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Marketing & Kommunikation

Game Designer

Game Designer entwerfen die Regeln, Mechaniken und Abläufe von Computer-, Konsolen- und Mobilspielen und sorgen dafür, dass ein Spiel verständlich ist und sich gut spielen lässt. Sie arbeiten eng mit Programmierung, Grafik und Produktion zusammen.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Game Designer verdient

4.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.800 bis 7.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.600 € 4.300 € 5.200 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 5.800 € 7.500 € 69.600 €

Einen Tarifvertrag gibt es in der Spielebranche praktisch nicht, Gehälter werden frei verhandelt. Am stärksten wirken Studiogröße und Geschäftsmodell: Große internationale Studios und umsatzstarke Mobile-Unternehmen zahlen deutlich mehr als kleine Indie-Studios, zudem liegen Städte wie München, Hamburg und Berlin über dem Durchschnitt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Game Designer?

Game Designer legen fest, wie ein Spiel funktioniert: welche Ziele es gibt, wie sich eine Spielfigur steuert, wie schwer ein Level ist, wie viele Erfahrungspunkte ein Gegner bringt und was ein Gegenstand im Ingame-Shop kostet. Diese Regeln halten sie in Design-Dokumenten fest, die Programmierung und Grafik als Arbeitsgrundlage dienen. Ein großer Teil des Alltags besteht aus Tabellenkalkulation, etwa beim Balancing von Werten, und aus der Arbeit in Spiel-Engines wie Unity oder Unreal, in denen Level gebaut, Abläufe per Scripting oder visuellen Werkzeugen umgesetzt und Prototypen getestet werden. Dazu kommen Abstimmungsrunden mit anderen Abteilungen, die Auswertung von Spieltests und Nutzungsdaten sowie das ständige Nachjustieren. In größeren Studios spezialisieren sich Game Designer, etwa auf Level Design, Systems Design, Economy Design bei Free-to-Play-Spielen oder Narrative Design.

Wie wird man Game Designer?

Eine staatlich geregelte Ausbildung gibt es nicht. Üblich ist ein Bachelorstudium in Game Design, Game Development oder Medieninformatik an einer Hochschule oder einer privaten Akademie, meist sechs bis sieben Semester. Private Anbieter verlangen oft hohe Studiengebühren, deshalb lohnt der Vergleich mit staatlichen Hochschulen. Entscheidender als der Abschluss ist in der Branche meist ein Portfolio mit eigenen Spielen, Mods, Levels oder Prototypen, gern aus Game Jams. Quereinsteiger kommen häufig aus dem Qualitätssicherungstest (QA), aus der Informatik, Psychologie oder dem Brettspieldesign. Einstiegsstellen heißen oft Junior Game Designer, Praktika sind verbreitet.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit verlangt analytisches Denken, Geduld und die Bereitschaft, eigene Ideen verwerfen zu lassen, wenn Tests zeigen, dass sie nicht funktionieren. Game Designer müssen ihre Entwürfe gegenüber Programmierung, Grafik und Management begründen und Kompromisse mit Budget und Zeitplan eingehen. Kreative Freiheit ist in der Praxis begrenzt, besonders bei Auftragsproduktionen und Mobile Games, wo Kennzahlen zu Spielerbindung und Umsatz viel vorgeben. Vor Veröffentlichungsterminen kommt es in vielen Studios zu Überstunden, der sogenannten Crunch-Phase. Englisch ist in den meisten Teams Arbeitssprache. Die Branche ist projektabhängig: Wird ein Spiel eingestellt oder verkauft es sich schlecht, folgen nicht selten Entlassungen oder Studioschließungen.

Aussichten

Die deutsche Spielebranche ist im internationalen Vergleich klein, die Konkurrenz um Einstiegsstellen hoch, weil viele Absolventen auf wenige Junior-Positionen kommen. Seit 2023 haben auch große Unternehmen weltweit Personal abgebaut, was den Markt zusätzlich angespannt hat. Gefragt sind vor allem erfahrene Leute mit Spezialisierung, etwa in Systems Design oder Free-to-Play-Ökonomie. Mit Erfahrung führt der Weg zum Senior oder Lead Game Designer, zum Creative Director oder in die Produktion. Kenntnisse aus dem Beruf sind auch außerhalb der Spielebranche gefragt, etwa bei Lernsoftware, Gamification-Projekten, Simulationen oder im UX-Design.

Aufgaben

  • Spielmechaniken, Regeln und Belohnungssysteme entwerfen
  • Game-Design-Dokumente schreiben und aktuell halten
  • Spielwerte und Schwierigkeitsgrade in Tabellen balancieren
  • Level und Abläufe in Unity oder Unreal bauen und scripten
  • Prototypen erstellen und mit Testpersonen ausprobieren
  • Spieltests und Nutzungsdaten auswerten
  • Anforderungen mit Programmierung, Grafik und Produktion abstimmen

Voraussetzungen

  • Studium in Game Design, Game Development oder Medieninformatik oder vergleichbare Praxiserfahrung
  • Portfolio mit eigenen Spielen, Levels oder Prototypen
  • Grundkenntnisse in Spiel-Engines und Scripting
  • Sicherer Umgang mit Tabellenkalkulation und Zahlen
  • Gutes Englisch in Wort und Schrift
  • Kommunikationsfähigkeit und Kritikfähigkeit im Team

Wo man arbeitet

  • Spieleentwickler-Studios
  • Publisher von Computer- und Konsolenspielen
  • Mobile-Games-Unternehmen
  • Agenturen für Serious Games und Gamification
  • Anbieter von Lernsoftware

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium in Game Design oder Game Development an einer Hochschule oder privaten Akademie. Für die Einstellung zählt neben dem Abschluss vor allem ein aussagekräftiges Portfolio. Quereinstiege aus QA-Testing, Informatik oder Brettspieldesign sind möglich.

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