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Bildung & Soziales

Erzieher

Erzieher begleiten Kinder und Jugendliche in Kita, Hort und Jugendhilfe, fördern ihre Entwicklung und arbeiten eng mit den Eltern zusammen.

60 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Erzieher verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.550 € 3.800 € 42.600 €
Mit Berufserfahrung 3.600 € 4.000 € 4.400 € 48.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.450 € 4.900 € 53.400 €

Grundlage ist der TVöD Sozial- und Erziehungsdienst mit Entgeltgruppe S8a für die Kita und S8b für schwierigere Tätigkeiten etwa in der Heimerziehung, sowie die daran angelehnten AVR kirchlicher Träger. Freie Träger ohne Tarifbindung zahlen oft darunter; Zulagen und Wechselschichtzuschläge in der Jugendhilfe sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Erzieher sind staatlich anerkannte Fachkräfte für Bildung, Betreuung und Erziehung. Die meisten arbeiten in Kindertagesstätten, wo sie Tagesabläufe gestalten, Spiel- und Lernangebote planen, Kinder beobachten und ihre Entwicklung dokumentieren. Die Bildungspläne der Länder geben Schwerpunkte wie Sprache, Bewegung, Natur und soziales Lernen vor, die im Alltag umgesetzt werden müssen, oft mit Kindern aus Familien, in denen zu Hause kein Deutsch gesprochen wird. Elterngespräche, Eingewöhnungen und die Zusammenarbeit mit Frühförderstellen und Schulen gehören ebenso dazu.

Der Beruf reicht aber über die Kita hinaus, und dieser Bestand zeigt das. Neben Kita-Stellen kirchlicher und freier Träger stehen Anzeigen für Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe und für einen Kindernotdienst. Dort ist die Arbeit eine andere: Schichtdienst mit Nächten und Wochenenden, Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Familien leben können, Hilfeplangespräche mit dem Jugendamt und eine Belastung, die mehr Supervision und Teamabsprache verlangt als der Kita-Alltag.

Fast die Hälfte der Anzeigen im Bestand ist ausdrücklich in Teilzeit ausgeschrieben. Das entspricht dem Beruf, in dem Teilzeit weit verbreitet ist, teils gewünscht, teils weil Träger Vollzeitstellen stückeln. Die Träger sind überwiegend kirchlich oder gehören zur Wohlfahrtspflege; damit gelten häufig kirchliche Arbeitsvertragsrichtlinien statt des TVöD, die sich in der Höhe aber meist an ihm orientieren.

Der Fachkräftemangel prägt den Alltag: Personalschlüssel, die auf dem Papier stimmen und in der Grippezeit nicht, verkürzte Öffnungszeiten, Gruppen, die zusammengelegt werden. Gleichzeitig sind Erzieher auf dem Arbeitsmarkt in einer starken Position, befristete Stellen werden seltener, und Weiterbildungen etwa zur Fachkraft für Sprachförderung, Inklusion oder Kita-Leitung werden oft vom Träger unterstützt.

Aufgaben

  • Kinder im Alltag begleiten, betreuen und fördern
  • Pädagogische Angebote nach dem Bildungsplan planen und durchführen
  • Entwicklung beobachten und dokumentieren
  • Eingewöhnungen gestalten und Elterngespräche führen
  • Mit Jugendamt, Schulen und Fachdiensten zusammenarbeiten
  • In der Jugendhilfe Gruppenalltag und Hilfeplanung mittragen
  • Praktikanten und Auszubildende anleiten

Voraussetzungen

  • Staatliche Anerkennung als Erzieher oder gleichwertiger Abschluss
  • Erweitertes Führungszeugnis
  • Nachweis der Masernimmunität nach dem Infektionsschutzgesetz
  • Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Eltern und Fachdiensten
  • In der Jugendhilfe Bereitschaft zu Schicht- und Wochenenddiensten
  • Bei kirchlichen Trägern teils Bezug zum christlichen Profil

Wo man arbeitet

  • Kindertagesstätten und Krippen
  • Horte und offene Ganztagsschulen
  • Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Kinder- und Jugendnotdienste
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Jugendzentren und Familienzentren

Der Weg in den Beruf

Die Ausbildung findet an Fachschulen für Sozialpädagogik statt und dauert je nach Land und Vorbildung drei bis vier Jahre einschließlich Praxisphasen; Voraussetzung ist in der Regel der Mittlere Schulabschluss und eine einschlägige Vorbildung wie die Ausbildung zum Sozialassistenten oder Kinderpfleger. In der klassischen Form endet sie mit einem Berufspraktikum, in der praxisintegrierten Form ist sie von Beginn an vergütet, bei öffentlichen Trägern nach dem TVAöD. Wer weiter will, kann berufsbegleitend Kindheitspädagogik oder Soziale Arbeit studieren oder eine Leitungsweiterbildung machen.

Offene Stellen als Erzieher

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