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Gesundheit & Pflege

Krankenschwester

Krankenschwestern, heute offiziell Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner, betreuen und versorgen kranke, verletzte und pflegebedürftige Menschen im Krankenhaus, im Heim oder zu Hause. Sie führen ärztlich angeordnete Maßnahmen aus, beobachten den Gesundheitszustand und dokumentieren die Pflege.

56 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Krankenschwester verdient

3.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.800 bis 5.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.300 € 3.600 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.700 € 4.100 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.400 € 5.300 € 52.800 €

In öffentlichen Krankenhäusern gilt meist der TVöD-P, in Unikliniken der TV-L, bei kirchlichen Trägern die AVR von Caritas oder Diakonie; private Träger und ambulante Dienste zahlen oft nach Haustarif und teils deutlich weniger. Zulagen für Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst sowie Fachweiterbildungen etwa in der Intensivpflege erhöhen das tatsächliche Einkommen spürbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Krankenschwester?

Die Berufsbezeichnung Krankenschwester ist im Alltag noch verbreitet, offiziell heißt der Beruf seit 2020 Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Die Arbeit beginnt meist mit der Übergabe der vorherigen Schicht. Danach messen Pflegekräfte Blutdruck, Puls und Temperatur, stellen und verabreichen Medikamente, legen Infusionen an, versorgen Wunden und wechseln Verbände. Sie helfen Patientinnen und Patienten beim Waschen, Anziehen und Essen, lagern Bettlägerige um und mobilisieren sie nach Operationen. Sie bereiten Menschen auf Untersuchungen vor, begleiten Visiten und setzen ärztliche Anordnungen um. Ein großer Teil der Zeit geht in die Dokumentation: Pflegeplanung, Vitalwerte, Medikamentengaben und Beobachtungen werden festgehalten. Dazu kommen Gespräche mit Angehörigen, die Anleitung von Auszubildenden und die Begleitung Sterbender.

Wie wird man Krankenschwester?

Der übliche Weg ist die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann an einer Pflegeschule mit Praxiseinsätzen im Krankenhaus, in der Altenpflege und in der ambulanten Pflege. Die Ausbildung wird vergütet und endet mit einer staatlichen Prüfung. Voraussetzung ist in der Regel der mittlere Schulabschluss, alternativ ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder einer Ausbildung in der Pflegeassistenz. Daneben gibt es einen primärqualifizierenden Bachelorstudiengang Pflege, der ebenfalls zur Berufszulassung führt. Quereinsteiger kommen häufig über eine Tätigkeit als Pflegehelfer, für einige Gruppen ist eine verkürzte Ausbildung möglich. Pflegekräfte mit ausländischem Abschluss benötigen eine Anerkennung und Deutschkenntnisse auf Niveau B2.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit läuft im Krankenhaus und im Heim im Schichtdienst, mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten sowie Einsätzen an Wochenenden und Feiertagen. Viele Stationen sind dünn besetzt, kurzfristiges Einspringen aus dem Frei kommt häufig vor. Körperlich belastend sind langes Stehen und Gehen, das Heben und Umlagern von Menschen sowie der Umgang mit Ausscheidungen und Infektionen. Rücken- und Gelenkbeschwerden sind verbreitet. Psychisch fordern schwere Krankheitsverläufe, Tod, aggressive oder verwirrte Patienten und der ständige Zeitdruck, der oft weniger Zuwendung zulässt, als die Pflegekräfte selbst für richtig halten. Gleichzeitig tragen sie Verantwortung: Ein Fehler bei Medikamenten oder eine übersehene Verschlechterung kann ernste Folgen haben. Viele wechseln deshalb nach einigen Jahren in Teilzeit.

Aussichten

Pflegefachkräfte werden bundesweit dringend gesucht, der Mangel wird durch die alternde Bevölkerung weiter zunehmen. Arbeitslosigkeit ist in diesem Beruf kaum ein Thema, und ein Wechsel des Arbeitgebers oder Wohnorts ist leicht möglich. Entwicklungswege bieten Fachweiterbildungen etwa in Intensivpflege und Anästhesie, Onkologie, Psychiatrie oder im OP sowie Weiterbildungen zur Praxisanleitung, Wundexpertin oder Stationsleitung. Mit einem Studium in Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaft sind Leitungs- und Lehrtätigkeiten erreichbar. Wer Schichtdienst vermeiden möchte, findet Stellen in Arztpraxen, Dialysezentren oder bei Krankenkassen, oft zu anderen Bedingungen.

Aufgaben

  • Blutdruck, Puls und Temperatur messen und bewerten
  • Medikamente stellen und verabreichen
  • Infusionen anlegen und Wunden versorgen
  • Patienten bei Körperpflege, Essen und Bewegung unterstützen
  • Pflegeplanung erstellen und Maßnahmen dokumentieren
  • Ärztliche Visiten begleiten und Anordnungen umsetzen
  • Angehörige beraten und Auszubildende anleiten
  • Schichtübergaben durchführen

Voraussetzungen

  • Mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
  • Staatliche Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann
  • Gesundheitliche Eignung, Masern-Impfnachweis und erweitertes Führungszeugnis
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Lagern und langes Stehen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
  • Sorgfalt, Beobachtungsgabe und psychische Stabilität
  • Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B2

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Pflegeheime und Seniorenzentren
  • Ambulante Pflegedienste
  • Rehabilitationskliniken
  • Hospize und Palliativstationen
  • Arztpraxen und Dialysezentren

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann mit staatlicher Abschlussprüfung, in Teilzeit bis zu fünf Jahre. Alternativ führt ein primärqualifizierendes Bachelorstudium Pflege von meist drei bis vier Jahren zum Berufsabschluss.

Offene Stellen als Krankenschwester

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