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Gesundheit & Pflege

Facharzt Anästhesie Tagdienst OP

Fachärztinnen und Fachärzte für Anästhesiologie im OP-Tagdienst betreuen Patientinnen und Patienten vor, während und nach Operationen und sorgen für Narkose, Schmerzfreiheit und stabile Vitalfunktionen. Die Stelle umfasst feste Tagesarbeitszeiten im OP, meist ohne Nacht- und Wochenenddienste.

17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Facharzt Anästhesie Tagdienst OP verdient

7.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 6.600 bis 12.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 6.600 € 6.900 € 7.400 € 82.800 €
Mit Berufserfahrung 7.300 € 7.900 € 8.800 € 94.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 8.500 € 9.800 € 12.000 € 117.600 €

In Kliniken gelten meist der TV-Ärzte/VKA (kommunale Häuser), der TV-Ärzte/TdL (Unikliniken) oder Haustarife mit dem Marburger Bund, etwa bei Helios oder Asklepios; dort steigt das Gehalt nach Facharztjahren und mit der Oberarztposition. In ambulanten OP-Zentren und Praxen wird frei verhandelt, und weil im reinen Tagdienst die Vergütung für Bereitschaftsdienste fehlt, liegt das tatsächliche Einkommen oft deutlich unter dem von Klinikärzten mit Diensten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Facharzt für Anästhesiologie im OP-Tagdienst?

Der Arbeitstag beginnt meist früh, oft gegen sieben Uhr, mit der Übergabe und dem Check der Narkosegeräte. Danach folgen die Einleitungen für das OP-Programm: Patientinnen und Patienten werden an den Monitor angeschlossen, venöse und arterielle Zugänge gelegt, Medikamente gespritzt, die Atemwege mit Larynxmaske oder Intubation gesichert. Während der Operation überwacht der Anästhesist Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Narkosetiefe und Blutverlust, gleicht Flüssigkeit aus, gibt Blutprodukte und reagiert auf Zwischenfälle wie Blutdruckabfall oder allergische Reaktionen. Dazu kommen Regionalanästhesien, etwa Spinalanästhesie beim Kaiserschnitt oder ultraschallgesteuerte Nervenblockaden bei Schulteroperationen. Nach dem Eingriff wird die Narkose ausgeleitet und die Übergabe im Aufwachraum gemacht. Zwischen den Saalwechseln laufen Prämedikationsgespräche, Aufklärungen und die Dokumentation. Erfahrene Fachärzte betreuen oft zwei Säle parallel gemeinsam mit Anästhesiepflegekräften und leiten Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung an.

Wie wird man Facharzt für Anästhesiologie?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Medizinstudium von mindestens sechs Jahren mit Staatsexamen und Approbation. Darauf folgt eine Weiterbildung von 60 Monaten an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte, in der Narkoseführung in verschiedenen Fachgebieten, Intensivmedizin und Notfallversorgung erlernt werden. Abgeschlossen wird sie mit der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer. Ein Quereinstieg ohne Medizinstudium ist nicht möglich. Ärztinnen und Ärzte aus anderen Fachgebieten können wechseln, müssen die Weiterbildung aber in weiten Teilen nachholen. Reine Tagdienst-Stellen werden fast immer erst nach der Facharztprüfung vergeben, weil die Weiterbildung selbst Nacht- und Bereitschaftsdienste verlangt.

Was der Beruf verlangt

Die Verantwortung ist hoch: Fehler bei Atemweg, Dosierung oder Kreislaufmanagement können lebensbedrohlich sein, und Entscheidungen fallen oft in Sekunden. Der OP-Alltag steht unter Zeitdruck, weil Wechselzeiten kurz sein sollen, und Reibungen mit operierenden Fachrichtungen gehören dazu. Lange Phasen im Stehen, Arbeit unter Bleischürze bei Röntgen, Kontakt mit Narkosegasen und Infektionsrisiken belasten körperlich. Auch im Tagdienst dauert ein Arbeitstag länger, wenn eine Operation sich hinzieht, denn ein laufender Eingriff wird nicht verlassen. Der Vorteil gegenüber klassischen Klinikstellen sind planbare Zeiten ohne Nächte und Wochenenden, was den Beruf für Eltern und Menschen in Teilzeit gut vereinbar macht. Dafür fallen Dienstvergütungen weg, und das Einkommen liegt spürbar unter dem von Kolleginnen und Kollegen mit Bereitschaftsdiensten.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch. Viele Kliniken suchen Fachärzte für Anästhesiologie, ebenso ambulante OP-Zentren, Praxiskliniken und Anästhesiepraxen, die mit wachsender Zahl ambulanter Eingriffe mehr Personal brauchen. Reine Tagdienst-Stellen sind begehrt und nicht überall verfügbar, werden aber zunehmend angeboten, um Fachkräfte zu halten. Entwicklungswege führen zur Oberarztstelle, zur Leitung eines OP-Bereichs oder in die Niederlassung als Praxisanästhesist. Zusatzbezeichnungen wie Intensivmedizin, Notfallmedizin, spezielle Schmerztherapie oder Palliativmedizin öffnen weitere Arbeitsfelder.

Aufgaben

  • Prämedikationsgespräche führen und über Narkoserisiken aufklären
  • Narkosen einleiten, führen und ausleiten
  • Atemwege sichern durch Intubation oder Larynxmaske
  • Venöse und arterielle Zugänge legen
  • Spinalanästhesien und Nervenblockaden setzen
  • Vitalfunktionen überwachen und Flüssigkeit sowie Blutprodukte geben
  • Patientinnen und Patienten im Aufwachraum übergeben und Schmerztherapie anordnen
  • Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung anleiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Medizinstudium mit Approbation
  • Facharztanerkennung Anästhesiologie
  • Sicherheit im Atemwegsmanagement und in Notfallsituationen
  • Ruhe und schnelle Entscheidungsfähigkeit unter Druck
  • Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Arbeit mit Bleischürze
  • Teamfähigkeit im Zusammenspiel mit Operateuren und Pflege

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Universitätskliniken
  • Ambulante OP-Zentren
  • Praxiskliniken
  • Anästhesiepraxen
  • Belegkliniken

Der Weg in den Beruf

Nach einem mindestens sechsjährigen Medizinstudium mit Approbation folgt eine 60-monatige Weiterbildung in Anästhesiologie an einer zugelassenen Klinik. Sie endet mit der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer; reine Tagdienst-Stellen setzen diesen Abschluss in der Regel voraus.

Offene Stellen als Facharzt Anästhesie Tagdienst OP

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