Dazu kommen kinderbezogene Hausarbeiten wie Kinderwäsche waschen, Spielzeug aufräumen oder das Kinderzimmer in Ordnung halten. Die Nanny spricht sich eng mit den Eltern ab, berichtet über den Tag und hält sich an deren Regeln zu Schlaf, Essen und Medienzeit.

Wie wird man Babysitter oder Nanny?

Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Babysitten beginnt oft schon in der Schulzeit, häufig nach einem Babysitterkurs bei Familienbildungsstätten, dem Roten Kreuz oder Volkshochschulen. Für feste Nanny-Stellen erwarten Familien und Vermittlungsagenturen meist Erfahrung und gern eine pädagogische Vorbildung, etwa als Kinderpflegerin, Sozialassistent oder Erzieherin. Ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind und ein erweitertes Führungszeugnis werden fast immer verlangt. Wer Kinder nicht im Haushalt der Familie, sondern in der eigenen Wohnung betreut, arbeitet als Tagespflegeperson und braucht eine Pflegeerlaubnis vom Jugendamt samt Qualifizierungskurs. Quereinstieg ist gut möglich, etwa nach der Elternzeit oder aus anderen Berufen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend: Kleinkinder tragen, viel stehen, bücken, draußen unterwegs sein bei jedem Wetter. Die Verantwortung ist hoch, denn die Nanny ist oft allein mit den Kindern und muss bei Unfällen, Fieber oder Streit ruhig und schnell handeln. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Eltern, also früher Morgen, später Abend und kurzfristige Änderungen. Weil man im Privathaushalt arbeitet, verschwimmen Grenzen leicht: Zusatzaufgaben im Haushalt, unbezahlte Überstunden oder Erwartungen, die nie vereinbart wurden. Viele Stellen laufen als Minijob oder sogar schwarz, was Rentenansprüche, Krankenversicherung und Kündigungsschutz gefährdet. Ein schriftlicher Arbeitsvertrag ist deshalb wichtig. Man arbeitet ohne Kollegium, die Bindung an die Kinder ist eng, und wenn die Familie die Betreuung nicht mehr braucht, endet die Stelle oft abrupt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, vor allem in Großstädten und bei Familien, in denen beide Eltern Vollzeit arbeiten oder Kita-Plätze fehlen. Gefragt sind Nannys mit Mehrsprachigkeit, pädagogischer Ausbildung oder Erfahrung mit Neugeborenen. Wer sich weiterentwickeln will, kann eine Ausbildung zur Erzieherin oder Kinderpflegerin anschließen, sich als Tagespflegeperson selbstständig machen oder sich auf Säuglingsbetreuung nach der Geburt spezialisieren. Einige wechseln zu Agenturen, in Hotels mit Kinderbetreuung oder in die Arbeit mit Kindern mit besonderem Förderbedarf. Stellen bei vermögenden Familien bieten höhere Bezahlung, verlangen aber oft Reisebereitschaft und große Flexibilität.

Aufgaben

  • Kinder beaufsichtigen, mit ihnen spielen und basteln
  • Babys wickeln, füttern und zum Schlafen bringen
  • Mahlzeiten für die Kinder zubereiten
  • Kinder zur Kita, Schule oder zu Freizeitterminen bringen und abholen
  • Bei Hausaufgaben helfen und vorlesen
  • Kinderwäsche waschen und Kinderzimmer aufräumen
  • Eltern über den Tagesverlauf, Auffälligkeiten und Krankheitszeichen informieren
  • Bei kleinen Verletzungen Erste Hilfe leisten und im Notfall Hilfe holen

Voraussetzungen

  • Erfahrung in der Kinderbetreuung, für feste Stellen oft pädagogische Vorbildung
  • Erste-Hilfe-Kurs am Kind
  • Erweitertes Führungszeugnis
  • Geduld, Verlässlichkeit und Ruhe in Stresssituationen
  • Körperliche Belastbarkeit für Tragen, Bücken und Aktivitäten im Freien
  • Flexibilität bei Arbeitszeiten, oft Führerschein erwünscht

Wo man arbeitet

  • Privathaushalte von Familien
  • Vermittlungsagenturen für Kinderbetreuung
  • Hotels und Ferienanlagen mit Kinderbetreuung
  • Unternehmen mit Notfall-Kinderbetreuung für Beschäftigte
  • Eigene Wohnung als Tagespflegeperson

Der Weg in den Beruf

Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht; der Einstieg erfolgt meist über Babysitterkurse, Erste-Hilfe-Kurs am Kind und praktische Erfahrung. Für feste Nanny-Stellen ist eine zwei- bis dreijährige schulische Ausbildung zur Kinderpflegerin oder Sozialassistentin oder die Ausbildung zur Erzieherin ein klarer Vorteil. Wer Kinder im eigenen Haushalt betreut, braucht zusätzlich eine Pflegeerlaubnis des Jugendamts und einen Qualifizierungskurs für die Kindertagespflege.

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