Zum Inhalt springen
IT & Software

Cybersecurity Engineer

Cybersecurity Engineers schützen IT-Systeme, Netzwerke und Anwendungen vor Angriffen. Sie planen Sicherheitsmaßnahmen, setzen sie technisch um, überwachen Systeme und reagieren auf Sicherheitsvorfälle.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Cybersecurity Engineer verdient

5.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.800 bis 9.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.500 € 5.400 € 54.000 €
Mit Berufserfahrung 4.800 € 5.800 € 7.000 € 69.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.300 € 9.500 € 87.600 €

Das Gehalt wird meist frei verhandelt und hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und Region ab; Banken, Konzerne und Beratungen zahlen deutlich mehr als Mittelstand und Behörden. Im öffentlichen Dienst gelten TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen E11 bis E13, teils mit IT-Fachkräftezulage; Schicht- und Rufbereitschaftszulagen im SOC kommen zum Grundgehalt hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Cybersecurity Engineer?

Cybersecurity Engineers sorgen dafür, dass Angreifer nicht in die IT eines Unternehmens eindringen und dass ein Einbruch schnell bemerkt und eingedämmt wird. Im Alltag richten sie Firewalls und VPN-Zugänge ein, konfigurieren Systeme zur Erkennung von Angriffen, werten Protokolldaten in einem SIEM aus und prüfen, ob Server, Cloud-Umgebungen und Anwendungen sicher eingestellt sind. Sie suchen mit Scannern nach Schwachstellen, bewerten die Funde und sorgen dafür, dass Patches eingespielt werden. Dazu kommen Zugriffskonzepte, Verschlüsselung und die Absicherung von Software-Pipelines. Kommt es zu einem Vorfall, etwa einem Ransomware-Befall oder einem kompromittierten Konto, analysieren sie, was passiert ist, isolieren betroffene Systeme und dokumentieren den Ablauf. Ein erheblicher Teil der Arbeit besteht aus Abstimmung mit Administratoren, Entwicklern und der Geschäftsleitung sowie aus Dokumentation für Audits nach ISO 27001, NIS2 oder branchenspezifischen Vorgaben.

Wie wird man Cybersecurity Engineer?

Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder IT-Sicherheit, das als Bachelor etwa drei bis dreieinhalb Jahre dauert. Spezialisierte Studiengänge bieten unter anderem Hochschulen in Bochum, Darmstadt und Saarbrücken an. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Berufserfahrung in Administration oder Netzwerktechnik. Quereinsteiger aus der IT wechseln oft nach einigen Jahren in die Sicherheit und bilden sich mit Zertifikaten weiter, etwa CompTIA Security+, OSCP, CISSP oder herstellerspezifischen Nachweisen. Ohne IT-Grundlagen in Netzwerken, Betriebssystemen und Skriptsprachen ist der Einstieg kaum möglich; ein reiner Kurs von wenigen Wochen reicht in der Regel nicht.

Was der Beruf verlangt

Das Fachgebiet verändert sich ständig. Neue Angriffstechniken, Schwachstellen und Werkzeuge erfordern laufendes Lernen, oft auch in der Freizeit. Die Verantwortung ist hoch: Ein übersehener Fehler kann Produktionsausfälle oder Datenlecks nach sich ziehen. Bei Sicherheitsvorfällen wird unter Zeitdruck gearbeitet, auch nachts und am Wochenende. In Security Operations Centern sind Schichtdienst und Rufbereitschaft üblich. Belastend ist für viele, dass Sicherheitsmaßnahmen Kollegen ausbremsen und daher ständig erklärt und verteidigt werden müssen, während Erfolge unsichtbar bleiben, weil nichts passiert. Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm statt, Homeoffice ist häufig möglich, in sensiblen Bereichen aber eingeschränkt. Für Stellen bei Behörden oder in der Rüstung ist eine Sicherheitsüberprüfung nötig.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. Gesetzliche Vorgaben wie die NIS2-Richtlinie verpflichten deutlich mehr Unternehmen zu nachweisbarer IT-Sicherheit, und die Zahl der Angriffe steigt. Gesucht werden vor allem erfahrene Fachkräfte; für Berufseinsteiger ohne Praxis ist der Markt enger, als die Schlagzeilen über Fachkräftemangel vermuten lassen. Mit Erfahrung bieten sich Spezialisierungen in Penetration Testing, Cloud-Sicherheit, Forensik oder Sicherheitsarchitektur an. Andere wechseln in Führungsrollen bis zum Chief Information Security Officer, in die Beratung oder in die Selbstständigkeit als Gutachter oder Pentester.

Aufgaben

  • Firewalls, VPNs und Zugriffsrechte einrichten und pflegen
  • Protokolldaten und Sicherheitsmeldungen im SIEM auswerten
  • Systeme und Anwendungen auf Schwachstellen scannen und Funde bewerten
  • Sicherheitsvorfälle analysieren, eindämmen und dokumentieren
  • Cloud-Umgebungen und Server nach Sicherheitsrichtlinien härten
  • Sicherheitskonzepte und Nachweise für Audits nach ISO 27001 oder NIS2 erstellen
  • Entwickler und Administratoren zu sicheren Konfigurationen beraten
  • Abläufe mit Skripten in Python oder PowerShell automatisieren

Voraussetzungen

  • Studium der Informatik oder IT-Sicherheit oder Ausbildung zum Fachinformatiker mit Berufserfahrung
  • Fundierte Kenntnisse in Netzwerken, Linux und Windows sowie Grundlagen im Skripten
  • Bereitschaft zu ständiger Weiterbildung, oft mit Zertifikaten wie Security+, OSCP oder CISSP
  • Gutes Englisch, da Fachliteratur und Werkzeuge fast nur englischsprachig sind
  • Belastbarkeit bei Vorfällen und Bereitschaft zu Rufbereitschaft
  • Sorgfalt, Verschwiegenheit und je nach Arbeitgeber eine bestandene Sicherheitsüberprüfung

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen von Industrie-, Handels- und Versicherungsunternehmen
  • Banken und Finanzdienstleister
  • IT-Sicherheitsdienstleister und Security Operations Center
  • Beratungsunternehmen
  • Behörden, Bundeswehr und kommunale IT-Dienstleister
  • Energieversorger und Krankenhäuser als Betreiber kritischer Infrastruktur

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Informatik oder IT-Sicherheit von etwa drei bis dreieinhalb Jahren oder eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Berufspraxis. Der Wechsel in die Sicherheit erfolgt oft nach einigen Jahren in Administration oder Entwicklung, ergänzt durch Zertifikate.

Offene Stellen als Cybersecurity Engineer

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Cloud Engineer

Baut und betreibt Infrastruktur in der Cloud: als Code beschrieben, automatisiert bereitgestellt, nach Kosten und Sicherheit gesteuert.

Offene Stellen
19
Monatsbrutto
4.300 – 9.000 €

Informationssicherheitsbeauftragter

Informationssicherheitsbeauftragte planen, steuern und überwachen den Schutz von Informationen in einer Organisation. Sie bauen ein Informationssicherheits-Managementsystem auf, bewerten Risiken und sorgen dafür, dass Vorgaben wie ISO 27001, BSI-Grundschutz oder NIS2 eingehalten werden.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
4.200 – 9.500 €

Netzwerkadministrator

Netzwerkadministratoren planen, betreiben und sichern die Computernetze von Unternehmen und Behörden. Sie sorgen dafür, dass Arbeitsplätze, Server, Telefonie und Internetzugang zuverlässig miteinander verbunden sind.

Offene Stellen
6
Monatsbrutto
3.100 – 6.500 €

Penetration Tester

Penetration Tester greifen im Auftrag von Unternehmen und Behörden deren IT-Systeme, Netzwerke und Anwendungen gezielt an, um Sicherheitslücken zu finden, bevor Kriminelle sie ausnutzen. Die Ergebnisse halten sie in Berichten mit Empfehlungen zur Behebung fest.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
3.800 – 9.500 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz