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Gastronomie & Tourismus

Betriebsleiter

Verantwortet den laufenden Betrieb eines Standorts, etwa eines Restaurants der Systemgastronomie oder eines Therapiezentrums, mit Personal, Abläufen und Ergebnis.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Betriebsleiter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.800 € 4.300 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.600 € 5.300 € 55.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 5.600 € 6.600 € 67.200 €

In der Systemgastronomie gilt der Entgelttarifvertrag des Bundesverbands der Systemgastronomie mit der NGG, dessen oberste Gruppen die Restaurantleitung erfassen; viele Betriebsleiter werden außertariflich bezahlt. Im Therapiebereich gibt es keinen Flächentarif, die Spanne hängt an Standortgröße und Abrechnungsvolumen; Boni sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Betriebsleiter ist ein Titel, der in vielen Branchen vorkommt und überall dasselbe meint: die Person, die einen Standort im Alltag führt und für das Ergebnis geradesteht. Sie plant Personal und Dienste, sorgt dafür, dass Abläufe und Standards eingehalten werden, führt Gespräche mit Mitarbeitern, stellt ein und arbeitet ein, überwacht Kosten und Umsatz und ist Ansprechpartner für Kunden, Behörden und die übergeordnete Leitung. Was genau betrieben wird, bestimmt den fachlichen Teil der Aufgabe, nicht ihre Struktur.

In diesem Bestand liegen zwei sehr unterschiedliche Welten nebeneinander. Die eine ist die Systemgastronomie, also Restaurants von Ketten und Franchisenehmern, in denen der Betriebsleiter ein Team mit vielen Teilzeit- und Aushilfskräften führt, Schichtpläne erstellt, Warenbestellung und Wareneinsatz verantwortet und Hygiene- und Qualitätsstandards des Systems einhalten muss. Die andere sind Therapiezentren mit Physiotherapie und verwandten Leistungen, in denen der Betriebsleiter das Team organisiert, die Terminauslastung steuert, mit Kostenträgern abrechnet und oft selbst noch therapeutisch arbeitet. Einzelne Anzeigen kommen über Personalberatungen, ein kleiner Teil ist in Teilzeit ausgeschrieben.

Gemeinsam ist beiden Seiten, dass der Betriebsleiter zwischen den Vorgaben einer Zentrale oder eines Inhabers und der Realität vor Ort vermittelt. Er setzt Konzepte um, die er nicht selbst entworfen hat, und muss sie mit einem Team verwirklichen, das er selbst motivieren und halten muss. In der Gastronomie kommen lange Öffnungszeiten, Wochenend- und Feiertagsarbeit hinzu, im Therapiezentrum die Verantwortung für Zulassungsvoraussetzungen und Qualitätsvorgaben der Krankenkassen.

Der Weg in die Rolle führt fast immer über die eigene Branche: in der Gastronomie über Schichtführung und stellvertretende Leitung, im Therapiebereich über die therapeutische Praxis und erste Leitungsaufgaben. Von der Betriebsleitung eines Standorts aus geht es weiter zur Bereichs- oder Regionalleitung mehrerer Betriebe oder in die Selbstständigkeit als Franchisenehmer oder Praxisinhaber.

Aufgaben

  • Den laufenden Betrieb eines Standorts organisieren und überwachen
  • Dienst- und Schichtpläne erstellen und Personal einsetzen
  • Mitarbeiter auswählen, einarbeiten, führen und weiterentwickeln
  • Umsatz, Personalkosten und Wareneinsatz steuern und berichten
  • Qualitäts-, Hygiene- und Sicherheitsstandards durchsetzen
  • Ansprechpartner für Kunden, Patienten, Behörden und Zentrale sein
  • Einkauf, Abrechnung und Verwaltung des Standorts verantworten

Voraussetzungen

  • Fachliche Ausbildung in der jeweiligen Branche, etwa Gastronomie oder Therapie
  • Mehrjährige Berufserfahrung mit ersten Führungsaufgaben
  • Kaufmännisches Verständnis für Kennzahlen und Budgets
  • Organisationsvermögen und Durchsetzungsfähigkeit
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten, in der Gastronomie auch am Wochenende
  • Kenntnisse in Hygiene- und Arbeitsschutzvorgaben

Wo man arbeitet

  • Restaurants der Systemgastronomie
  • Therapie- und Gesundheitszentren
  • Gemeinschaftsverpflegung und Kantinen
  • Freizeit- und Fitnesseinrichtungen
  • Produktions- und Dienstleistungsbetriebe

Der Weg in den Beruf

Einen einheitlichen Weg gibt es nicht. In der Gastronomie ist die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Systemgastronomie oder zum Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie der übliche Start, gefolgt von internen Führungsprogrammen und Fortbildungen wie dem Fachwirt im Gastgewerbe. Im Therapiebereich kommen Betriebsleiter meist aus der Physiotherapie oder Ergotherapie und ergänzen die Berufszulassung um Weiterbildungen in Praxismanagement oder ein betriebswirtschaftliches Studium.

Offene Stellen als Betriebsleiter

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