Dialoger / Fundraiser Dein Upgrade
Dialoger und Fundraiser sprechen im Auftrag gemeinnütziger Organisationen Menschen auf der Straße, an der Haustür oder an Infoständen an und gewinnen sie als regelmäßige Spender oder Fördermitglieder. Die Arbeit findet meist im Team, im Freien und oft auf Reisen statt.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Dialoger / Fundraiser Dein Upgrade verdient
3.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 5.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 3.000 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.600 € | 3.000 € | 3.600 € | 36.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 4.000 € | 5.000 € | 48.000 € |
Für Dialogagenturen gibt es keinen Tarifvertrag, bezahlt wird ein Grundlohn nahe dem Mindestlohn plus erfolgsabhängige Prämien, sodass das tatsächliche Einkommen stark von den gewonnenen Mitgliedern und vom Vergütungsmodell der Agentur abhängt. Wer in die Fundraising-Abteilung einer Organisation wechselt, wird dort häufig in Anlehnung an den TVöD oder kirchliche Tarife wie die AVR bezahlt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Dialoger oder Fundraiser?
Dialoger werben für Hilfsorganisationen, Umwelt- und Tierschutzverbände oder Rettungsdienste neue Fördermitglieder. Meist sind sie bei einer Fundraising-Agentur angestellt, die im Auftrag mehrerer Organisationen arbeitet. Der Arbeitstag beginnt mit einer Teambesprechung, danach geht es in die Fußgängerzone, vor Einkaufszentren, auf Festivals oder von Haustür zu Haustür. Dialoger sprechen Passanten an, erklären in wenigen Minuten die Arbeit der Organisation, beantworten Fragen zu Spendenverwendung und Steuerabzug und nehmen bei Zustimmung die Daten für eine Lastschrift auf, meist auf einem Tablet. Viele Gespräche enden nach dem ersten Satz mit einem Nein. Am Abend werden die Ergebnisse erfasst und im Team besprochen. Erfahrene Kräfte leiten Teams, planen Standorte und Unterkünfte und arbeiten neue Kolleginnen und Kollegen ein.
Wie wird man Dialoger oder Fundraiser?
Eine bestimmte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die Agenturen stellen Quereinsteiger, Studierende in Semesterferien, Menschen nach dem Abitur oder einer Lebenspause ein und schulen sie in einem mehrtägigen Einstiegstraining zu Gesprächsführung, Datenschutz und den Inhalten der jeweiligen Organisation. Wer im Fundraising bleiben möchte, kann später eine berufsbegleitende Weiterbildung belegen, etwa an der Fundraising Akademie, oder nach einem Studium in Sozialwissenschaften, Kommunikation oder Betriebswirtschaft in die Fundraising-Abteilung einer Organisation wechseln.
Was der Beruf verlangt
Die Tätigkeit ist körperlich und seelisch fordernd. Dialoger stehen viele Stunden bei Hitze, Kälte und Regen, an der Haustür kommen weite Fußwege hinzu. Ablehnung, Unfreundlichkeit und gelegentlich Beschimpfungen gehören zum Alltag, wer das persönlich nimmt, hält nicht lange durch. Viele Einsätze laufen als Touren über mehrere Wochen in wechselnden Städten, mit Unterkunft in Ferienwohnungen oder Pensionen, gearbeitet wird auch samstags. Die Ergebnisse werden genau gemessen, und viele Agenturen koppeln einen Teil der Bezahlung an die Zahl der gewonnenen Mitglieder. Das erzeugt Druck. In der Öffentlichkeit ist Straßen- und Haustürwerbung umstritten, Dialoger müssen deshalb besonders korrekt auftreten und dürfen niemanden zu einer Unterschrift drängen. Die Fluktuation ist hoch, viele bleiben nur eine Saison.
Aussichten
Gemeinnützige Organisationen sind auf regelmäßige Spenden angewiesen, und das persönliche Gespräch gilt als einer der wirksamsten Wege, neue Dauerspender zu gewinnen. Die Agenturen suchen daher fast ständig Personal, besonders für die Sommermonate. Der Einstieg ist leicht, die Arbeit selbst bleibt aber für die meisten ein Job auf Zeit. Wer gute Ergebnisse erzielt und Menschen anleiten kann, steigt zur Team- oder Regionalleitung auf. Ein weiterer Weg führt in die Fundraising-Abteilungen von Hilfswerken, Stiftungen, Hochschulen oder Kliniken, wo Großspenderbetreuung, Spendenmailings, Online-Fundraising und Erbschaftsmarketing geplant werden. Für diese Stellen wird häufig ein Studium oder eine anerkannte Fundraising-Weiterbildung erwartet, die Erfahrung aus dem Straßendialog ist dort aber ein geschätzter Pluspunkt.
Aufgaben
- Passanten in Fußgängerzonen, an Infoständen oder an der Haustür ansprechen
- Arbeit und Projekte der Organisation in kurzen Gesprächen erklären
- Fragen zu Spendenverwendung, Kündigung und Steuerabzug beantworten
- Fördermitgliedschaften und Lastschriftmandate digital aufnehmen
- Stand auf- und abbauen, Infomaterial bereithalten
- Tagesergebnisse erfassen und im Team auswerten
- als Teamleitung Standorte planen und neue Dialoger einarbeiten
Voraussetzungen
- kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, meist Mindestalter 18 Jahre
- sicheres Deutsch, Freude an Gesprächen mit Fremden
- hohe Frustrationstoleranz und ein dickes Fell gegenüber Ablehnung
- Bereitschaft zu Touren mit wochenlanger Abwesenheit von zu Hause
- körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Gehen bei jedem Wetter
- Zuverlässigkeit und sorgfältiger Umgang mit persönlichen Daten
- für Leitungsstellen im Fundraising oft Studium oder Weiterbildung zum Fundraising-Manager
Wo man arbeitet
- Fundraising- und Dialogagenturen
- Hilfs- und Entwicklungsorganisationen
- Umwelt- und Tierschutzverbände
- Wohlfahrtsverbände und Rettungsdienste
- Stiftungen und Hochschulen (Fundraising-Abteilung)
Der Weg in den Beruf
Der Einstieg erfolgt meist ohne Ausbildung über ein mehrtägiges Training der Agentur, danach wird direkt im Team gearbeitet. Wer langfristig im Fundraising arbeiten will, kann eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Fundraising-Manager absolvieren, die je nach Anbieter etwa ein bis zwei Jahre dauert, oder nach einem Studium in eine Fundraising-Abteilung wechseln.
Offene Stellen als Dialoger / Fundraiser Dein Upgrade
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Betreut ein festes Verkaufsgebiet vor Ort, plant die Touren selbst und verbringt den Arbeitstag überwiegend beim Kunden.
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