Cutter
Cutter, heute meist Film- und Videoeditoren genannt, schneiden Film- und Videomaterial zu einer fertigen Fassung. Sie wählen Einstellungen aus, bestimmen Rhythmus und Dramaturgie und arbeiten eng mit Regie und Redaktion zusammen.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Cutter verdient
3.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 6.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.800 € | 3.400 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.600 € | 4.500 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.600 € | 6.500 € | 55.200 € |
Bei Sendern gelten meist Haustarifverträge der Rundfunkanstalten, bei Filmproduktionen der Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende (TV FFS) mit Wochengagen. Freiberufler im Werbe- und Kinobereich können deutlich mehr verdienen, tragen aber Auftragslücken und Absicherung selbst, während kleine Produktionsfirmen und Agenturen oft unter Tarif zahlen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Cutter?
Cutter sichten das gedrehte Material, oft viele Stunden für wenige Minuten Sendezeit, und bauen daraus eine erzählbare Fassung. Sie legen Projekte im Schnittprogramm an, synchronisieren Bild und Ton, sortieren Takes und setzen einen Rohschnitt zusammen. Danach folgt der Feinschnitt: Szenen kürzen, Übergänge setzen, Tempo anpassen, Anschlussfehler kaschieren. Je nach Produktion gehören auch Tonmischung in Grundzügen, Farbkorrektur, Untertitel, Grafiken und der Export in verschiedene Sendeformate dazu. Im Nachrichten- und Magazinbereich entstehen Beiträge oft innerhalb weniger Stunden, beim Spielfilm oder Dokumentarfilm zieht sich der Schnitt über Wochen bis Monate. Ein großer Teil der Arbeit ist Abstimmung: Regie, Redaktion oder Auftraggeber sehen Fassungen, äußern Änderungswünsche, und der Cutter setzt sie um oder schlägt Alternativen vor.
Wie wird man Cutter?
Ein geregelter Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton, die Kamera, Ton und Schnitt umfasst. Die spezialisierte Ausbildung zum Film- und Videoeditor gibt es ebenfalls, Ausbildungsplätze sind aber selten und vor allem bei Sendern und größeren Postproduktionsfirmen zu finden. Für den szenischen Film und anspruchsvolle Dokumentarfilme führt der Weg häufig über ein Studium im Fach Montage oder Filmschnitt an einer Filmhochschule, etwa in Potsdam-Babelsberg, München oder Köln; die Aufnahmeprüfungen sind anspruchsvoll und die Plätze knapp. Viele steigen auch quer ein: über Assistenzen im Schnitt, Praktika bei Produktionsfirmen oder eigene Projekte, mit denen sie ihr Können nachweisen. Ein aussagekräftiges Showreel zählt in der Branche oft mehr als der formale Abschluss.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet fast vollständig sitzend vor Bildschirmen statt, oft in abgedunkelten Räumen und über viele Stunden. Das belastet Augen, Rücken und Nacken. Vor Sendeterminen und Abgaben sind lange Tage, Abend- und Wochenendarbeit üblich, im aktuellen Fernsehen auch Schichtdienst. Ein großer Teil der Cutter arbeitet freiberuflich oder auf Produktionsdauer befristet; Auftragslücken, unregelmäßiges Einkommen und die Pflicht zur eigenen Absicherung gehören dann dazu. Gefordert sind Geduld beim Sichten, ein Gespür für Erzählung und Timing sowie die Fähigkeit, die eigene Arbeit nach Kritik mehrfach umzubauen. Die Software und Formate ändern sich laufend, wer nicht nachlernt, verliert den Anschluss.
Aussichten
Der Bedarf an Videoinhalten ist durch Streamingdienste, Online-Plattformen und Unternehmenskommunikation gewachsen, gleichzeitig ist die Konkurrenz groß und die Budgets stehen unter Druck. Einfache Schnittaufgaben übernehmen zunehmend Redakteure selbst oder automatisierte Werkzeuge, während erfahrene Editoren für Dramaturgie und komplexe Projekte gefragt bleiben. Entwicklungswege führen in den szenischen Schnitt, in Spezialisierungen wie Colorgrading, Trailerschnitt oder Online-Editing, in die Leitung einer Postproduktion oder in Regie und Redaktion. Feste Stellen finden sich vor allem bei öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern, Agenturen und größeren Dienstleistern.
Aufgaben
- Gedrehtes Material sichten, sortieren und protokollieren
- Bild und Ton synchronisieren und Projekte im Schnittprogramm anlegen
- Rohschnitt und Feinschnitt erstellen
- Änderungswünsche von Regie und Redaktion umsetzen
- Ton grob mischen und Farben korrigieren
- Grafiken, Untertitel und Musik einbinden
- Fertige Fassungen in Sende- und Online-Formate exportieren
- Material archivieren und Datensicherung organisieren
Voraussetzungen
- Ausbildung als Mediengestalter Bild und Ton oder Film- und Videoeditor, alternativ Studium oder nachweisbare Praxis
- Sicherer Umgang mit Schnittsoftware wie Avid Media Composer, Adobe Premiere oder DaVinci Resolve
- Gespür für Dramaturgie, Rhythmus und Bildsprache
- Ausdauer bei langer Bildschirmarbeit und Termindruck
- Kritikfähigkeit und Abstimmung im Team
- Eigenes Showreel für Bewerbungen und Aufträge
Wo man arbeitet
- Fernsehsender
- Film- und Fernsehproduktionsfirmen
- Postproduktionsstudios
- Werbe- und Kommunikationsagenturen
- Unternehmen mit eigener Videoabteilung
- Freiberuflich im eigenen Schnittplatz
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton oder zum Film- und Videoeditor mit Abschluss vor der IHK. Für den Kinofilm- und Dokumentarbereich kommt ein meist vier- bis fünfjähriges Studium der Montage an einer Filmhochschule infrage. Quereinsteiger gelangen über Schnittassistenzen und eigene Projekte in den Beruf.
Offene Stellen als Cutter
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Cutter - Vollzeit (m/w/d)
Cutter/-in - Vollzeit (m/w/d)
Verwandte Berufe
Mediengestalter Bild und Ton
Mediengestalterinnen und Mediengestalter Bild und Ton nehmen Bild und Ton für Fernsehen, Film, Online-Videos und Veranstaltungen auf, schneiden das Material und bereiten es technisch für die Ausstrahlung oder Veröffentlichung auf.
- Offene Stellen
- 10
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.800 €
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