Gebietsverkaufsleiter Vertrieb im Außendienst
Gebietsverkaufsleiter betreuen im Außendienst Handels- und Geschäftskunden in einer festen Region, verkaufen dort die Produkte ihres Unternehmens und verantworten Umsatzziele für ihr Gebiet.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Gebietsverkaufsleiter Vertrieb im Außendienst verdient
5.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.400 bis 7.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.400 € | 4.000 € | 4.800 € | 48.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.300 € | 5.000 € | 6.000 € | 60.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.200 € | 6.300 € | 7.800 € | 75.600 € |
Das Gehalt wird meist frei verhandelt und außertariflich gezahlt; es hängt stark von Branche und Unternehmensgröße ab, wobei Pharma, Medizintechnik und große Markenhersteller deutlich über Lebensmittelhandel und kleinen Großhändlern liegen. Zum genannten Fixgehalt kommen oft eine erfolgsabhängige Prämie von 10 bis 25 Prozent sowie ein auch privat nutzbarer Dienstwagen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Gebietsverkaufsleiter im Außendienst?
Gebietsverkaufsleiterinnen und Gebietsverkaufsleiter sind für den Verkauf in einer festgelegten Region zuständig, etwa einem Bundesland oder mehreren Postleitzahlgebieten. Sie fahren zu Kunden: Supermarktfilialen, Baumärkte, Großhändler, Handwerksbetriebe, Apotheken oder Industriebetriebe, je nach Branche. Dort führen sie Jahresgespräche, verhandeln Listungen, Preise und Aktionen, stellen neue Produkte vor und prüfen, ob die Ware richtig platziert ist. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Tourenplanung, Besuchsberichten im CRM-System, Auswertung von Umsatzzahlen und Abstimmung mit Innendienst, Marketing und Logistik. Neukundengewinnung gehört ebenso dazu wie die Pflege bestehender Kunden. In manchen Unternehmen führen Gebietsverkaufsleiter zusätzlich Merchandiser oder Verkaufsberater, in anderen arbeiten sie allein.
Wie wird man Gebietsverkaufsleiter?
Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht. Viele kommen über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, Industriekaufmann oder Kaufmann im Einzelhandel, und sammeln danach einige Jahre Vertriebserfahrung im Innen- oder Außendienst. Andere steigen nach einem Studium der Betriebswirtschaft oder des Wirtschaftsingenieurwesens ein, oft über ein Traineeprogramm. In technischen Branchen werden auch Handwerksmeister oder Techniker mit Kundenerfahrung eingestellt, weil sie das Produkt fachlich erklären können. Weiterbildungen zum Fachwirt im Vertrieb oder zum geprüften Fachkaufmann für Vertrieb helfen beim Aufstieg. Quereinsteiger mit nachweisbarem Verkaufserfolg haben reale Chancen, ein Führerschein der Klasse B ist fast immer Pflicht.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf bedeutet viel Zeit im Auto. Je nach Gebiet sind es mehrere hundert Kilometer pro Woche, mit Staus, frühem Aufbruch und gelegentlichen Übernachtungen. Die Arbeitszeit ist formal oft geregelt, faktisch fallen Fahrten, Berichte und E-Mails häufig in den Abend. Der Druck durch Zielvorgaben ist dauerhaft spürbar: Umsatz, Deckungsbeitrag und Distribution werden monatlich gemessen, ein Teil des Einkommens hängt daran. Verhandlungen mit Einkäufern großer Handelsketten sind hart, Absagen gehören zum Alltag. Wer Zurückweisung schlecht verträgt oder ungern allein arbeitet, tut sich schwer. Gleichzeitig bietet der Beruf viel Eigenständigkeit, da Gebietsverkaufsleiter ihre Woche weitgehend selbst planen und meist vom Homeoffice aus arbeiten. Das verlangt Selbstdisziplin und gute Organisation, besonders wenn Familie und Reisetätigkeit zusammenpassen müssen.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil. Unternehmen aus Konsumgüterindustrie, Lebensmittel, Bau, Medizintechnik und Agrarhandel suchen regelmäßig Außendienstmitarbeiter, die Kunden persönlich betreuen. Digitale Bestellwege und Konzentration im Handel verkleinern zwar manche Außendienstteams, persönliche Betreuung bleibt bei erklärungsbedürftigen Produkten und Verhandlungen aber gefragt. Mit Erfahrung führt der Weg zum Key Account Manager für große Handelskunden, zum Regionalverkaufsleiter mit Personalverantwortung oder zum nationalen Vertriebsleiter. Ein Wechsel in Produktmanagement, Trade Marketing oder Vertriebscontrolling ist ebenfalls möglich.
Aufgaben
- Kunden im Gebiet nach Tourenplan besuchen und betreuen
- Preise, Listungen, Aktionen und Jahresvereinbarungen verhandeln
- Neue Produkte vorstellen und neue Kunden gewinnen
- Warenplatzierung und Regalpflege im Handel kontrollieren
- Besuchsberichte und Kundendaten im CRM-System pflegen
- Umsatzzahlen des Gebiets auswerten und Maßnahmen planen
- Messen, Hausmessen und Kundenveranstaltungen begleiten
- Reklamationen gemeinsam mit dem Innendienst klären
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung oder Studium, alternativ technische Qualifikation mit Vertriebserfahrung
- Mehrjährige Erfahrung im Verkauf, Innen- oder Außendienst
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu viel Fahrzeit
- Verhandlungsgeschick und Belastbarkeit bei Absagen und Zieldruck
- Selbstorganisation für eigenständige Planung im Homeoffice
- Sicherer Umgang mit CRM-Systemen und Tabellenkalkulation
Wo man arbeitet
- Hersteller von Lebensmitteln und Konsumgütern
- Baustoff- und Werkzeughersteller
- Großhandelsunternehmen
- Medizintechnik- und Pharmaunternehmen
- Agrar- und Landtechnikhandel
- Hersteller von Industrie- und Verbrauchsgütern
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung oder ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, gefolgt von zwei bis fünf Jahren Vertriebserfahrung. Eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Fachwirt oder Fachkaufmann für Vertrieb dauert meist ein bis zwei Jahre und schließt mit einer IHK-Prüfung ab.
Offene Stellen als Gebietsverkaufsleiter Vertrieb im Außendienst
In der Suche fortsetzenGebietsverkaufsleiter (m/w/d) Vertrieb im Außendienst - Region Baden-Württemberg
Gebietsverkaufsleiter (m/w/d) Vertrieb im Außendienst - Region Berlin
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Vertriebsmitarbeiter im Innendienst betreuen Kunden vom Büro aus: Sie erstellen Angebote, nehmen Aufträge an, klären Liefertermine und Reklamationen und arbeiten dem Außendienst zu.
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