Fachärztin / Facharzt
Fachärzte behandeln Patienten eigenverantwortlich in ihrem Fachgebiet, in der Klinik ebenso wie im medizinischen Versorgungszentrum, und leiten Assistenzärzte an.
11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Fachärztin / Facharzt verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 7.200 € | 7.700 € | 8.200 € | 92.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 8.050 € | 8.600 € | 9.150 € | 103.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 8.850 € | 9.400 € | 10.200 € | 112.800 € |
Grundlage ist die Entgeltgruppe Ä2 der Tarifverträge für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA) und Unikliniken (TV-Ärzte TdL) mit Stufen nach Facharztjahren; private Klinikträger haben eigene Ärztetarife auf ähnlichem Niveau. MVZ zahlen oft in Anlehnung daran; Vergütungen für Bereitschaftsdienste und Rufbereitschaft sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Mit der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer endet die Weiterbildung und beginnt die eigenverantwortliche Arbeit in einem Fachgebiet. Der Facharzt im Krankenhaus stellt Diagnosen und Indikationen, führt Eingriffe und Untersuchungen selbstständig durch, trifft Therapieentscheidungen und übernimmt den Hintergrund- oder Bereitschaftsdienst, in dem er für Assistenzärzte die nächste Entscheidungsinstanz ist. Er leitet Weiterbildungsassistenten an, hält Visiten, spricht mit Angehörigen und schreibt die Befunde und Briefe, die über die Klinik hinaus Bestand haben. Organisatorisch steht er unter dem Oberarzt und dem Chefarzt und ist oft der nächste Kandidat für eine Oberarztstelle.
Im medizinischen Versorgungszentrum sieht der Alltag anders aus. Dort arbeitet der Facharzt als angestellter Arzt in der ambulanten Versorgung, mit Sprechstunden, geplanten Terminen, Abrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung und ohne Nachtdienste, dafür mit höherem Patientendurchsatz und mehr Verantwortung für die Praxisorganisation. Für viele Ärzte ist das MVZ eine Alternative zur eigenen Niederlassung, weil es die ambulante Arbeit ohne unternehmerisches Risiko ermöglicht und Teilzeitmodelle leichter macht.
In diesem Bestand kommen die Anzeigen von kommunalen Klinikverbünden und deren MVZ, die Fachgebiete reichen von Allgemeinmedizin und Innerer Medizin über Dermatologie und Gynäkologie bis zur zentralen Notaufnahme. Ein erheblicher Teil ist ausdrücklich auch in Teilzeit ausgeschrieben, was im ärztlichen Dienst deutlich häufiger geworden ist. Die Streuung der Fachgebiete zeigt, dass der Titel Facharzt vor allem eine Qualifikationsstufe beschreibt und die eigentliche Arbeit vom Gebiet bestimmt wird.
Der Weg dorthin ist lang: sechs Jahre Studium, die Approbation und eine Weiterbildungszeit von meist fünf bis sechs Jahren in zugelassenen Weiterbildungsstätten. Danach öffnen sich mehrere Wege: die Oberarzt- und Chefarztlaufbahn in der Klinik, die Anstellung im MVZ, die Niederlassung mit eigenem Kassensitz oder Zusatzweiterbildungen, etwa in Notfall-, Palliativ- oder Intensivmedizin, die neue Aufgaben erschließen.
Aufgaben
- Patienten im eigenen Fachgebiet untersuchen, diagnostizieren und behandeln
- Indikationen stellen und Eingriffe oder Untersuchungen selbstständig durchführen
- Hintergrund- und Bereitschaftsdienste übernehmen
- Assistenzärzte in der Weiterbildung anleiten und supervidieren
- Visiten führen und Therapien mit Pflege und Therapeuten abstimmen
- Befunde, Arztbriefe und Dokumentation erstellen
- Patienten und Angehörige aufklären und beraten
- An Fortbildungen, Qualitätszirkeln und interdisziplinären Konferenzen teilnehmen
Voraussetzungen
- Approbation als Arzt
- Facharztanerkennung im ausgeschriebenen Gebiet
- Erfahrung in Diagnostik und Therapie des Fachgebiets
- Bereitschaft zu Bereitschafts- und Hintergrunddiensten im Krankenhaus
- Deutschkenntnisse auf dem von der Ärztekammer verlangten Fachsprachniveau
- Fähigkeit zur Anleitung und Zusammenarbeit im Team
Wo man arbeitet
- Krankenhäuser und Universitätskliniken
- Medizinische Versorgungszentren
- Rehabilitationskliniken
- Arztpraxen als angestellter Arzt
- Öffentlicher Gesundheitsdienst und Sanitätsdienst der Bundeswehr
- Medizinische Dienste der Kranken- und Rentenversicherung
Der Weg in den Beruf
Der Weg beginnt mit dem sechsjährigen Medizinstudium, das mit dem Staatsexamen und der Approbation endet. Es folgt die Weiterbildung zum Facharzt nach der Weiterbildungsordnung der jeweiligen Landesärztekammer, meist fünf bis sechs Jahre in zugelassenen Kliniken und Praxen, mit festgelegten Inhalten und Richtzahlen, abgeschlossen durch die Facharztprüfung. Ärzte mit ausländischem Abschluss brauchen die Anerkennung ihrer Approbation und die Fachsprachprüfung.
Offene Stellen als Fachärztin / Facharzt
In der Suche fortsetzenFacharzt / Fachärztin - Dermatologie und Venerologie (m/w/d)
Fachärztin / Facharzt – Innere Medizin – MZEB (m/w/d)
Fachärztin/Facharzt (m/w/d) - Anästhesiologie und Intensivmedizin
Facharzt / Fachärztin (m/w/d)
Facharzt / Fachärztin - Gynäkologie und Geburtsmedizin (m/w/d)
Facharzt / Fachärztin – Zentrale Notaufnahme / Rettungsstelle (m/w/d)
Fachärztin / Facharzt - Allgemeinmedizin / Innere Medizin (w/m/d)
Verwandte Berufe
Oberarzt
Der Oberarzt ist Facharzt mit Leitungsverantwortung in einer Klinik: Er führt Assistenzärzte, trifft medizinische Entscheidungen und vertritt den Chefarzt.
- Offene Stellen
- 21
- Monatsbrutto
- 8.400 – 11.400 €
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