eine Referentin / einen Referenten
Referentinnen und Referenten bereiten in Unternehmen, Behörden und Verbänden Entscheidungen vor: Sie werten Informationen aus, schreiben Vorlagen und Konzepte und betreuen Projekte für die Leitungsebene. Die Bezeichnung ist weit gefasst und wird meist durch ein Fachgebiet ergänzt, etwa Personal, Presse oder Geschäftsführung.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als eine Referentin / einen Referenten verdient
5.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.600 bis 8.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.600 € | 4.400 € | 5.300 € | 52.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.300 € | 5.200 € | 6.300 € | 62.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.200 € | 6.300 € | 8.000 € | 75.600 € |
Im öffentlichen Dienst richtet sich das Gehalt nach dem TVöD (Bund, Kommunen) oder dem TV-L (Länder), Referentenstellen liegen meist in den Entgeltgruppen 11 bis 14, Beamte im höheren Dienst ab Besoldungsgruppe A13. In Unternehmen und Verbänden wird frei verhandelt, dort hängt das Gehalt stark von Branche, Betriebsgröße und Nähe zur Leitung ab, kleine Verbände und gemeinnützige Träger zahlen oft deutlich weniger.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Referentin oder ein Referent?
Referentinnen und Referenten arbeiten zwischen Sachbearbeitung und Leitung. Sie tragen Zahlen, Rechtsgrundlagen und Positionen zusammen, bewerten sie und schreiben daraus Entscheidungsvorlagen, Stellungnahmen, Berichte oder Redeentwürfe. In einem Ministerium kann das ein Vermerk zu einem Gesetzentwurf sein, in einem Verband eine Position für eine Anhörung, in einem Unternehmen eine Auswertung für die Geschäftsführung. Dazu kommen Abstimmungen mit anderen Abteilungen, die Vorbereitung und Protokollierung von Sitzungen, die Steuerung kleinerer Projekte und die Beantwortung von Anfragen. Was genau zu tun ist, hängt stark vom Zusatz ab: Personalreferenten kümmern sich um Personalplanung und Arbeitsrecht, Referenten der Geschäftsführung um Strategie und Termine der Leitung, Fachreferenten in Behörden um ein bestimmtes Sachgebiet. Der größte Teil der Arbeit findet am Schreibtisch statt, mit E-Mails, Textdokumenten, Tabellen und vielen Besprechungen.
Wie wird man Referentin oder Referent?
Eine eigene Ausbildung gibt es nicht. In der Regel wird ein abgeschlossenes Studium erwartet, im öffentlichen Dienst auf Referentenstellen im höheren Dienst meist ein Master oder ein Staatsexamen, etwa in Jura, Verwaltungs-, Wirtschafts-, Politik- oder Sozialwissenschaften. Unternehmen und Verbände stellen auch mit Bachelor ein, häufig nach einigen Jahren in einer Fachabteilung. Ein Quereinstieg ist möglich, wenn tiefes Fachwissen aus einem anderen Beruf mitgebracht wird, etwa aus der Pflege für einen Referenten im Gesundheitsverband. Kaufleute mit Ausbildung erreichen solche Stellen meist erst über eine Weiterbildung zum Fachwirt oder ein berufsbegleitendes Studium. Viele steigen über Traineeprogramme, Volontariate oder befristete Projektstellen ein.
Was der Beruf verlangt
Gefragt sind sicheres Schreiben, schnelles Einarbeiten in fremde Themen und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte auf eine Seite zu bringen. Die Arbeit ist geistig anstrengend und oft fremdbestimmt: Wenn die Leitung kurzfristig eine Vorlage braucht, wird sie am selben Tag geschrieben, auch spät am Abend. In Ministerien und bei Referenten der Geschäftsführung sind Überstunden und Arbeit unter Zeitdruck verbreitet, vor Gremiensitzungen oder Parlamentsterminen besonders. Schwer fällt vielen, dass die eigene Arbeit selten sichtbar ist: Entscheidungen trifft die Leitung, die Referentin bereitet sie nur vor. Hinzu kommen viel Abstimmung, politische Rücksichtnahmen und Ergebnisse, die nach Wochen Arbeit verworfen werden. Wer klare Abläufe und abgeschlossene Aufgaben mag, ist hier oft unzufrieden. Körperlich ist der Beruf wenig belastend, langes Sitzen am Bildschirm ist aber die Regel.
Aussichten
Stellen gibt es in vielen Bereichen, vor allem in Bundes- und Landesbehörden, in Verbänden, Stiftungen und größeren Unternehmen. Der öffentliche Dienst sucht wegen vieler Ruhestände verstärkt Nachwuchs, gerade mit juristischem oder technischem Hintergrund. Gleichzeitig sind viele Stellen bei Verbänden und in Projekten befristet, und um Posten in Ministerien oder bekannten Organisationen bewerben sich viele. Die Referentenstelle gilt oft als Sprungbrett: Üblich sind Wege zur Referatsleitung, Abteilungsleitung oder in eine Führungsposition im Unternehmen. Andere spezialisieren sich und werden zu gefragten Fachleuten, etwa für Datenschutz, Fördermittel oder Regulierung.
Aufgaben
- Entscheidungsvorlagen, Vermerke und Stellungnahmen schreiben
- Daten, Studien und Rechtsgrundlagen recherchieren und auswerten
- Sitzungen und Termine der Leitung vorbereiten und protokollieren
- Projekte planen, koordinieren und nachhalten
- sich mit anderen Abteilungen, Behörden oder Mitgliedern abstimmen
- Anfragen von Politik, Presse oder Kunden beantworten
- Präsentationen und Redeentwürfe erstellen
Voraussetzungen
- abgeschlossenes Studium, im höheren Dienst meist Master oder Staatsexamen
- sehr sicherer schriftlicher Ausdruck in Deutsch, oft auch Englisch
- analytisches Denken und schnelle Einarbeitung in neue Themen
- Belastbarkeit bei kurzfristigen Aufträgen und Zeitdruck
- Fachwissen im jeweiligen Gebiet, etwa Recht, Personal oder Finanzen
- sicherer Umgang mit Office-Programmen
Wo man arbeitet
- Bundes- und Landesministerien
- Behörden und Kommunalverwaltungen
- Wirtschafts-, Sozial- und Berufsverbände
- Stiftungen und gemeinnützige Organisationen
- größere Unternehmen und Konzerne
- Parteien und Fraktionen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Hochschulstudium, das je nach Fach drei bis fünf Jahre dauert und mit Bachelor, Master oder Staatsexamen abschließt. Für Referentenstellen im höheren öffentlichen Dienst wird meist ein Master oder Staatsexamen verlangt, in Unternehmen und Verbänden genügt oft ein Bachelor mit Berufserfahrung. Quereinsteiger kommen über Fachwissen aus einem anderen Beruf oder eine Aufstiegsfortbildung hinein.
Offene Stellen als eine Referentin / einen Referenten
In der Suche fortsetzeneine Referentin / einen Referenten (w/m/d) - BMG-2026-042 - Bonn
eine Referentin / einen Referenten (w/m/d) - BMG-2026-042 - Bonn
eine Referentin / einen Referenten (w / m / d) - BMG-2026-041 - Bonn
eine Referentin / einen Referenten (w / m / d) - BMG-2026-041 - Berlin
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