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Technik & Ingenieurwesen

CAD-Konstrukteur / Design Engineer

CAD-Konstrukteurinnen und -Konstrukteure entwerfen Bauteile, Baugruppen und Maschinen am Computer und erstellen die 3D-Modelle und technischen Zeichnungen, nach denen gefertigt wird.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als CAD-Konstrukteur / Design Engineer verdient

4.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.200 bis 7.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.800 € 4.600 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.700 € 5.600 € 56.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 5.700 € 7.000 € 68.400 €

Am stärksten wirken Abschluss und Tarifbindung: In tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie gilt das Entgeltrahmenabkommen (ERA) der IG Metall, das deutlich über dem Niveau kleiner Konstruktionsbüros und vieler Ingenieurdienstleister liegt. Mit Ingenieurstudium und in der Automobilindustrie wird meist mehr gezahlt als mit Ausbildung im mittelständischen Maschinenbau.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein CAD-Konstrukteur?

CAD-Konstrukteure übersetzen Anforderungen in fertigungsreife Konstruktionen. Aus einem Lastenheft, einer Skizze oder einem Gespräch mit dem Vertrieb entsteht in Programmen wie SolidWorks, Siemens NX, CATIA, Creo oder Inventor ein 3D-Modell. Daraus werden technische Zeichnungen mit Maßen, Toleranzen und Oberflächenangaben abgeleitet, dazu Stücklisten für Einkauf und Fertigung. Ein großer Teil der Arbeit ist Abstimmung: mit der Fertigung, ob sich ein Teil wirtschaftlich fräsen oder gießen lässt, mit dem Einkauf über Normteile und Zulieferer, mit der Berechnung über Festigkeit und Bauraum. Konstruktionen werden selten von Grund auf neu entworfen; häufig geht es um Varianten, Änderungen nach Kundenwunsch oder das Beheben von Problemen, die in der Montage aufgefallen sind. Als Design Engineer mit Ingenieurstudium kommen oft Auslegung, einfache FEM-Berechnungen und Verantwortung für ganze Baugruppen hinzu.

Wie wird man CAD-Konstrukteur?

Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, es führen mehrere Wege hinein. Häufig ist die dreijährige duale Ausbildung zum Technischen Produktdesigner, Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion oder Produktgestaltung. Viele kommen aus einem gewerblichen Beruf wie Industriemechaniker oder Zerspanungsmechaniker und bilden sich zum staatlich geprüften Techniker Maschinenbau weiter, in Vollzeit zwei Jahre, berufsbegleitend vier. Für Stellen als Design Engineer wird meist ein Bachelor in Maschinenbau, Mechatronik oder Fahrzeugtechnik erwartet. Quereinsteiger mit Werkstatterfahrung können über CAD-Lehrgänge, etwa gefördert durch die Arbeitsagentur, Fuß fassen, haben ohne anerkannten Abschluss aber vor allem bei Ingenieurdienstleistern Chancen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet fast vollständig am Bildschirm statt, oft mit zwei Monitoren und über viele Stunden. Rücken, Nacken und Augen werden belastet, Bewegung muss man sich außerhalb der Arbeit suchen. Die Arbeitszeiten sind meist regelmäßig, vor Messen, Abnahmen oder Liefertermine kommen aber Überstunden vor. Druck entsteht dadurch, dass Fehler in der Konstruktion teuer werden: Ein falsches Maß kann ganze Serien unbrauchbar machen. Wer nur gern zeichnet, wird enttäuscht; gefragt sind räumliches Vorstellungsvermögen, Normenkenntnis, Verständnis für Werkstoffe und Fertigungsverfahren sowie Geduld bei wiederholten Änderungsschleifen. Bei Ingenieurdienstleistern wechseln Projekte und Kunden häufig, teils mit Einsätzen direkt beim Kunden vor Ort.

Aussichten

Konstrukteure werden im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automobil- und Zulieferindustrie, in der Medizintechnik und der Elektrotechnik gesucht. Die Nachfrage schwankt mit der Konjunktur, gerade die Automobilbranche baut derzeit Stellen um oder ab, während Bereiche wie Energietechnik, Automatisierung und Medizintechnik stabiler sind. Wer sich in Simulation, Produktdatenmanagement oder Blechkonstruktion spezialisiert, verbessert seine Position. Entwicklungswege führen zur Leitung einer Konstruktionsgruppe, ins Projektmanagement, in die Berechnung oder über ein berufsbegleitendes Studium zum Entwicklungsingenieur. Routinearbeiten wie Zeichnungsableitung werden zunehmend automatisiert, das Verständnis für Funktion und Fertigung bleibt gefragt.

Aufgaben

  • Bauteile und Baugruppen als 3D-Modell im CAD-System konstruieren
  • Technische Zeichnungen mit Maßen, Toleranzen und Passungen ableiten
  • Stücklisten erstellen und im PDM- oder ERP-System pflegen
  • Normteile und Zukaufteile auswählen und einplanen
  • Konstruktionen mit Fertigung, Einkauf und Montage abstimmen
  • Änderungen nach Kundenwunsch oder Problemen aus der Montage einarbeiten
  • Festigkeit und Bauraum prüfen, teils mit einfachen Berechnungen oder FEM
  • Prototypen begleiten und Testergebnisse in die Konstruktion übernehmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Technischer Produktdesigner, Techniker Maschinenbau oder Ingenieurstudium
  • Sicherer Umgang mit mindestens einem gängigen CAD-System wie SolidWorks, NX, CATIA, Creo oder Inventor
  • Kenntnisse in technischen Normen, Toleranzen und Werkstoffen
  • Verständnis für Fertigungsverfahren wie Drehen, Fräsen, Schweißen oder Spritzguss
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und sorgfältige Arbeitsweise
  • Technisches Englisch für Dokumentation und internationale Projekte

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Anlagenbauer
  • Automobilhersteller und Zulieferer
  • Ingenieur- und Konstruktionsbüros
  • Medizintechnik- und Elektrotechnikunternehmen
  • Hersteller von Sondermaschinen und Vorrichtungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Technischen Produktdesigner oder eine gewerbliche Ausbildung mit anschließender zwei- bis vierjähriger Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Maschinenbau. Für Positionen als Design Engineer wird meist ein Bachelorstudium in Maschinenbau oder Mechatronik von sechs bis sieben Semestern verlangt.

Offene Stellen als CAD-Konstrukteur / Design Engineer

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