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IT & Software

Consultant Cloud Security

Consultants für Cloud Security beraten Unternehmen dabei, ihre Anwendungen und Daten in Cloud-Plattformen wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud sicher zu betreiben. Sie bewerten Risiken, entwerfen Sicherheitsarchitekturen und begleiten deren Umsetzung.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Consultant Cloud Security verdient

6.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 4.200 bis 10.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 4.200 € 4.800 € 5.600 € 57.600 €
Mit Berufserfahrung 5.500 € 6.400 € 7.500 € 76.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 7.000 € 8.200 € 10.000 € 98.400 €

Ein Tarifvertrag gilt meist nicht, Gehälter werden frei verhandelt; große Beratungshäuser und Finanzunternehmen in München, Frankfurt oder Hamburg zahlen deutlich mehr als kleinere Systemhäuser in strukturschwächeren Regionen. Nachgewiesene Zertifikate, Erfahrung mit regulierten Branchen und variable Bonusanteile in der Beratung verschieben das Gehalt spürbar nach oben.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Consultant Cloud Security?

Consultants für Cloud Security arbeiten für Kunden, die Teile ihrer IT in die Cloud verlagert haben oder das planen. Zu Beginn eines Projekts steht meist eine Bestandsaufnahme: Wer hat welche Zugriffsrechte, wie sind Netzwerke getrennt, sind Speicherbereiche öffentlich erreichbar, werden Daten verschlüsselt. Daraus entstehen Risikobewertungen und Maßnahmenpläne. Danach geht es an die Umsetzung: Rollen- und Rechtekonzepte in Identity-and-Access-Management-Systemen aufsetzen, Sicherheitsrichtlinien als Code in Terraform oder ähnlichen Werkzeugen schreiben, Überwachung und Protokollierung einrichten, Container- und Kubernetes-Umgebungen absichern. Ein großer Teil der Arbeit ist Abstimmung mit Entwicklungsteams, Betrieb und Datenschutz sowie die Vorbereitung auf Prüfungen nach ISO 27001, BSI C5, NIS2 oder DORA. Präsentationen vor Management und Dokumentation gehören ebenso dazu wie technische Detailarbeit.

Wie wird man Consultant Cloud Security?

Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Üblich ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder IT-Sicherheit mit Bachelor oder Master. Ebenso häufig ist der Weg über eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und einige Jahre als Administrator, Cloud Engineer oder in einem Security-Team. Direkt nach dem Studium steigen manche als Junior Consultant in Beratungshäusern ein und lernen im Projekt. Herstellerzertifikate wie AWS Certified Security Specialty, Microsoft Azure Security Engineer oder Google Professional Cloud Security Engineer sowie herstellerunabhängige Nachweise wie CCSP oder CISSP werden in Stellenanzeigen oft verlangt. Quereinsteiger aus Netzwerktechnik oder Softwareentwicklung haben gute Chancen, wenn sie praktische Cloud-Erfahrung nachweisen können.

Was der Beruf verlangt

Die Plattformen ändern sich laufend, neue Dienste und Angriffsmuster kommen jeden Monat dazu. Wer nicht ständig weiterlernt, verliert schnell den Anschluss, und diese Weiterbildung findet oft neben dem Projektgeschäft statt. In Beratungen zählt die abrechenbare Zeit, was zu Termindruck und Überstunden führen kann. Je nach Arbeitgeber gehören Reisen zu Kunden dazu, wenn auch seltener als früher. Die Verantwortung ist hoch: Ein Fehler in einer Berechtigung kann Datenlecks verursachen. Schwer fällt vielen der Spagat zwischen Sicherheitsanforderungen und dem Wunsch der Kunden nach schneller, günstiger Umsetzung. Gutes Englisch ist Pflicht, da Dokumentation und Teams oft international sind. Bereitschaftsdienste sind in reiner Beratung selten, bei Managed-Security-Anbietern aber möglich.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. Gesetzliche Vorgaben wie NIS2 und DORA verpflichten viele Unternehmen zu nachweisbarer Sicherheit, und der Fachkräftemangel in der IT-Sicherheit ist gut dokumentiert. Einsteiger ohne Praxis haben es dennoch nicht immer leicht, da viele Stellen Berufserfahrung voraussetzen. Mit wachsender Erfahrung führen Wege zum Senior Consultant, Cloud Security Architect, zur Projekt- oder Teamleitung oder in die Rolle eines Chief Information Security Officer. Viele machen sich nach einigen Jahren als Freiberufler selbstständig.

Aufgaben

  • Cloud-Umgebungen auf Fehlkonfigurationen und Sicherheitslücken prüfen
  • Rollen- und Berechtigungskonzepte entwerfen und einrichten
  • Sicherheitsrichtlinien als Infrastructure as Code umsetzen
  • Verschlüsselung, Protokollierung und Monitoring konfigurieren
  • Container- und Kubernetes-Umgebungen absichern
  • Kunden auf Audits nach ISO 27001, BSI C5 oder NIS2 vorbereiten
  • Risikoanalysen und Maßnahmenpläne erstellen und präsentieren
  • Entwicklungs- und Betriebsteams in sicheren Arbeitsweisen schulen

Voraussetzungen

  • Studium in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder IT-Sicherheit oder Ausbildung als Fachinformatiker mit Berufserfahrung
  • Praktische Kenntnisse in mindestens einer großen Cloud-Plattform wie AWS, Azure oder Google Cloud
  • Grundlagen in Netzwerken, Identitätsmanagement und Verschlüsselung
  • Zertifikate wie AWS Security Specialty, Azure Security Engineer, CCSP oder CISSP sind oft gefordert
  • Sicheres Englisch in Wort und Schrift
  • Fähigkeit, technische Risiken verständlich für Fachfremde zu erklären
  • Reisebereitschaft je nach Arbeitgeber

Wo man arbeitet

  • IT-Beratungsunternehmen
  • Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften
  • Cloud-Anbieter und Systemhäuser
  • Managed-Security-Dienstleister
  • IT-Abteilungen von Banken, Versicherungen und Konzernen
  • Selbstständig als Freiberufler

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Informatik oder IT-Sicherheit (drei bis fünf Jahre) oder eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker mit anschließender Berufserfahrung in Administration oder Cloud-Betrieb. Der Einstieg in die Beratung erfolgt meist als Junior Consultant, ergänzt durch Herstellerzertifikate, die in einigen Wochen bis Monaten Vorbereitung erworben werden.

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