Außendienstmitarbeiter
Betreut ein festes Verkaufsgebiet vor Ort, plant die Touren selbst und verbringt den Arbeitstag überwiegend beim Kunden.
- Offene Stellen
- 29
- Monatsbrutto
- 3.000 – 6.400 €
Fundraiser im Door2Door-Bereich gehen im Auftrag gemeinnütziger Organisationen von Haustür zu Haustür und gewinnen Menschen für regelmäßige Spenden oder Fördermitgliedschaften. Die Arbeit findet meist im Team, auf Reisen und über Dienstleistungsagenturen statt.
27 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
2.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 3.000 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.900 € | 3.500 € | 34.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.000 € | 3.600 € | 4.500 € | 43.200 € |
Einen Tarifvertrag gibt es nicht, die Bezahlung legen die Agenturen fest und sie liegt häufig nahe am gesetzlichen Mindestlohn. Das Einkommen hängt stark davon ab, ob ein fester Stundenlohn, ein Prämiensystem oder eine Provision gezahlt wird, sowie davon, ob Unterkunft und Reisekosten übernommen werden; höhere Werte erreichen vor allem Team- und Regionalleitungen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Fundraiser an der Haustür werben für Hilfsorganisationen, Umweltverbände, Tierschutzvereine oder Rettungsdienste um dauerhafte Unterstützung. Ziel ist fast nie eine einmalige Barspende, sondern eine Fördermitgliedschaft mit monatlichem Lastschrifteinzug. Ein Arbeitstag beginnt mit einer Teambesprechung, danach wird ein zugeteiltes Wohngebiet Straße für Straße abgegangen. An jeder Tür gilt es, in wenigen Sekunden Aufmerksamkeit zu gewinnen, die Arbeit der Organisation zu erklären, Fragen zu beantworten und Einwände ernst zu nehmen. Kommt eine Mitgliedschaft zustande, werden Daten und Bankverbindung meist auf einem Tablet erfasst. Die meisten Gespräche enden mit einer Absage oder einer geschlossenen Tür. Am Abend werden Ergebnisse dokumentiert, oft wird die Route für den nächsten Tag geplant.
Eine formale Ausbildung gibt es nicht. Die meisten steigen über Agenturen ein, die im Auftrag von Organisationen Kampagnen durchführen. Diese bieten eine mehrtägige Schulung zu Gesprächsführung, Datenschutz, rechtlichen Regeln und den Inhalten der jeweiligen Organisation. Viele Fundraiser sind Studierende, die in den Semesterferien für einige Wochen arbeiten, andere sind Quereinsteiger aus Vertrieb, Gastronomie oder Einzelhandel. Ein Schulabschluss wird selten verlangt, ein Mindestalter von 18 Jahren und ein einwandfreies Führungszeugnis dagegen häufig. Wer länger bleibt, kann Teamleitung übernehmen oder später eine Weiterbildung im Fundraising-Management absolvieren, etwa an einer Fundraising-Akademie.
Die Arbeit ist körperlich und psychisch anstrengend. Fundraiser sind viele Stunden am Tag zu Fuß unterwegs, bei Hitze, Regen und Kälte, und stehen oft bis in den frühen Abend an Türen, weil Berufstätige erst dann zu Hause sind. Ständige Ablehnung, gelegentlich unfreundliche oder misstrauische Reaktionen gehören zum Alltag, wer das persönlich nimmt, hält nicht lange durch. Kampagnen finden häufig weit vom Wohnort entfernt statt, die Teams leben dann für Wochen gemeinsam in Ferienwohnungen, was wenig Privatsphäre lässt. Viele Agenturen arbeiten mit Zielvorgaben und Prämien, manche mit Provisionsanteilen oder als freie Mitarbeit, was das Einkommen schwankend machen kann. Seriosität ist entscheidend: Druck auf ältere oder überforderte Menschen auszuüben, ist unzulässig und schadet der Organisation. Die Fluktuation in der Branche ist hoch.
Gemeinnützige Organisationen sind auf planbare Einnahmen angewiesen, und die Haustürwerbung gehört weiterhin zu den wirksamsten Wegen, neue Fördermitglieder zu gewinnen. Agenturen suchen daher laufend Personal, besonders für die Sommermonate. Als Dauerberuf bietet die Tätigkeit wenig Sicherheit, wer aber Erfahrung sammelt, kann zur Team- oder Regionalleitung aufsteigen, Schulungen geben oder in die Kampagnenplanung wechseln. Eine realistische längerfristige Perspektive ist der Wechsel ins Fundraising einer Organisation selbst, in Spenderbetreuung, Telefonfundraising oder Großspenderarbeit, oft verbunden mit einer Weiterbildung. Die im Gespräch erworbenen Fähigkeiten sind auch im Vertrieb gefragt.
Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht, der Einstieg erfolgt über eine mehrtägige Schulung bei einer Agentur oder Organisation. Wer sich dauerhaft im Fundraising etablieren will, kann berufsbegleitend eine Weiterbildung zum Fundraising-Manager absolvieren, die je nach Anbieter etwa ein bis zwei Jahre dauert und mit einem Zertifikat abschließt.
Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.
Betreut ein festes Verkaufsgebiet vor Ort, plant die Touren selbst und verbringt den Arbeitstag überwiegend beim Kunden.
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