Fachinformatiker für Systemintegration
Fachinformatiker für Systemintegration planen, installieren und betreiben IT-Systeme und Netzwerke und sind die Praktiker der IT-Infrastruktur.
17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Fachinformatiker für Systemintegration verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.900 € | 3.300 € | 3.700 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.450 € | 3.900 € | 4.400 € | 46.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.000 € | 4.600 € | 5.300 € | 55.200 € |
Werte für ausgebildete Fachkräfte. Im öffentlichen Dienst werden sie meist in E9a TVöD bzw. TV-L eingruppiert, mit Erfahrung höher; tarifgebundene Industrie zahlt nach ERA oder Chemietarif, Systemhäuser und kleinere Betriebe meist ohne Tarif und am unteren Rand.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Fachinformatiker für Systemintegration ist der Ausbildungsberuf hinter den meisten Administratoren, Netzwerktechnikern und Supportspezialisten in Deutschland. Er richtet Server, Clients und Netzwerke ein, verbindet sie zu funktionierenden Systemen, betreut Anwender und behebt Störungen. Seit der Neuordnung 2020 umfasst die Ausbildung ausdrücklich IT-Sicherheit, Virtualisierung und Cloud-Dienste; die Fachrichtung grenzt sich damit von der Anwendungsentwicklung, der Daten- und Prozessanalyse und der digitalen Vernetzung ab, die dieselbe Grundausbildung teilen.
Im Alltag ist die Arbeit so vielfältig wie der Betrieb. Im Systemhaus stehen Projekte bei Kunden im Vordergrund: neue Server, Netzwerkumbauten, Umzüge in die Cloud, dazu Wartungsverträge und Hotline. In der internen IT eines Unternehmens oder einer Behörde geht es um den dauerhaften Betrieb, um Benutzerverwaltung, Datensicherung, Updates und den direkten Support für Kollegen. Dokumentation, Datenschutz und Sicherheitsvorgaben gehören überall dazu, ebenso der Umgang mit Anwendern, die unter Zeitdruck stehen.
Im Bestand sind drei Viertel der Anzeigen Ausbildungsplätze mit Beginn im kommenden Jahr, alle in Vollzeit. Die Ausbildenden sind breit gestreut: ein Forschungsinstitut, ein Softwarehersteller, Handwerks- und Mittelstandsbetriebe. Das bildet den Beruf ab – ausgebildet wird nahezu überall, wo es eine eigene IT gibt.
Für ausgebildete Fachkräfte ist der Markt gut; die Stellen heißen dann meist Systemadministrator, IT-Administrator, IT-Techniker oder Supportspezialist. Mit Berufserfahrung und Herstellerzertifikaten öffnen sich Wege in die Spezialisierung auf Netzwerk, Sicherheit oder Cloud sowie über Aufstiegsfortbildungen in Projektleitung und Teamführung. Weil viele Betriebe ihre eigenen Auszubildenden übernehmen, lohnt es sich, schon bei der Wahl des Ausbildungsplatzes auf die Umgebung zu achten: Ein Systemhaus vermittelt Breite, eine große interne IT eher Tiefe in einzelnen Systemen.
Aufgaben
- Server, Clients und Netzwerkkomponenten installieren und konfigurieren
- IT-Systeme in bestehende Infrastrukturen einbinden
- Benutzer, Rechte und Zugänge verwalten
- Datensicherung und Sicherheitsmaßnahmen umsetzen
- Anwender beraten, schulen und bei Störungen unterstützen
- Hard- und Software beschaffen und inventarisieren
- Systeme, Netzpläne und Abläufe dokumentieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration oder vergleichbar
- Kenntnisse in Windows- und Linux-Systemen sowie Netzwerktechnik
- Grundverständnis von Virtualisierung und Cloud-Diensten
- Kenntnisse in IT-Sicherheit und Datenschutz
- Serviceorientierung im Umgang mit Anwendern
- Gute Englischkenntnisse für Dokumentation und Herstellerunterlagen
Wo man arbeitet
- Systemhäuser und IT-Dienstleister
- IT-Abteilungen von Industrie und Handel
- Behörden, Hochschulen und Forschungseinrichtungen
- Kliniken und Sozialeinrichtungen
- Rechenzentren und Telekommunikationsanbieter
Der Weg in den Beruf
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und schließt mit einer gestreckten Abschlussprüfung vor der IHK ab; zum zweiten Teil gehört ein betriebliches Projekt mit Dokumentation und Präsentation. Abitur ist verbreitet, aber keine Voraussetzung. Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach dem Tarif des Betriebs, im öffentlichen Dienst nach dem TVAöD, sonst mindestens nach der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung. Weiterbildung bieten Herstellerzertifikate und die IT-Aufstiegsfortbildungen der IHK, etwa zum geprüften IT-Spezialisten oder Berufsspezialisten, und der Weg in ein berufsbegleitendes Informatikstudium.
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