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Marketing & Kommunikation

Designer

Designerinnen und Designer im Marketing gestalten Logos, Anzeigen, Websites, Verpackungen und Social-Media-Inhalte so, dass eine Botschaft verstanden wird und eine Marke wiedererkennbar bleibt. Sie arbeiten in Agenturen, in Marketingabteilungen von Unternehmen oder freiberuflich.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Designer verdient

3.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.400 bis 6.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.900 € 3.500 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.600 € 4.500 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.800 € 6.500 € 57.600 €

Die meisten Agenturen sind nicht tarifgebunden und zahlen eher wenig, während Inhouse-Stellen in Industrie und Konzernen sowie Positionen im UX- und Digitalbereich deutlich besser vergütet werden; im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L. Bei Freiberuflern hängt das Einkommen fast vollständig von Auslastung, Spezialisierung und Kundenstamm ab.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Designer?

Im Marketing und in der Kommunikation übersetzen Designerinnen und Designer Inhalte in Bilder, Schrift und Layout. Ein typischer Auftrag beginnt mit einem Briefing: Ein Kunde oder die eigene Marketingabteilung beschreibt, was erreicht werden soll, etwa eine neue Produktkampagne, ein überarbeiteter Webauftritt oder eine Messebroschüre. Daraus entstehen erste Skizzen und Entwürfe, die präsentiert, diskutiert und mehrfach überarbeitet werden. Zum Alltag gehören Logos und Corporate Designs, Anzeigen, Banner, Präsentationsvorlagen, Social-Media-Grafiken, Verpackungen und Oberflächen für Websites und Apps. Gearbeitet wird fast ausschließlich am Rechner mit Programmen wie Photoshop, Illustrator, InDesign oder Figma. Ein großer Teil der Zeit geht nicht in das Gestalten selbst, sondern in Abstimmung mit Textern, Projektmanagern, Entwicklern und Druckereien, in das Einarbeiten von Korrekturen und in die Vorbereitung druckfertiger oder webtauglicher Dateien.

Wie wird man Designer?

Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, es gibt also mehrere Wege. Verbreitet ist ein Bachelorstudium in Kommunikationsdesign, Grafikdesign oder Mediendesign an einer Hochschule oder Kunsthochschule, das meist sechs bis acht Semester dauert. Für die Zulassung wird in der Regel eine Mappe mit eigenen Arbeiten verlangt, oft auch eine Eignungsprüfung. Alternativ führt die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print in den Beruf, häufig mit der Fachrichtung Gestaltung und Technik. Daneben gibt es schulische Ausbildungen zum gestaltungstechnischen Assistenten und private Designschulen, die teils Schulgeld kosten. Quereinstieg ist möglich, etwa aus Fotografie, Architektur oder Marketing, setzt aber ein überzeugendes Portfolio voraus. Im Bewerbungsverfahren zählen die gezeigten Arbeiten meist mehr als der formale Abschluss.

Was der Beruf verlangt

Gestalterisches Gespür allein reicht nicht. Entwürfe müssen zur Zielgruppe, zum Budget und zur Marke passen, und über das Ergebnis entscheidet am Ende oft der Kunde, nicht der Designer. Kritik an der eigenen Arbeit gehört zum Alltag, ebenso wiederholte Korrekturschleifen und Änderungswünsche kurz vor Abgabe. Termindruck ist besonders in Agenturen hoch, Überstunden vor Präsentationen und Kampagnenstarts sind verbreitet und werden nicht überall ausgeglichen. Die Arbeit ist sitzend und bildschirmlastig. Software und Plattformen ändern sich laufend, wer nicht regelmäßig dazulernt, verliert schnell den Anschluss. Freiberufliche Designer tragen zusätzlich das Risiko schwankender Aufträge und müssen sich um Akquise, Angebote und Buchhaltung selbst kümmern. Der Einstieg ist oft mühsam: Praktika und befristete Juniorstellen mit niedrigem Gehalt sind in der Branche üblich.

Aussichten

Gestaltete Kommunikation wird in nahezu jeder Branche gebraucht, die Nachfrage verschiebt sich aber deutlich in Richtung digitaler Medien. Gefragt sind Kenntnisse in UX- und UI-Design, Motion Design, Bewegtbild für Social Media und der Umgang mit Designsystemen. Klassische Printgestaltung verliert an Gewicht. Bildgenerierende KI-Werkzeuge übernehmen zunehmend einfache Aufgaben wie Varianten, Freisteller oder Stockmotive, was den Druck auf Einsteiger erhöht und konzeptionelle Fähigkeiten wichtiger macht. Die Konkurrenz um attraktive Stellen ist groß. Mit Erfahrung führt der Weg zum Senior Designer, Art Director oder Creative Director, in die Leitung einer Inhouse-Designabteilung oder in die Selbstständigkeit mit eigenem Studio. Auch eine Spezialisierung auf Markenentwicklung, Verpackung oder digitale Produkte ist ein üblicher Entwicklungsweg.

Aufgaben

  • Briefings mit Kunden oder der Marketingabteilung besprechen und Ideen skizzieren
  • Logos, Corporate Designs und Gestaltungsrichtlinien entwickeln
  • Anzeigen, Plakate, Broschüren und Verpackungen gestalten
  • Grafiken und Animationen für Websites und Social Media erstellen
  • Entwürfe präsentieren und Korrekturwünsche einarbeiten
  • Druckdaten aufbereiten und mit Druckereien abstimmen
  • Bildmaterial auswählen, bearbeiten und retuschieren

Voraussetzungen

  • Studium im Kommunikations- oder Grafikdesign oder Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print
  • Aussagekräftiges Portfolio mit eigenen Arbeiten
  • Sicherer Umgang mit Adobe Creative Cloud und Figma
  • Gespür für Typografie, Farbe und Layout
  • Belastbarkeit bei Termindruck und Umgang mit Kritik
  • Kommunikationsfähigkeit im Austausch mit Kunden und Kollegen

Wo man arbeitet

  • Werbe- und Kommunikationsagenturen
  • Marketingabteilungen von Unternehmen
  • Designstudios
  • Verlage und Medienhäuser
  • Digitalagenturen und Softwarefirmen
  • Freiberuflich im eigenen Büro

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Kommunikations- oder Grafikdesign mit sechs bis acht Semestern, für das meist eine Mappe und eine Eignungsprüfung verlangt werden. Alternativ führt die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print mit IHK-Abschluss in den Beruf. Entscheidend für den Einstieg ist in beiden Fällen ein überzeugendes Portfolio.

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