Friseur essanelle
Friseurinnen und Friseure in einer Salonkette wie essanelle schneiden, färben und stylen Haare, beraten Kundschaft zu Schnitt und Pflege und verkaufen Haarpflegeprodukte. Gearbeitet wird meist in Filialen in Einkaufszentren, Kaufhäusern oder Innenstadtlagen mit langen Öffnungszeiten.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Friseur essanelle verdient
2.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.300 € | 2.500 € | 27.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.300 € | 2.500 € | 2.800 € | 30.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.600 € | 3.000 € | 3.600 € | 36.000 € |
Viele Stellen liegen nahe am gesetzlichen Mindestlohn; nur ein Teil der Betriebe ist an die regionalen Tarifverträge des Friseurhandwerks gebunden, die die Landesinnungsverbände mit ver.di abschließen. In Salonketten hängt das Einkommen stark von Umsatzprovisionen und Trinkgeld ab, mehr verdienen vor allem Meister und Filialleitungen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Friseur bei essanelle?
Im Mittelpunkt steht die Arbeit am Kopf: Haare waschen, schneiden, föhnen, färben, Strähnen setzen, Dauerwellen legen und Hochsteckfrisuren gestalten. Bei Herren gehören Konturenschnitte und oft auch Bartpflege dazu. Vor jeder Behandlung steht ein Beratungsgespräch, in dem Haarstruktur, Kopfhaut, Gesichtsform und Wünsche der Kundschaft geklärt werden. In einer Salonkette wie essanelle kommen viele Kundinnen und Kunden ohne Termin, der Takt ist dichter als in vielen kleinen Salons. Neben dem Handwerk gehören Kasse, Terminplanung, das Reinigen von Arbeitsplatz und Werkzeug sowie der Verkauf von Shampoos, Pflege- und Stylingprodukten zum Alltag. Kettenbetriebe arbeiten häufig mit Umsatzzielen, und der Produktverkauf wird gezielt erwartet.
Wie wird man Friseur?
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, die meisten Auszubildenden haben einen Haupt- oder Realschulabschluss. Die Ausbildung findet im Salon und in der Berufsschule statt. Salonketten bilden selbst aus und bieten oft eigene Schulungen zu Schnitt- und Farbtechniken an. Wer später einen eigenen Salon eröffnen oder Lehrlinge ausbilden will, braucht in der Regel den Meisterbrief, da das Friseurhandwerk zulassungspflichtig ist. Ein Quereinstieg ohne Ausbildung ist nur als Hilfskraft möglich, etwa beim Haarewaschen oder an der Rezeption. Für Menschen nach einer Elternzeit oder längeren Pause gibt es Auffrischungskurse, die Ketten teils intern anbieten.
Was der Beruf verlangt
Friseurarbeit ist körperlich belastend: stundenlanges Stehen, angehobene Arme, gebeugte Haltung. Rücken-, Schulter- und Handgelenksbeschwerden sind verbreitet. Haut und Atemwege kommen ständig mit Wasser, Färbemitteln und Chemikalien in Kontakt, Handekzeme sind eine bekannte Berufskrankheit und ein häufiger Grund für einen Berufswechsel. Filialen in Einkaufszentren haben lange Öffnungszeiten, Samstagsarbeit ist die Regel, Spätdienste kommen dazu. Der Zeitdruck ist hoch, weil viele Kunden ohne Termin kommen und Wartezeiten kurz bleiben sollen. Dazu gehört der Umgang mit unzufriedener Kundschaft. Die Bezahlung gehört zu den niedrigsten im Handwerk, viele Stellen liegen nahe am gesetzlichen Mindestlohn. Provisionen und Trinkgeld machen einen spürbaren Teil des Einkommens aus, schwanken aber.
Aussichten
Friseure werden gesucht, die Zahl der Auszubildenden ist seit Jahren gesunken, und viele Betriebe finden kaum Fachkräfte. Die Branche ist allerdings auch unter Druck: Billiganbieter, steigende Kosten und Insolvenzen haben gerade größere Ketten getroffen, essanelle selbst hat mehrere Umstrukturierungen hinter sich. Wer sich weiterentwickeln will, kann sich auf Coloration, Herrenschnitt oder Hochzeitsfrisuren spezialisieren, als Trainerin in der Kette arbeiten oder eine Filiale leiten. Mit Meisterbrief ist die Selbstständigkeit möglich. Weitere Wege führen in die Maskenbildnerei, in die Kosmetik oder in den Außendienst von Herstellern für Haarprodukte.
Aufgaben
- Kundschaft zu Schnitt, Farbe und Pflege beraten
- Haare waschen, schneiden, föhnen und stylen
- Färben, Strähnen setzen und Blondierungen durchführen
- Dauerwellen und Hochsteckfrisuren anfertigen
- Bärte trimmen und Konturen schneiden
- Haarpflege- und Stylingprodukte verkaufen
- Kasse führen und Termine vergeben
- Arbeitsplatz, Werkzeug und Umhänge reinigen und desinfizieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin (Gesellenbrief)
- Handgeschick und ein Auge für Form und Farbe
- Freundlicher, belastbarer Umgang mit Kundschaft
- Gesunde Haut ohne Neigung zu Allergien oder Ekzemen
- Körperliche Ausdauer für langes Stehen
- Bereitschaft zu Samstags- und Spätdiensten
- Verkaufsbereitschaft für Pflegeprodukte
Wo man arbeitet
- Filialen von Friseurketten in Einkaufszentren
- Salons in Kaufhäusern
- Friseursalons in Innenstadtlagen
- Inhabergeführte Friseurbetriebe
Der Weg in den Beruf
Die duale Ausbildung zum Friseur dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Wer einen eigenen Salon führen oder ausbilden möchte, legt zusätzlich die Meisterprüfung ab, die in Vollzeit etwa ein Jahr, berufsbegleitend zwei bis drei Jahre dauert.
Offene Stellen als Friseur essanelle
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Friseur (m/w/d) essanelle
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