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Handwerk & Produktion

Elektroniker Telekommunikationstechnik Kabelmontage

Elektroniker für Telekommunikationstechnik in der Kabelmontage verlegen, verbinden und prüfen Kupfer- und Glasfaserkabel für Telefon-, Internet- und Datennetze. Sie arbeiten vor allem draußen an Baugruben, Verteilerkästen und Hausanschlüssen.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Elektroniker Telekommunikationstechnik Kabelmontage verdient

3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.700 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.000 € 4.700 € 48.000 €

Entscheidend ist der Arbeitgeber: Bei Netzbetreibern wie der Deutschen Telekom (Haustarif mit ver.di) und in tarifgebundenen Betrieben des Elektrohandwerks nach den regionalen Tarifverträgen von IG Metall und Innungsverbänden wird meist besser bezahlt als bei nicht tarifgebundenen Subunternehmern im Glasfaserausbau. Auslösen für Montage, Rufbereitschaft und Überstunden können das Einkommen spürbar erhöhen, sind in diesen Werten aber nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Elektroniker für Telekommunikationstechnik in der Kabelmontage?

Die Arbeit findet überwiegend dort statt, wo Netze gebaut werden: in Baugruben am Straßenrand, in Kabelschächten, an grauen Verteilerkästen und in Kellern von Wohnhäusern. Elektroniker in der Kabelmontage ziehen oder blasen Kabel in Leerrohre ein, setzen Muffen, spleißen Glasfasern mit dem Spleißgerät und verbinden Kupferadern in Verteilern. Beim Glasfaserausbau bauen sie Hausanschlüsse auf, montieren Abschlusspunkte im Gebäude und schalten Kunden auf. Nach jeder Montage wird gemessen: Dämpfung und Reflexionen bei Glasfaser mit dem OTDR, Leitungswerte bei Kupfer. Die Ergebnisse werden dokumentiert, meist auf dem Tablet für den Netzbetreiber. Hinzu kommen Störungssuche nach Kabelschäden, etwa wenn ein Bagger eine Leitung getroffen hat, und Arbeiten an bestehenden Netzen, bei denen Kunden möglichst nicht vom Netz gehen sollen. Gearbeitet wird meist in kleinen Kolonnen mit Firmenwagen.

Wie wird man Elektroniker für Telekommunikationstechnik?

Der übliche Weg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Elektroniker der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik im Handwerk, abgeschlossen mit der Gesellenprüfung. In der Industrie führt die Ausbildung zum Elektroniker für Informations- und Systemtechnik in eine ähnliche Richtung. Betriebe verlangen meist einen mittleren Schulabschluss, nehmen aber auch Bewerber mit gutem Hauptschulabschluss. Wegen des Glasfaserausbaus gibt es viele Quereinsteiger, die nach mehrwöchigen Schulungen als Glasfasermonteure oder Spleißer arbeiten. Sie verdienen oft weniger und dürfen bestimmte elektrotechnische Arbeiten nicht eigenverantwortlich ausführen. Die volle Ausbildung oder eine spätere Umschulung mit Kammerabschluss sichert die Stellung deutlich besser ab.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist körperlich fordernd. Gearbeitet wird bei Regen, Hitze und Frost, oft kniend in Gruben oder gebückt in engen Schächten und Kellern. Kabeltrommeln und Werkzeug sind schwer. Gleichzeitig verlangt das Spleißen ruhige Hände, gutes Sehvermögen und Geduld, denn eine Glasfaser ist dünner als ein Haar. Farbsehen ist nötig, weil Fasern und Adern nach Farbcodes zugeordnet werden. Viele Betriebe arbeiten auf Baustellen in ganz Deutschland, was Montagewochen mit Übernachtung in Pensionen bedeuten kann. Termindruck ist verbreitet, weil Ausbauprojekte an Fristen und Fördergelder gebunden sind. Bei Störungsdiensten kommen Rufbereitschaft, Nacht- und Wochenendeinsätze hinzu. In der Branche arbeiten viele Subunternehmer, bei denen Arbeitsbedingungen und Bezahlung schwanken.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch. Der Glasfaserausbau bis in die Häuser und der Ausbau der Mobilfunknetze laufen noch über Jahre, und ausgebildete Fachkräfte sind knapp. Wer mehrere Jahre Erfahrung hat, kann Kolonnenführer oder Bauleiter werden. Weiterbildungen zum Meister im Informationstechniker- oder Elektrotechnikerhandwerk oder zum staatlich geprüften Techniker öffnen den Weg in Planung, Bauüberwachung und Selbstständigkeit. Auch Netzbetreiber und Stadtwerke stellen Fachkräfte für Betrieb und Wartung ein, dort oft mit geregelteren Arbeitszeiten als auf der Baustelle.

Aufgaben

  • Kupfer- und Glasfaserkabel in Leerrohre und Schächte einziehen oder einblasen
  • Glasfasern spleißen und Muffen montieren
  • Hausanschlüsse und Glasfaser-Abschlusspunkte in Gebäuden aufbauen
  • Verteiler und Kabelverzweiger beschalten
  • Leitungen messen, etwa mit dem OTDR, und Messprotokolle erstellen
  • Kabelschäden orten und reparieren
  • Baustellen absichern und Arbeiten digital dokumentieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Elektroniker oder vergleichbare Qualifikation, für Quereinsteiger Schulungsnachweis
  • Führerschein Klasse B, oft gewünscht auch BE oder C1
  • Körperliche Belastbarkeit und Wetterfestigkeit
  • Feinmotorik, gutes Sehvermögen und einwandfreies Farbsehen
  • Bereitschaft zu Montageeinsätzen und Rufbereitschaft
  • Sorgfalt bei Messung und Dokumentation

Wo man arbeitet

  • Tiefbau- und Kabelbaufirmen
  • Betriebe des Elektro- und Informationstechnikerhandwerks
  • Telekommunikations-Netzbetreiber
  • Stadtwerke und regionale Glasfasergesellschaften
  • Subunternehmer für Glasfaser- und Mobilfunkausbau

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Elektroniker der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Quereinsteiger werden in mehrwöchigen Lehrgängen zu Glasfasermonteuren geschult, ein anerkannter Berufsabschluss ist damit aber nicht verbunden. Später sind Meister- oder Technikerweiterbildung möglich.

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