Bäckereiverkäufer
Bäckereiverkäuferinnen und Bäckereiverkäufer verkaufen Brot, Brötchen, Kuchen und Snacks in Bäckereifilialen, beraten zu Zutaten und Allergenen und bereiten Backwaren, belegte Brötchen und Kaffeegetränke zu.
12 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Bäckereiverkäufer verdient
2.450 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.400 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.300 € | 2.500 € | 27.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.250 € | 2.450 € | 2.750 € | 29.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.500 € | 2.850 € | 3.400 € | 34.200 € |
In tarifgebundenen Betrieben gelten die regionalen Lohntarifverträge für das Bäckerhandwerk, die zwischen den Landesinnungsverbänden und der Gewerkschaft NGG abgeschlossen werden; viele Bäckereien sind jedoch nicht tarifgebunden und zahlen nahe am gesetzlichen Mindestlohn. Spürbar mehr verdient vor allem, wer eine Filiale leitet, Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit kommen je nach Betrieb hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Bäckereiverkäufer?
Der Arbeitstag beginnt oft vor Ladenöffnung: Tiefgekühlte Teiglinge werden im Ladenofen aufgebacken, Brötchen belegt, Auslagen und Theke bestückt, die Kaffeemaschine vorbereitet. Danach steht der Verkauf im Mittelpunkt. Bäckereiverkäufer bedienen Kundschaft, schneiden Brot, packen Torten ein, kassieren und beantworten Fragen zu Zutaten, Vollkornanteil oder Allergenen, die gesetzlich angegeben werden müssen. In vielen Filialen gehört ein Café- oder Snackbereich dazu, mit Kaffeespezialitäten, warmen Speisen und Tischservice. Zwischen den Stoßzeiten wird nachgebacken, die Ware kontrolliert, Temperaturen dokumentiert und geputzt. Am Ende des Tages kommen Kassenabrechnung, Bestellung für den nächsten Tag und das Sortieren der Retourware hinzu. Auch Torten- und Partybestellungen werden angenommen und geplant.
Wie wird man Bäckereiverkäufer?
Der anerkannte Ausbildungsberuf heißt Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Bäckerei. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Auszubildenden haben einen Haupt- oder Realschulabschluss. Inhalte sind Warenkunde, Hygiene, Verkauf, Kassenführung und das Herstellen einfacher Snacks. Der Quereinstieg ist in diesem Beruf weit verbreitet: Viele Filialen stellen ungelernte Kräfte als Verkaufshilfe ein, häufig in Teilzeit oder als Minijob, und lernen sie im Betrieb an. Vor Arbeitsbeginn ist eine Belehrung durch das Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz Pflicht.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten sind die größte Hürde. Frühschichten beginnen oft um fünf oder sechs Uhr, Samstags- und Sonntagsarbeit ist die Regel, Feiertage ebenfalls. Spätschichten reichen in Bahnhofs- oder Supermarktfilialen bis in den Abend. Die Arbeit findet fast vollständig im Stehen statt, dazu kommen Hitze am Ofen, Kälte beim Öffnen von Kühlung und Tiefkühlung sowie das Tragen von Blechen und Kisten. In der Morgen- und Mittagszeit herrscht hoher Zeitdruck mit langen Schlangen, während gleichzeitig freundlich und korrekt bedient werden muss. Viele Filialen sind knapp besetzt, sodass Pausen kurz ausfallen oder kurzfristig eingesprungen werden muss. Die Bezahlung liegt in vielen Betrieben nahe am gesetzlichen Mindestlohn, was den Beruf für viele nur als Zuverdienst attraktiv macht.
Aussichten
Bäckereien suchen seit Jahren Verkaufspersonal, Ausbildungsplätze bleiben häufig unbesetzt. Eine Stelle zu finden ist daher meist leicht, auch nach längerer Pause oder in Teilzeit. Gleichzeitig schrumpft die Zahl handwerklicher Bäckereien, während Filialketten und Backshops im Lebensmittelhandel wachsen, in denen überwiegend aufgebacken wird. Wer sich weiterentwickeln will, kann die Leitung einer Filiale übernehmen, den Ausbilderschein erwerben oder Fortbildungen wie Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk oder Fachwirt im Einzelhandel abschließen. Auch ein Wechsel in die Gastronomie, den Lebensmitteleinzelhandel oder in Konditoreien ist naheliegend.
Aufgaben
- Backwaren aufbacken und Theke sowie Auslagen bestücken
- Brötchen belegen und Snacks zubereiten
- Kundschaft bedienen und zu Zutaten und Allergenen beraten
- Kaffeegetränke zubereiten und Gäste im Café bedienen
- Kassieren und die Tagesabrechnung erstellen
- Ware nachbestellen und Retouren erfassen
- Hygienevorschriften einhalten, Temperaturen dokumentieren und reinigen
- Torten- und Partybestellungen annehmen
Voraussetzungen
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt
- Bereitschaft zu Frühschichten sowie Wochenend- und Feiertagsarbeit
- Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Tragen von Blechen und Kisten
- Freundlicher Umgang mit Kundschaft auch unter Zeitdruck
- Sicheres Kopfrechnen und Sorgfalt beim Umgang mit Geld
- Sauberkeit und Gespür für Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln
Wo man arbeitet
- Handwerksbäckereien mit eigenem Laden
- Filialen von Bäckereiketten
- Backshops in Supermärkten
- Bäckereien in Bahnhöfen und Einkaufszentren
- Bäckerei-Cafés
- Konditoreien
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Bäckerei, die mit der Prüfung vor der Handwerkskammer abschließt. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Ein Quereinstieg als angelernte Verkaufshilfe ist ohne Ausbildung möglich und sehr verbreitet.
Offene Stellen als Bäckereiverkäufer
In der Suche fortsetzenBäckereiverkäufer für unser Fachgeschäft in Essen Borbeck-Mitte (m/w/d)
Bäckereiverkäufer für unser neues Fachgeschäft in Essen Rüttenscheid (m/w/d)
Bäckereiverkäufer für unser Fachgeschäft in Essen Frintrop (REWE Stahmer) (m/w/d)
Bäckereiverkäufer (m/w/d)
Bäckereiverkäufer (m/w/d)
Bäckereiverkäufer (m/w/d)
Bäckereiverkäufer (m/w/d)
Bäckereiverkäufer (m/w/d)
Bäckereiverkäufer (m/w/d) in Melle
Bäckereiverkäufer (m/w/d)
Verwandte Berufe
Bäcker
Stellt Brot, Brötchen und Feingebäck her – Handwerk im Nachtrhythmus, mit Teigführung als Kern.
- Offene Stellen
- 48
- Monatsbrutto
- 2.350 – 4.000 €
Fachkraft für Gastronomie
Fachkräfte für Gastronomie bedienen Gäste im Restaurant oder arbeiten in der Systemgastronomie. Sie nehmen Bestellungen auf, servieren Speisen und Getränke, kassieren und halten Gastraum, Theke und Lager in Ordnung.
- Offene Stellen
- 5
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.500 €
Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk Fleischerei
Berät an der Fleisch- und Wursttheke, schneidet auf Wunsch zu, portioniert und hält die Kühlkette im Verkaufsraum ein.
- Offene Stellen
- 51
- Monatsbrutto
- 2.350 – 3.500 €
Verkäufer im Einzelhandel
Verkäuferinnen und Verkäufer im Einzelhandel beraten Kundschaft, kassieren, nehmen Ware an und halten Regale und Verkaufsfläche in Ordnung. Sie arbeiten in Supermärkten, Fachgeschäften, Kaufhäusern und Discountern.
- Offene Stellen
- 5
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.800 €
Passend dazu im Ratgeber
- Werkstudent: Stundengrenze, Sozialversicherung, Vertrag Das Werkstudentenprivileg spart Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherun...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...