Freileitungsmonteur / Quereinsteiger Freileitungsmonatge
Freileitungsmonteure bauen, warten und erneuern Strommasten und Hochspannungsleitungen, meist in großer Höhe und auf wechselnden Baustellen. Viele kommen als Quereinsteiger aus Elektro- oder Metallberufen in die Freileitungsmontage.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Freileitungsmonteur / Quereinsteiger Freileitungsmonatge verdient
3.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.700 bis 5.100 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.100 € | 3.500 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.700 € | 4.200 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.900 € | 4.400 € | 5.100 € | 52.800 € |
Leitungsbaufirmen zahlen häufig nach den Tarifverträgen des Elektrohandwerks der jeweiligen Region oder nach Haustarifen, Netzbetreiber oft nach dem TV-V oder eigenen Tarifwerken, die meist höher liegen. Einen großen Teil des tatsächlichen Einkommens machen Auslöse, Montage- und Höhenzulagen sowie Überstunden aus, die in den Werten nicht enthalten sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Freileitungsmonteur?
Freileitungsmonteurinnen und -monteure arbeiten an den Leitungen, die Strom über weite Strecken transportieren, vor allem im Hoch- und Höchstspannungsnetz von 110 bis 380 Kilovolt, teils auch in der Mittelspannung. Sie montieren Stahlgittermasten aus Einzelteilen, steigen an den Masten auf, setzen Traversen und Isolatorketten und ziehen mit Seilzugmaschinen die Leiterseile ein. Danach werden die Seile reguliert, also auf den richtigen Durchhang gebracht, und mit Klemmen und Abstandhaltern befestigt. Häufig wird dabei ein Erdseil mit integrierten Glasfasern verlegt. Zur Arbeit gehören auch das Austauschen alter Isolatoren, Korrosionsschutz an Masten, Kontrollgänge und der Rückbau stillgelegter Leitungen. Vor jedem Einsatz wird die Leitung freigeschaltet, geerdet und gesichert. Gearbeitet wird in Kolonnen, oft mit Kran, Hubarbeitsbühne oder Seilwinde.
Wie wird man Freileitungsmonteur?
Eine eigene staatlich anerkannte Ausbildung mit diesem Namen gibt es nicht. Viele kommen über eine abgeschlossene Ausbildung in einem Elektroberuf, etwa als Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik oder für Betriebstechnik, andere aus Metallberufen wie Metallbauer oder Stahlbauer. Leitungsbaufirmen stellen auch Quereinsteiger ohne passenden Abschluss ein, etwa aus dem Bau, dem Gerüstbau oder der Landwirtschaft, und lernen sie im Betrieb an. Dazu gehören Schulungen zur elektrotechnisch unterwiesenen Person, zur Arbeit mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz und zur Höhenrettung. Wer länger dabei ist, kann sich über Lehrgänge an Bildungszentren oder Handwerkskammern zum Freileitungsmonteur oder zum Netzmonteur qualifizieren lassen. Ein Lkw-Führerschein ist auf vielen Baustellen gefragt.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Masten werden über Steigleitern oder an der Gitterkonstruktion bestiegen, oft mit Werkzeug und Material am Körper, in Höhen von 50 Metern und mehr. Schwindelfreiheit ist Pflicht, die Höhentauglichkeit wird regelmäßig arbeitsmedizinisch geprüft. Gearbeitet wird bei Hitze, Kälte, Wind und Regen, nur bei Gewitter oder Sturm ruht die Baustelle. Die Baustellen liegen verteilt über ganz Deutschland und teils im Ausland, deshalb bedeutet der Beruf in der Regel Wochenmontage: Montag bis Donnerstag oder Freitag auf der Baustelle, Übernachtung in Pension oder Hotel, Heimfahrt am Wochenende. Freischaltungen der Netzbetreiber sind knapp, daher sind lange Tage und Einsätze am Wochenende üblich. Für Familien und Partnerschaften ist das eine echte Belastung. Fehler bei Erdung oder Sicherung können tödlich sein, Konzentration und das strikte Einhalten von Regeln gehören zum Alltag.
Aussichten
Der Ausbau der Stromnetze für die Energiewende sorgt für eine hohe und anhaltende Nachfrage. Neue Höchstspannungstrassen, die Verstärkung bestehender Leitungen und die Sanierung alter Masten binden Kapazitäten für viele Jahre, während erfahrene Monteure in Rente gehen. Leitungsbaufirmen suchen deshalb laufend Personal und bilden Quereinsteiger selbst aus. Mit Erfahrung ist der Aufstieg zum Obermonteur oder Kolonnenführer möglich, später zum Bauleiter, oft verbunden mit einer Weiterbildung zum Meister oder Techniker. Wer die Montage irgendwann hinter sich lassen will, findet Stellen bei Netzbetreibern in Instandhaltung, Leitungsprüfung oder Arbeitsvorbereitung, mit festem Standort und weniger Reisetätigkeit.
Aufgaben
- Stahlgittermasten aus Einzelteilen montieren und aufrichten
- Leiterseile und Erdseile mit Seilzugmaschinen einziehen und regulieren
- Isolatorketten, Klemmen und Abstandhalter anbringen und austauschen
- Leitungsabschnitte freischalten, erden und gegen Wiedereinschalten sichern
- Masten und Leitungen begehen, besteigen und auf Schäden prüfen
- Korrosionsschutz und Instandsetzungen an Masten ausführen
- Alte Leitungen und Masten zurückbauen
- Baustelle einrichten und Material, Winden und Fahrzeuge bedienen
Voraussetzungen
- Schwindelfreiheit und Höhentauglichkeit nach arbeitsmedizinischer Untersuchung
- Gute körperliche Fitness für Steigen und Arbeiten bei jedem Wetter
- Abgeschlossene Ausbildung im Elektro- oder Metallbereich von Vorteil, für Quereinsteiger nicht zwingend
- Bereitschaft zu bundesweiter Wochenmontage mit Übernachtung
- Sorgfalt im Umgang mit Sicherheitsregeln und Teamfähigkeit in der Kolonne
- Führerschein Klasse B, Klasse C oder CE erwünscht
Wo man arbeitet
- Leitungsbau- und Netzbaufirmen
- Übertragungsnetzbetreiber
- Verteilnetzbetreiber und Stadtwerke
- Wechselnde Baustellen entlang von Stromtrassen im In- und Ausland
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg führt über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung in einem Elektro- oder Metallberuf und eine anschließende Einarbeitung im Leitungsbau. Quereinsteiger werden in den Betrieben über mehrere Monate angelernt und erwerben Nachweise wie die elektrotechnische Unterweisung und die Höhenrettung. Ergänzend gibt es mehrwöchige Lehrgänge zum Freileitungs- oder Netzmonteur bei Bildungszentren und Handwerkskammern.
Offene Stellen als Freileitungsmonteur / Quereinsteiger Freileitungsmonatge
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Freileitungsmonteur (m/w/d) / Quereinsteiger (m/w/d) Freileitungsmonatge
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