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Community Manager

Community Manager betreuen die Online-Gemeinschaft rund um eine Marke, ein Produkt oder eine Organisation. Sie moderieren Diskussionen, beantworten Fragen, entschärfen Konflikte und geben Rückmeldungen aus der Community an das eigene Unternehmen weiter.

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Gehalt

Was man als Community Manager verdient

3.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.700 bis 6.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.300 € 5.200 € 6.500 € 62.400 €

Einen Tarifvertrag gibt es für den Beruf in der Regel nicht, Gehälter werden frei verhandelt. Am meisten hängt die Bezahlung von Branche und Unternehmensgröße ab: Große Tech- und Spieleunternehmen zahlen deutlich mehr als kleine Agenturen, Vereine oder Non-Profit-Organisationen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Community Manager?

Community Manager kümmern sich um die Menschen, die sich öffentlich mit einer Marke, einem Spiel, einer Software oder einer Organisation beschäftigen. Der Arbeitsalltag besteht zu einem großen Teil aus Lesen und Antworten: Kommentare unter Social-Media-Beiträgen sichten, Fragen in Foren und auf Discord beantworten, beleidigende oder rechtswidrige Inhalte löschen und Nutzer bei wiederholten Verstößen sperren. Dazu kommen eigene Beiträge, Umfragen, Livestreams oder Gewinnspiele, die Austausch anregen sollen. Ein wichtiger Teil der Arbeit läuft nach innen: Community Manager sammeln Kritik, Fehlermeldungen und Wünsche, fassen sie zusammen und geben sie an Produktentwicklung, Kundenservice oder Marketing weiter. Mit Analysewerkzeugen werten sie Reichweite, Stimmung und Aktivität aus und berichten darüber. Bei Pannen, Shitstorms oder umstrittenen Entscheidungen stehen sie in der ersten Reihe und müssen öffentlich Stellung beziehen, oft mit vorher abgestimmten Formulierungen.

Wie wird man Community Manager?

Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Viele kommen aus einem Studium der Kommunikations-, Medien- oder Sozialwissenschaften, aus dem Marketing oder dem Journalismus. Auch eine Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Marketingkommunikation oder für Dialogmarketing ist ein möglicher Einstieg. Quereinstieg ist verbreitet, besonders in der Spielebranche, wo Arbeitgeber oft Menschen suchen, die eine Community bereits aus eigener Erfahrung kennen, etwa als ehrenamtliche Moderatoren. Private Weiterbildungsanbieter und Industrie- und Handelskammern bieten Zertifikatslehrgänge an, die Grundlagen zu Plattformen, Recht und Krisenkommunikation vermitteln. Ein Volontariat oder Traineeprogramm in einer Agentur ist ein weiterer üblicher Weg.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf verlangt ein dickes Fell. Community Manager lesen täglich Beschwerden, Beleidigungen und gelegentlich Drohungen, und vieles davon richtet sich gegen das Unternehmen, landet aber bei ihnen. Wer das nicht auf Abstand halten kann, erlebt die Arbeit schnell als belastend. Gefragt sind ein sicherer schriftlicher Ausdruck, Geduld, Taktgefühl und die Fähigkeit, in wenigen Sätzen sachlich und freundlich zu bleiben. Englisch ist meist Pflicht, in internationalen Unternehmen weitere Sprachen. Weil das Netz keinen Feierabend kennt, gehören Abend- und Wochenenddienste, Rufbereitschaft bei Produktstarts oder Krisen und eine hohe Erreichbarkeit vielerorts dazu. Der Erfolg der Arbeit ist schwer messbar, was die Anerkennung im Unternehmen manchmal erschwert.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, aber stark von Branchenkonjunkturen abhängig. Spieleentwickler, Tech-Unternehmen, Medienhäuser und Agenturen stellen regelmäßig ein, bauen in Sparphasen aber auch Stellen ab. Automatisierte Moderation und KI-Werkzeuge übernehmen zunehmend einfache Filteraufgaben, die Betreuung, Auswertung und Krisenkommunikation bleiben jedoch menschliche Arbeit. Mit Erfahrung führt der Weg zur Leitung eines Community-Teams, in das Social-Media- oder Kommunikationsmanagement, in die Unternehmenskommunikation oder in Rollen zwischen Community und Produktentwicklung. Auch eine Selbstständigkeit als Berater für Community-Aufbau ist möglich.

Aufgaben

  • Kommentare, Forenbeiträge und Nachrichten sichten und beantworten
  • Regelverstöße moderieren, Beiträge löschen und Nutzer sperren
  • Eigene Beiträge, Umfragen und Community-Events planen und umsetzen
  • Kritik und Fehlermeldungen sammeln und an Fachabteilungen weitergeben
  • Kennzahlen zu Reichweite, Aktivität und Stimmung auswerten
  • In Krisen und bei Shitstorms öffentlich Stellung beziehen
  • Ehrenamtliche Moderatoren und Community-Mitglieder betreuen

Voraussetzungen

  • Studium in Kommunikation oder Medien, kaufmännische Ausbildung oder einschlägige Praxiserfahrung
  • Sicherer schriftlicher Ausdruck in Deutsch und gute Englischkenntnisse
  • Gute Kenntnis der gängigen Plattformen wie Instagram, TikTok, Discord oder Foren
  • Belastbarkeit im Umgang mit Kritik und Anfeindungen
  • Grundwissen zu Datenschutz, Urheberrecht und Netzrecht
  • Bereitschaft zu Abend- und Wochenenddiensten

Wo man arbeitet

  • Spieleentwickler und Publisher
  • Software- und Tech-Unternehmen
  • Social-Media- und Kommunikationsagenturen
  • Verlage und Medienhäuser
  • Online-Händler und Markenhersteller
  • Vereine, Verbände und Non-Profit-Organisationen

Der Weg in den Beruf

Ein festgelegter Ausbildungsweg existiert nicht. Üblich ist ein Bachelorstudium in Kommunikations- oder Medienwissenschaft (drei Jahre) oder eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Marketingkommunikation, oft ergänzt durch ein Volontariat oder einen mehrmonatigen Zertifikatslehrgang. Quereinstieg mit nachweisbarer Moderationserfahrung ist verbreitet.

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