Zum Inhalt springen
Marketing & Kommunikation

Corporate Communications

Fachleute für Corporate Communications steuern, wie ein Unternehmen nach außen und innen spricht: gegenüber Presse, Öffentlichkeit, Investoren und der eigenen Belegschaft. Sie schreiben Texte, beantworten Medienanfragen und bereiten die Geschäftsführung auf öffentliche Auftritte vor.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Corporate Communications verdient

4.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 9.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.600 € 4.300 € 43.200 €
Mit Berufserfahrung 3.900 € 4.800 € 6.000 € 57.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 7.000 € 9.500 € 84.000 €

Einen branchenübergreifenden Tarifvertrag gibt es nicht; in Behörden gilt der TVöD oder TV-L, in Industrieunternehmen teils der jeweilige Branchentarif wie der Metall- und Elektro- oder Chemietarif. Am stärksten hängt das Gehalt von Unternehmensgröße und Branche ab: Konzerne aus Pharma, Automobil und Finanzwirtschaft zahlen deutlich mehr als Agenturen, Verbände oder gemeinnützige Organisationen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man in Corporate Communications?

Die Unternehmenskommunikation ist für alles zuständig, was ein Unternehmen über sich selbst sagt, mit Ausnahme der reinen Produktwerbung. Dazu gehört die Pressearbeit: Pressemitteilungen schreiben, Anfragen von Journalistinnen und Journalisten beantworten, Interviews mit dem Vorstand vorbereiten und begleiten. Ein zweiter großer Teil ist die interne Kommunikation, also Beiträge fürs Intranet, Mitarbeitermagazine, Rundmails der Geschäftsführung und die Begleitung von Umstrukturierungen. Hinzu kommen Social-Media-Kanäle wie LinkedIn, Reden und Sprechzettel, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte sowie die Abstimmung mit Rechtsabteilung, Personalwesen und Investor Relations. In vielen Firmen gehört die Krisenkommunikation dazu: Bei einem Rückruf, einem Datenleck oder einem Unfall muss schnell eine abgestimmte Stellungnahme vorliegen. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Abstimmung, denn kaum ein Text verlässt das Haus, ohne dass mehrere Stellen ihn freigegeben haben.

Wie wird man Kommunikationsreferentin oder -referent?

Eine Ausbildung im klassischen Sinn gibt es nicht. Üblich ist ein Studium, etwa Kommunikationswissenschaft, Journalismus, Public Relations, Germanistik, Politik- oder Wirtschaftswissenschaften. Danach folgt oft ein PR-Volontariat von zwölf bis vierundzwanzig Monaten in einem Unternehmen oder einer Agentur. Häufig ist der Quereinstieg aus dem Journalismus: Wer jahrelang in einer Redaktion gearbeitet hat, kennt die Gegenseite und wird gern eingestellt. Auch Fachleute aus der Branche selbst, etwa aus Technik oder Pharma, wechseln in die Kommunikation, wenn sie gut schreiben können. Berufsbegleitende Weiterbildungen bieten unter anderem die Deutsche Akademie für Public Relations und verschiedene PR-Institute an.

Was der Beruf verlangt

Wer hier arbeitet, muss sicher, schnell und verständlich schreiben können, oft auch auf Englisch. Wichtig ist die Fähigkeit, komplizierte Sachverhalte so zu formulieren, dass sie korrekt bleiben und trotzdem jemand sie lesen will. Die Arbeitszeiten sind im Alltag meist regulär, doch Pressetermine, Hauptversammlungen und vor allem Krisen halten sich nicht an Bürozeiten. In manchen Abteilungen gibt es Rufbereitschaft für Medienanfragen am Wochenende. Belastend ist für viele, dass die eigene Arbeit selten so erscheint, wie sie geschrieben wurde: Texte werden von Vorgesetzten und Juristen umformuliert, Themen gestrichen, Botschaften entschärft. Man vertritt die Position des Unternehmens auch dann, wenn man sie persönlich nicht teilt. Das erfordert Loyalität, Diskretion und eine gewisse Frustrationstoleranz.

Aussichten

Kommunikationsabteilungen gibt es in nahezu jedem größeren Unternehmen, in Verbänden, Behörden und Hochschulen. Der Bewerbermarkt ist allerdings dicht, gerade bei bekannten Arbeitgebern und für Einstiegsstellen. Gefragt sind Leute, die Text, Bewegtbild und Datenanalyse verbinden und mit Social Media umgehen können. Automatisierte Textwerkzeuge verändern das Handwerk: Routinetexte entstehen schneller, die strategische Beratung und das Gespür für heikle Themen gewinnen an Gewicht. Entwicklungswege führen zur Pressesprecherin oder zum Pressesprecher, zur Leitung der internen Kommunikation und bis zur Kommunikationsleitung mit Verantwortung für ein ganzes Team. Ein Wechsel in Agenturen oder in die Selbstständigkeit als Beraterin oder Berater ist ebenfalls verbreitet.

Aufgaben

  • Pressemitteilungen und Stellungnahmen verfassen
  • Anfragen von Medien beantworten und Interviews vorbereiten
  • Beiträge für Intranet, Mitarbeitermagazin und Newsletter schreiben
  • Reden und Sprechzettel für die Geschäftsführung entwerfen
  • Unternehmenskanäle in sozialen Netzwerken betreuen
  • Krisenkommunikation planen und im Ernstfall koordinieren
  • Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte redaktionell begleiten
  • Medienresonanz auswerten und an die Leitung berichten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium, etwa Kommunikationswissenschaft, Journalismus oder ein Fachstudium, alternativ Erfahrung im Journalismus
  • Oft ein PR-Volontariat oder vergleichbare Berufserfahrung
  • Sicheres, schnelles Schreiben auf Deutsch, meist auch auf Englisch
  • Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und Medienarbeit
  • Belastbarkeit unter Zeitdruck und Bereitschaft zu Einsätzen außerhalb der Bürozeiten
  • Diskretion und Fingerspitzengefühl im Umgang mit vertraulichen Informationen

Wo man arbeitet

  • Kommunikationsabteilungen von Konzernen und mittelständischen Unternehmen
  • PR- und Kommunikationsagenturen
  • Verbände und Kammern
  • Behörden und öffentliche Einrichtungen
  • Hochschulen und Forschungsinstitute
  • Stiftungen und gemeinnützige Organisationen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium von drei bis fünf Jahren, häufig in Kommunikationswissenschaft, Journalismus oder einem Fachgebiet der jeweiligen Branche. Danach folgt oft ein PR-Volontariat von ein bis zwei Jahren. Ein Quereinstieg aus dem Journalismus ist verbreitet und gilt als gute Voraussetzung.

Offene Stellen als Corporate Communications

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Content Manager

Content Manager planen, erstellen und pflegen Inhalte für Websites, Social-Media-Kanäle, Newsletter und andere digitale Medien eines Unternehmens. Sie verbinden redaktionelle Arbeit mit Marketingzielen und werten aus, wie Inhalte bei der Zielgruppe ankommen.

Offene Stellen
5
Monatsbrutto
2.600 – 6.200 €

Redakteur

Redakteure recherchieren, schreiben, redigieren und planen Inhalte für Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk, Online-Medien oder die Kommunikation von Unternehmen und Verbänden. Sie entscheiden mit, welche Themen erscheinen und in welcher Form.

Offene Stellen
5
Monatsbrutto
2.800 – 7.000 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz