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Gesundheit & Pflege

Facharzt/-ärztin Innere Medizin ZB kl.Akut-/Notfallmedizin

Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin mit der Zusatzbezeichnung Klinische Akut- und Notfallmedizin versorgen in der Zentralen Notaufnahme eines Krankenhauses Menschen mit akuten Beschwerden und Verletzungen. Sie stellen schnelle Diagnosen, stabilisieren Schwerkranke und entscheiden, wer aufgenommen, verlegt oder entlassen wird.

16 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Facharzt/-ärztin Innere Medizin ZB kl.Akut-/Notfallmedizin verdient

7.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 6.200 bis 12.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 6.200 € 6.600 € 7.300 € 79.200 €
Mit Berufserfahrung 7.000 € 7.700 € 8.800 € 92.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 8.500 € 9.500 € 12.000 € 114.000 €

An kommunalen Kliniken gilt der TV-Ärzte/VKA, an Universitätskliniken der TV-Ärzte/TdL, kirchliche und private Träger haben eigene Tarife wie AVR oder Haustarife mit ähnlichem Niveau. Das Gehalt hängt vor allem von der Entgeltgruppe ab, also ob als Facharzt, Oberarzt oder Leitung der Notaufnahme eingestuft, und Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftszuschläge erhöhen das tatsächliche Einkommen deutlich über die genannten Grundwerte.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzbezeichnung Klinische Akut- und Notfallmedizin?

Der Arbeitsplatz ist die Zentrale Notaufnahme eines Krankenhauses. Dort kommen Menschen mit Brustschmerz, Luftnot, Bewusstseinsstörungen, Blutungen, Vergiftungen, Stürzen oder Fieber an, zu Fuß, mit dem Rettungsdienst oder per Hubschrauber. Die Ärztin oder der Arzt übernimmt Patientinnen und Patienten vom Notarzt, schätzt gemeinsam mit der Pflege die Dringlichkeit ein, untersucht, legt Zugänge, ordnet Labor, EKG und Bildgebung an und führt selbst Ultraschalluntersuchungen durch. Bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Sepsis oder Reanimation leitet sie das Schockraumteam, beatmet, gibt Medikamente und stimmt sich mit Kardiologie, Neurologie, Chirurgie und Intensivstation ab. Am Ende jeder Behandlung steht eine Entscheidung: stationäre Aufnahme, Verlegung, Überwachung oder Entlassung mit Arztbrief. Dazu kommen Dokumentation, Gespräche mit Angehörigen, die Anleitung von Assistenzärztinnen und die Organisation der Abläufe bei Überfüllung.

Wie wird man Facharzt für Innere Medizin mit dieser Zusatzbezeichnung?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Medizinstudium von gut sechs Jahren mit Staatsexamen und Approbation. Danach folgt die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin, die mindestens fünf Jahre dauert und an zugelassenen Weiterbildungsstätten in Kliniken abgeleistet wird. Die Zusatz-Weiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin baut darauf auf: Nach der Weiterbildungsordnung sind 24 Monate an einer anerkannten Zentralen Notaufnahme vorgesehen, ein Teil davon kann in der Intensivmedizin erbracht werden, je nach Landesärztekammer mit unterschiedlichen Anrechnungsregeln. Viele erwerben zusätzlich die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin für den Notarztdienst. Abgeschlossen wird jeweils mit einer Prüfung vor der Ärztekammer. Ein Quereinstieg ohne Medizinstudium ist nicht möglich.

Was der Beruf verlangt

Die Notaufnahme ist rund um die Uhr besetzt, die Arbeit läuft im Schichtdienst mit Nächten, Wochenenden und Feiertagen. Planbar ist wenig: Phasen mit vielen gleichzeitig eintreffenden Schwerkranken wechseln mit Stunden voller Bagatellfälle, die eigentlich in eine Hausarztpraxis gehörten. Überfüllung, fehlende Betten im Haus und lange Wartezeiten erzeugen Druck, der sich oft an der Notaufnahme entlädt. Verbale und körperliche Aggression gegen Personal kommt regelmäßig vor. Entscheidungen fallen unter Zeitdruck und mit unvollständigen Informationen, Fehler können schwerwiegende Folgen haben. Tod, schwere Verletzungen und Überbringen schlechter Nachrichten gehören zum Alltag. Gefragt sind breites internistisches Wissen, ruhiges Arbeiten in Notlagen, klare Kommunikation im Team und die Fähigkeit, nach einer belastenden Situation sofort weiterzuarbeiten. Körperlich fordern lange Dienste im Stehen und Gehen sowie Reanimationen.

Aussichten

Fachärztinnen und Fachärzte mit dieser Qualifikation werden gesucht. Seit der Bundesausschuss Anforderungen an die Notfallversorgung festgelegt hat, müssen Kliniken je nach Notfallstufe qualifiziertes Personal in der Notaufnahme vorhalten, und die geplante Notfallreform mit integrierten Notfallzentren dürfte den Bedarf weiter erhöhen. Die Zusatzbezeichnung ist noch vergleichsweise jung, entsprechend gibt es bislang wenige, die sie tragen. Übliche Entwicklungswege führen zur Oberärztin einer Notaufnahme, zur ärztlichen Leitung einer Zentralen Notaufnahme oder in Kombination mit Intensivmedizin und Notarzttätigkeit. Möglich sind auch Tätigkeiten im Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, in der Lehre oder im Qualitätsmanagement. Eine Niederlassung ist mit dem Facharzt für Innere Medizin möglich, die notfallmedizinische Qualifikation selbst wird aber vor allem im Krankenhaus genutzt.

Aufgaben

  • Notfallpatientinnen und -patienten untersuchen und die Dringlichkeit einschätzen
  • Schockraumversorgung bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Sepsis oder Polytrauma leiten
  • Reanimieren, intubieren, beatmen und kreislaufwirksame Medikamente geben
  • Notfallsonografie durchführen sowie EKG, Labor und CT auswerten
  • Über Aufnahme, Verlegung oder Entlassung entscheiden und Arztbriefe schreiben
  • Übergaben vom Rettungsdienst annehmen und mit Fachabteilungen abstimmen
  • Assistenzärztinnen und -ärzte anleiten und Abläufe bei Überfüllung steuern
  • Gespräche mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen führen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Medizinstudium und Approbation als Ärztin oder Arzt
  • Facharztanerkennung Innere Medizin
  • Zusatz-Weiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin mit Prüfung vor der Ärztekammer
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddiensten
  • Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck und psychische Belastbarkeit
  • Körperliche Belastbarkeit für lange Dienste und Reanimationen
  • Teamfähigkeit und klare Kommunikation, auch in Konfliktsituationen

Wo man arbeitet

  • Zentrale Notaufnahmen von Krankenhäusern
  • Universitätskliniken
  • Kliniken der Maximalversorgung
  • Kreiskrankenhäuser mit Notfallversorgung
  • Integrierte Notfallzentren
  • Rettungsdienst im Notarztdienst als Nebentätigkeit

Der Weg in den Beruf

Nach rund sechs Jahren Medizinstudium mit Approbation folgt eine mindestens fünfjährige Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin. Darauf baut die Zusatz-Weiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin mit 24 Monaten an einer anerkannten Zentralen Notaufnahme auf, abgeschlossen mit einer Prüfung vor der Landesärztekammer. Insgesamt dauert der Weg ab Studienbeginn meist 13 Jahre oder länger.

Offene Stellen als Facharzt/-ärztin Innere Medizin ZB kl.Akut-/Notfallmedizin

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