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Bildung & Soziales

Gitarren- und Trommellehrer

Gitarren- und Trommellehrer unterrichten Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Einzel- und Gruppenunterricht an Gitarre, Schlagzeug oder Percussion. Sie arbeiten an Musikschulen, in eigenen Studios oder an allgemeinbildenden Schulen, häufig auf Honorarbasis.

51 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Gitarren- und Trommellehrer verdient

3.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.900 € 3.700 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.400 € 4.200 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €

Fest angestellte Lehrkräfte an kommunalen Musikschulen werden meist nach TVöD bezahlt, mit Hochschulabschluss häufig in Entgeltgruppe 9b, an privaten Musikschulen und als Honorarkraft liegt das Einkommen oft deutlich darunter. Entscheidend ist, ob überhaupt eine volle Stelle zustande kommt, denn viele arbeiten in Teilzeit oder auf Stundenhonorar ohne Bezahlung in Ferien und bei Krankheit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Gitarren- und Trommellehrer?

Im Mittelpunkt steht der Unterricht, meist in Einheiten von 30 bis 45 Minuten, einzeln oder in kleinen Gruppen. Gitarrenlehrer bringen Griffe, Akkordwechsel, Anschlagtechniken und Notenlesen bei, bei E-Gitarre auch Effektgeräte und Verstärker. Schlagzeuglehrer vermitteln Grundschläge, Rudiments, Koordination von Händen und Füßen, Timing mit dem Metronom und verschiedene Stilistiken von Rock bis Latin. Dazu gehört, Stücke auszuwählen, Übungsmaterial zu schreiben oder zu transkribieren und den Unterricht an Alter und Niveau anzupassen: ein sechsjähriges Kind braucht etwas anderes als ein Erwachsener, der nach zwanzig Jahren wieder anfängt. Viele leiten zusätzlich Bands oder Ensembles, bereiten Vorspiele vor und begleiten Schüler bei Wettbewerben wie Jugend musiziert oder bei Aufnahmeprüfungen. Selbstständige kümmern sich außerdem um Terminplanung, Abrechnung, Werbung und die Pflege des Instrumentariums.

Wie wird man Gitarren- und Trommellehrer?

Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, rechtlich darf jeder unterrichten. Der übliche Weg an öffentliche Musikschulen führt über ein Studium der Instrumentalpädagogik an einer Musikhochschule, für E-Gitarre und Schlagzeug meist in einem Jazz- oder Popularmusikstudiengang. Vor dem Studium steht eine anspruchsvolle Aufnahmeprüfung, für die viele Bewerber jahrelang gezielt üben. Alternativ gibt es Berufsfachschulen für Musik und private Akademien mit mehrjährigen Ausbildungen. Ein erheblicher Teil der Lehrkräfte an privaten Musikschulen kommt aus der Praxis, etwa als Bandmusiker, und hat sich das Unterrichten selbst angeeignet. Für feste Stellen im öffentlichen Bereich ist ein Hochschulabschluss jedoch fast immer Voraussetzung.

Was der Beruf verlangt

Unterricht findet dann statt, wenn die Schüler Zeit haben: nachmittags, abends und teilweise samstags. Vormittage bleiben oft leer, was das Einkommen begrenzt. Viele arbeiten an mehreren Musikschulen gleichzeitig und pendeln zwischen Standorten. Das Einkommen ist bei Honorarkräften unsicher, in den Ferien fällt Unterricht weg, Krankheitstage werden nicht bezahlt, und die Altersvorsorge muss selbst organisiert werden. Fachlich verlangt der Beruf Geduld, denn Fortschritte kommen langsam, und viele Schüler üben wenig. Schlagzeuglehrer sind dauerhaft hoher Lautstärke ausgesetzt, Gehörschutz ist Pflicht. Hinzu kommen Sehnen- und Rückenbelastungen durch jahrelanges Spielen. Wer gleichzeitig als Musiker auftritt, hat zusätzliche Abend- und Wochenendtermine.

Aussichten

Die Nachfrage nach Gitarren- und Schlagzeugunterricht ist stabil, beide Instrumente gehören zu den beliebtesten an Musikschulen. Feste, sozialversicherungspflichtige Stellen sind dagegen knapp. Seit einem Urteil des Bundessozialgerichts von 2022 zur Scheinselbstständigkeit von Musikschullehrkräften stellen öffentliche Musikschulen vermehrt fest an, oft aber nur in Teilzeit. Entwicklungswege führen in die Fachbereichs- oder Musikschulleitung, in Kooperationsprojekte mit Ganztagsschulen, in die Lehre an Hochschulen oder in die Selbstständigkeit mit eigenem Studio. Online-Unterricht und eigene Lehrvideos sind für manche eine zusätzliche Einnahmequelle, ersetzen aber selten das reguläre Unterrichtseinkommen.

Aufgaben

  • Einzel- und Gruppenunterricht an Gitarre oder Schlagzeug geben
  • Spieltechnik, Rhythmus, Timing und Notenlesen vermitteln
  • Übungsmaterial auswählen, schreiben oder transkribieren
  • Bands und Ensembles leiten und proben
  • Schüler auf Vorspiele, Wettbewerbe und Aufnahmeprüfungen vorbereiten
  • Elterngespräche führen und Lernfortschritte besprechen
  • Unterrichtstermine planen und Honorare abrechnen
  • Instrumente, Verstärker und Unterrichtsraum instand halten

Voraussetzungen

  • Sicheres Spiel auf dem Instrument in mehreren Stilrichtungen
  • Für öffentliche Musikschulen in der Regel abgeschlossenes Studium der Instrumentalpädagogik
  • Musiktheoretische Grundlagen und Gehörbildung
  • Geduld und didaktisches Geschick im Umgang mit Kindern und Erwachsenen
  • Bereitschaft zu Unterricht am Nachmittag, Abend und Wochenende
  • Erweitertes Führungszeugnis bei Arbeit mit Kindern
  • Robustes Gehör und Gehörschutz, besonders beim Schlagzeug

Wo man arbeitet

  • Öffentliche Musikschulen
  • Private Musikschulen
  • Eigenes Unterrichtsstudio
  • Allgemeinbildende Schulen im Ganztag
  • Volkshochschulen
  • Musikhäuser mit Unterrichtsangebot

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein vierjähriges Bachelorstudium der Instrumentalpädagogik an einer Musikhochschule, für E-Gitarre und Schlagzeug meist mit Schwerpunkt Jazz oder Popularmusik, oft gefolgt von einem zweijährigen Master. Zugang gibt es nur über eine Aufnahmeprüfung. Alternativ führen zwei- bis dreijährige Ausbildungen an Berufsfachschulen für Musik oder ein Quereinstieg aus der Musikerpraxis in den Beruf, dann meist an private Musikschulen.

Offene Stellen als Gitarren- und Trommellehrer

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Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten setzen Musik gezielt ein, um Menschen mit psychischen, neurologischen oder körperlichen Erkrankungen zu behandeln. Sie arbeiten meist in Kliniken, Reha-Einrichtungen und sozialen Einrichtungen, oft in Teilzeit.

Offene Stellen
9
Monatsbrutto
2.900 – 5.200 €

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