Florist / Floristin
Floristinnen und Floristen binden Sträuße, gestalten Gestecke, Kränze und Dekorationen aus Blumen und Pflanzen und verkaufen sie im Blumenfachgeschäft. Sie beraten Kundschaft für Anlässe wie Hochzeiten, Trauerfeiern oder Firmenveranstaltungen.
7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Florist / Floristin verdient
2.550 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.350 € | 2.550 € | 28.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.300 € | 2.550 € | 2.900 € | 30.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.600 € | 3.000 € | 3.600 € | 36.000 € |
Es gibt regionale Tarifverträge für das Floristhandwerk, die meisten Betriebe sind aber nicht tarifgebunden, viele zahlen nahe am gesetzlichen Mindestlohn. Mehr verdienen vor allem Meisterinnen und Meister in Filialleitung sowie Fachkräfte in größeren Gartencentern, bei Handelsketten oder in der Eventfloristik.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Florist / eine Floristin?
Der Arbeitstag beginnt oft früh mit der Ware: Schnittblumen und Topfpflanzen kommen vom Großmarkt oder Lieferanten, werden ausgepackt, angeschnitten, in frisches Wasser gestellt und auf Schäden geprüft. Danach geht es an die Werkbank. Floristinnen und Floristen binden Sträuße, stecken Gestecke in Steckmasse, fertigen Trauerkränze und Sargschmuck, gestalten Brautsträuße und Tischdekorationen. Im Laden beraten sie Kundschaft, nehmen Bestellungen per Telefon oder Onlineshop an, kassieren und dekorieren das Schaufenster nach Saison. Hinzu kommen Pflanzenpflege, das Aussortieren welker Ware, Kalkulation von Preisen und das Ausliefern oder Aufbauen von Dekorationen vor Ort, etwa in Kirchen, Festsälen oder Hotels. In kleinen Betrieben gehören auch Reinigung, Bestellwesen und Kassenabrechnung dazu.
Wie wird man Florist / Floristin?
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung im Blumenfachgeschäft mit Berufsschulunterricht. Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, die meisten Auszubildenden haben einen Haupt- oder Realschulabschluss. Gelernt werden Pflanzenkunde, Gestaltungslehre, Bindetechniken, Verkauf und Kalkulation. Die Ausbildung endet mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Danach ist die Weiterbildung zum Floristmeister oder zur Floristmeisterin möglich, die zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Führung eines eigenen Geschäfts qualifiziert. Quereinsteigende ohne Ausbildung finden vor allem als Aushilfe im Verkauf oder in der Saisonarbeit Platz, für gestalterische Aufgaben wird meist der Abschluss erwartet.
Was der Beruf verlangt
Floristik ist körperlich anstrengender, als das Endprodukt vermuten lässt. Gearbeitet wird überwiegend im Stehen, in kühlen Räumen, mit den Händen ständig im kalten Wasser. Eimer und Pflanzenkübel sind schwer, Dornen, Schnittwerkzeug und Pflanzensäfte belasten die Haut, manche Menschen entwickeln Allergien. Die Arbeitszeiten richten sich nach dem Handel: Samstage sind Pflicht, vor Valentinstag, Muttertag, Ostern, Allerheiligen und Weihnachten fallen viele Überstunden an, oft auch an Sonntagen. Wer Hochzeiten dekoriert, arbeitet früh morgens oder am Wochenende. Trauerfloristik bedeutet regelmäßigen Kontakt mit Menschen in schwierigen Situationen. Die Bezahlung ist niedrig und liegt in vielen Betrieben nahe am Mindestlohn, was für viele Fachkräfte der Grund ist, den Beruf nach einigen Jahren zu verlassen. Gefragt sind Farbgefühl, Fingerfertigkeit, Tempo unter Zeitdruck und Freundlichkeit im Verkauf.
Aussichten
Der Markt ist geteilt. Supermärkte, Discounter und Onlinedienste verkaufen einen großen Teil der Schnittblumen, viele kleine Blumengeschäfte schließen. Gleichzeitig finden Fachbetriebe kaum Nachwuchs, sodass ausgebildete Kräfte in der Regel eine Stelle finden, wenn auch selten mit guter Bezahlung. Bessere Chancen bieten Spezialisierungen auf Hochzeits-, Event- oder Trauerfloristik sowie Tätigkeiten bei Friedhofsgärtnereien, Gartencentern oder Dekorationsfirmen. Mit dem Meistertitel sind Filialleitung, Ausbildungstätigkeit oder die Selbstständigkeit möglich, die allerdings wirtschaftlich riskant ist. Manche wechseln später in den Einkauf beim Großhandel, in die Schaufenstergestaltung oder in eine Weiterbildung zum Gestalter im Handwerk.
Aufgaben
- Sträuße binden und Gestecke anfertigen
- Trauerkränze und Sargschmuck gestalten
- Kundschaft beraten und Bestellungen aufnehmen
- Ware annehmen, anschneiden und pflegen
- Hochzeits- und Eventdekorationen vor Ort aufbauen
- Schaufenster und Verkaufsraum saisonal dekorieren
- Preise kalkulieren und an der Kasse abrechnen
- Bestellungen ausliefern
Voraussetzungen
- Abgeschlossene dreijährige Ausbildung als Florist oder Floristin
- Sinn für Farben, Formen und Gestaltung
- Handgeschick und Fingerfertigkeit
- Körperliche Belastbarkeit bei Arbeit im Stehen, in Kälte und Nässe
- Keine ausgeprägten Pflanzen- oder Hautallergien
- Freundliches Auftreten im Kundenkontakt
- Bereitschaft zu Samstagsarbeit und Überstunden in Spitzenzeiten
Wo man arbeitet
- Blumenfachgeschäfte
- Gartencenter und Baumärkte mit Blumenabteilung
- Friedhofsgärtnereien
- Floristik-Ateliers für Hochzeiten und Events
- Hotels und Dekorationsfirmen
- Blumengroßhandel
Der Weg in den Beruf
Der Weg führt über eine dreijährige duale Ausbildung im Blumenfachgeschäft und in der Berufsschule, die mit der IHK-Abschlussprüfung endet. Mit Abitur oder guten Leistungen kann die Ausbildung verkürzt werden. Nach einigen Berufsjahren ist die Meisterprüfung möglich, die meist ein bis zwei Jahre in Teilzeit oder einige Monate in Vollzeit dauert.
Offene Stellen als Florist / Floristin
In der Suche fortsetzenAusbildung Florist / Floristin Start 2027 (m/w/d)
Ausbildung Florist / Floristin Start 2027 (m/w/d)
Ausbildung Florist / Floristin Start 2027 (m/w/d)
Ausbildung Florist / Floristin Start 2027 (m/w/d)
Ausbildung Florist / Floristin Start 2027 (m/w/d)
Ausbildung Florist / Floristin Start 2027 (m/w/d)
Verwandte Berufe
Eventmanager
Eventmanager planen, organisieren und betreuen Veranstaltungen wie Messen, Firmenfeiern, Konferenzen, Konzerte oder Produktpräsentationen, von der ersten Idee über Budget und Logistik bis zur Abrechnung.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.500 – 6.000 €
Friedhofsgärtner
Friedhofsgärtner legen Gräber an, bepflanzen und pflegen sie über Jahre und übernehmen im Auftrag von Angehörigen oder Friedhofsverwaltungen die Gestaltung von Grabstätten und Friedhofsanlagen.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.250 – 3.900 €
Gärtner
Baut, pflegt und gestaltet Grünflächen oder produziert Pflanzen – sieben Fachrichtungen mit sehr verschiedenen Berufsbildern.
- Offene Stellen
- 28
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.300 €
Gestalter für visuelles Marketing
Gestaltet Schaufenster, Verkaufsflächen und Messestände und setzt Ware so in Szene, dass Kunden sie finden und ansehen.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.450 – 3.950 €
Verkäufer
Verkäufer bedienen Kasse und Bedientheke, verräumen Ware und beraten Kunden, im Einzelhandel sehr oft in Teilzeit.
- Offene Stellen
- 1.302
- Monatsbrutto
- 2.400 – 3.500 €
Passend dazu im Ratgeber
- Bewerbung über Bewerberportale: was dort anders läuft Große Arbeitgeber nehmen Bewerbungen über ein eigenes Portal an, nicht per E-Mail. Was die...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...
- Scheine und Nachweise: was Stellenanzeigen wirklich verlangen In Handwerk, Service, Bau und Logistik entscheidet oft nicht der Abschluss, sondern ein Sc...