Embedded Linux Engineer
Embedded Linux Engineers bringen Linux auf Geräte, die keine gewöhnlichen Computer sind, etwa Steuergeräte, Router, Industriesteuerungen oder Medizingeräte. Sie passen Bootloader und Kernel an die Hardware an, schreiben Treiber und bauen das komplette Betriebssystem-Image für das Produkt.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Embedded Linux Engineer verdient
5.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 4.000 bis 8.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.000 € | 4.600 € | 5.300 € | 55.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.000 € | 5.800 € | 6.800 € | 69.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.200 € | 7.200 € | 8.500 € | 86.400 € |
Bei Herstellern und Zulieferern der Metall- und Elektroindustrie gilt häufig der Tarifvertrag der IG Metall (ERA), der deutlich über dem Niveau kleiner Mittelständler und vieler Engineering-Dienstleister liegt. Zusätzlich zahlen Arbeitgeber in Süddeutschland und Ballungsräumen wie München oder Stuttgart spürbar mehr als im Norden und Osten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Embedded Linux Engineer?
Embedded Linux Engineers sorgen dafür, dass Linux auf einer bestimmten Hardware läuft: auf der Platine eines Ladegeräts für Elektroautos, im Infotainment-System eines Fahrzeugs, in einer Maschinensteuerung oder einem Netzwerkgerät. Liegt ein neues Board auf dem Tisch, beginnt das sogenannte Bring-up. Sie konfigurieren den Bootloader, meist U-Boot, beschreiben die Hardware im Device Tree und bringen den Kernel zum Starten. Danach folgen Gerätetreiber in C für Sensoren, Displays oder Schnittstellen wie SPI, I2C und CAN. Mit Build-Systemen wie Yocto oder Buildroot stellen sie das Betriebssystem-Image zusammen, das später auf Tausenden Geräten läuft. Dazu gehören Update-Mechanismen für die Aktualisierung im Feld, das Einspielen von Sicherheitspatches und die Optimierung von Startzeit und Speicherverbrauch. Bei der Fehlersuche arbeiten sie mit serieller Konsole, JTAG-Debugger und gelegentlich mit Oszilloskop und Logikanalysator, oft gemeinsam mit der Hardwareentwicklung.
Wie wird man Embedded Linux Engineer?
Der übliche Weg führt über ein Studium der Informatik, Technischen Informatik, Elektrotechnik oder Mechatronik, meist mit Bachelorabschluss nach sechs bis sieben Semestern. Eine eigene Ausbildung gibt es nicht. Wer als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung oder Elektroniker für Geräte und Systeme ausgebildet ist, kann mit fundierten Kenntnissen in C und Linux ebenfalls einsteigen, braucht dafür aber meist praktische Nachweise. Häufig wechseln Entwickler aus der Mikrocontroller-Firmware oder der Linux-Systemadministration in diesen Bereich. Werkstudententätigkeiten, Abschlussarbeiten in Unternehmen und eigene Projekte mit Einplatinencomputern wie dem Raspberry Pi helfen beim Einstieg, weil viele Arbeitgeber praktische Erfahrung mit echter Hardware sehen wollen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit erfordert viel Geduld. Fehler treten oft nur sporadisch auf, etwa nach Stunden Laufzeit oder bei bestimmten Temperaturen, und lassen sich schwer reproduzieren. Ein vollständiger Yocto-Build kann Stunden dauern. Hersteller liefern Board-Support-Pakete, die veraltet oder schlecht dokumentiert sind, und Datenblätter umfassen Hunderte Seiten auf Englisch. Geräte bleiben oft zehn Jahre und länger im Einsatz, also müssen auch alte Kernelversionen gepflegt werden. In regulierten Branchen wie Automobil oder Medizintechnik kommt erheblicher Dokumentationsaufwand nach Normen wie ISO 26262 oder IEC 62304 hinzu. Die Arbeitszeiten sind meist geregelt und mit Gleitzeit, Homeoffice ist aber eingeschränkt, weil die Hardware im Labor steht. Vor Serienstarts und Zertifizierungen steigt der Termindruck spürbar.
Aussichten
Fachkräfte mit echter Erfahrung in Kernel, Treibern und Yocto sind knapp, die Nachfrage aus Industrieautomatisierung, Energietechnik, Medizintechnik und Netzwerktechnik ist stabil. Der europäische Cyber Resilience Act verpflichtet Hersteller, vernetzte Produkte über Jahre mit Sicherheitsupdates zu versorgen, was zusätzlichen Bedarf schafft. In der Automobilindustrie und bei Zulieferern ist die Lage dagegen unsicherer, dort wurden zuletzt Stellen abgebaut und Projekte verlagert. Mit Erfahrung führt der Weg zum Senior Engineer, Softwarearchitekten oder in die Teamleitung. Andere spezialisieren sich auf Security, Echtzeit-Linux oder Kernel-Entwicklung, manche arbeiten als Freelancer für mehrere Hersteller.
Aufgaben
- Bootloader und Linux-Kernel an neue Hardware anpassen
- Gerätetreiber in C für Sensoren und Schnittstellen schreiben
- Device-Tree-Dateien für Platinen erstellen und pflegen
- Betriebssystem-Images mit Yocto oder Buildroot bauen
- Update-Mechanismen für Geräte im Feld umsetzen
- Sicherheitspatches einspielen und Schwachstellen bewerten
- Fehler mit serieller Konsole, JTAG und Messgeräten eingrenzen
- Mit Hardwareentwicklung Schaltpläne und Fehlerbilder abstimmen
Voraussetzungen
- Studium in Informatik, Technischer Informatik, Elektrotechnik oder vergleichbare Qualifikation
- Sichere Kenntnisse in C sowie Grundlagen in Shell-Skripten und Python
- Verständnis von Linux-Kernel, Bootprozess und Rechnerarchitektur
- Grundkenntnisse in Elektronik und im Lesen von Schaltplänen und Datenblättern
- Gutes technisches Englisch
- Geduld und Ausdauer bei schwer reproduzierbaren Fehlern
Wo man arbeitet
- Hersteller von Industrie- und Automatisierungstechnik
- Automobilhersteller und Zulieferer
- Medizintechnikunternehmen
- Hersteller von Netzwerk- und Telekommunikationstechnik
- Engineering-Dienstleister
- Unternehmen der Energie- und Ladetechnik
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelorstudium in Informatik, Technischer Informatik oder Elektrotechnik mit sechs bis sieben Semestern, oft ergänzt durch einen Master. Quereinstieg ist mit einer Ausbildung als Fachinformatiker oder Elektroniker und nachweisbarer Praxis mit Linux auf Hardware möglich, häufig über den Umweg der Mikrocontroller-Firmware.
Offene Stellen als Embedded Linux Engineer
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Embedded Linux Engineer (m/w/d)
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Embedded Software Engineers entwickeln Software, die direkt auf Mikrocontrollern und Steuergeräten läuft, etwa in Fahrzeugen, Medizingeräten, Industrieanlagen oder Haushaltsgeräten. Sie arbeiten an der Grenze zwischen Hardware und Software, oft unter strengen Vorgaben zu Speicher, Echtzeit und Sicherheit.
- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 4.000 – 8.500 €
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- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 3.000 – 7.000 €
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