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Gesundheit & Pflege

Facharzt Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie

Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie erkennen und behandeln Erkrankungen von Herz und Kreislauf, etwa Herzinfarkt, Herzschwäche, Rhythmusstörungen und Klappenfehler. Sie arbeiten in Kliniken, Herzzentren oder eigener Praxis.

34 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Facharzt Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie verdient

8.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 6.500 bis 16.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 6.500 € 6.900 € 7.500 € 82.800 €
Mit Berufserfahrung 7.200 € 8.000 € 9.200 € 96.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 8.800 € 10.500 € 16.000 € 126.000 €

In Kliniken richtet sich das Gehalt nach dem TV-Ärzte/VKA für kommunale Häuser, dem TV-Ärzte/TdL für Unikliniken oder Haustarifen privater Träger; Dienste und Bereitschaft werden zusätzlich vergütet und machen einen großen Teil des Einkommens aus. Chefärzte und niedergelassene Kardiologen verdienen deutlich mehr, ihr Einkommen schwankt aber stark mit Vertrag, Privatpatientenanteil und Praxisgröße.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie?

Im Mittelpunkt stehen Menschen mit Brustschmerz, Atemnot, Herzstolpern, Bluthochdruck oder nach einem Herzinfarkt. Kardiologinnen und Kardiologen erheben die Krankengeschichte, hören Herz und Lunge ab, werten EKG, Langzeit-EKG und Belastungs-EKG aus und schallen das Herz per Echokardiografie, auch über die Speiseröhre. In der Klinik kommen Herzkatheteruntersuchungen hinzu: verengte Herzkranzgefäße darstellen, mit Ballon aufdehnen und Stents setzen, oft nachts im Notfall beim akuten Infarkt. Weitere Eingriffe sind das Einsetzen von Herzschrittmachern und Defibrillatoren, elektrophysiologische Untersuchungen mit Verödung von Rhythmusstörungen oder der kathetergestützte Ersatz von Herzklappen. Auf Station und Intensivstation stellen sie Medikamente ein, führen Visiten, sprechen mit Angehörigen und schreiben Arztbriefe. In der Praxis überwiegen Vorsorge, Verlaufskontrollen chronisch Kranker, Ultraschall und die Abstimmung mit Hausärzten.

Wie wird man Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Medizinstudium mit Approbation. Das Studium dauert mindestens sechs Jahre und drei Monate, die Zulassung ist wegen des Numerus clausus, des Medizinertests und begrenzter Plätze schwer zu bekommen. Danach folgt die Weiterbildung als Assistenzärztin oder Assistenzarzt an einer dafür zugelassenen Klinik, nach der Musterweiterbildungsordnung mindestens sechs Jahre, davon ein erheblicher Teil in der Kardiologie und ein Teil in der Notaufnahme oder Intensivmedizin. Am Ende steht die Facharztprüfung vor der Landesärztekammer. Ein Quereinstieg ohne Medizinstudium ist nicht möglich. Zusatzqualifikationen wie interventionelle Kardiologie, Elektrophysiologie oder Herzbildgebung erwirbt man meist erst nach dem Facharzt über weitere Jahre.

Was der Beruf verlangt

Der Weg bis zur Facharztprüfung ist mit zwölf Jahren oder mehr lang, und auch danach bleibt Fortbildung Pflicht. In Kliniken gehören Nachtdienste, Wochenenddienste und Rufbereitschaft für das Herzkatheterlabor zum Alltag. Notfälle lassen sich nicht planen, Entscheidungen fallen unter Zeitdruck und mit hoher Verantwortung, und nicht jeder Patient überlebt. Im Katheterlabor wird unter Röntgenstrahlung in schweren Bleischürzen gearbeitet, oft stundenlang im Stehen, was Rücken und Gelenke belastet. Hinzu kommen viel Dokumentation, Personalknappheit in der Pflege und wirtschaftlicher Druck der Klinikträger. Gefragt sind ruhige Hände, technisches Verständnis, Belastbarkeit und die Fähigkeit, schwer kranken Menschen und ihren Angehörigen Befunde verständlich zu erklären.

Aussichten

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache, und mit der alternden Bevölkerung steigt der Bedarf weiter. Kardiologinnen und Kardiologen werden in Kliniken und in der ambulanten Versorgung gesucht, besonders außerhalb der Großstädte. Nach dem Facharzt führt der Weg in der Klinik über Ober- und leitende Oberarztstellen bis zur Chefarztposition, die allerdings knapp sind. Alternativ ist die Niederlassung in eigener Praxis oder einer Gemeinschaftspraxis möglich, was einen Kassensitz und unternehmerisches Risiko voraussetzt. Weitere Wege führen in Forschung und Lehre an Universitätskliniken, in die Rehabilitation, in die Pharmaindustrie oder in Gutachtertätigkeiten. Die Krankenhausreform und die Verlagerung von Eingriffen in die ambulante Versorgung dürften die Arbeitsorte in den kommenden Jahren verändern.

Aufgaben

  • EKG, Langzeit-EKG und Belastungstests auswerten
  • Herz per Ultraschall untersuchen und Klappenfehler beurteilen
  • Herzkatheteruntersuchungen durchführen und Stents setzen
  • Herzschrittmacher und Defibrillatoren implantieren und kontrollieren
  • Patienten mit akutem Herzinfarkt in der Notaufnahme versorgen
  • Medikamente bei Herzschwäche und Bluthochdruck einstellen
  • Befunde mit Patienten und Angehörigen besprechen
  • Arztbriefe schreiben und Assistenzärzte anleiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Medizinstudium mit Approbation
  • Facharztanerkennung Innere Medizin und Kardiologie durch die Landesärztekammer
  • Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdiensten
  • Feinmotorisches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen für Kathetereingriffe
  • Belastbarkeit für langes Stehen in Röntgenschutzkleidung
  • Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck
  • Verständliche Kommunikation mit schwer kranken Menschen

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser mit internistischer oder kardiologischer Abteilung
  • Herzzentren und Universitätskliniken
  • Kardiologische Praxen und Medizinische Versorgungszentren
  • Rehabilitationskliniken
  • Pharma- und Medizintechnikunternehmen

Der Weg in den Beruf

Nach einem mindestens sechsjährigen Medizinstudium mit Approbation folgt eine mindestens sechsjährige Weiterbildung als Assistenzarzt an einer zugelassenen Klinik. Sie endet mit der Facharztprüfung für Innere Medizin und Kardiologie vor der Landesärztekammer.

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